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11 bizarre Fluggeräte, die wie aus einer anderen Welt aussehen

11 bizarre Fluggeräte, die wie aus einer anderen Welt aussehen

Die Entwicklung von Flugzeugen war in den letzten 100 Jahren rasant. Während es damals ein riesiger Schritt für den Menschen war, überhaupt vom Boden abzuheben, sind wir heute in der Lage den Schall zu durchbrechen und bis ins Weltall vorzudringen. Diese vielen Jahre der Weiterentwicklung brachte viele Prototypen und Spezialflugzeuge hervor, die außergewöhnliche Eigenschaften hatten oder Aufgaben erfüllen sollten.

Dabei waren nicht alle Ideen von Erfolg gekrönt und viele Projekte führten auch zu furchtbaren Unfällen. Doch lohnt sich ein Rückblick auf die Flugzeuge, die eher Nischen bedienen und weniger bekannt sind. Dabei handelt es sich um bizarre Designs, die man selten am Himmel sieht.

1. NASA AD-1

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Einen ganz neuen Ansatz verfolgte die NASA im Jahre 1979. Zuvor hatte man sich bei der Konzeption von Flugzeugen vor allem an immer anderen Modellen im Windtunnel orientiert und an jeder Ecke und Kante gefeilt, um immer bessere und aerodynamische Flugkörper zu schaffen.

Die NASA experimentierte derweil an der Idee die Flügel beweglicher zu machen, um das Flugzeug richtig an Windströmungen anzupassen. So konnte das Modell AD-1 seine Tragfläche um 360° drehen und so dem Piloten immer optimale Flugeigenschaften bieten. Damit konnte man auch den Luftwiderstand beim Flug verringern, so würde die Reichweite und die Geschwindigkeit des Flugzeuges erheblich verbessert werden.

2. McDonnell XF-85 Goblin

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Der McDonnell XF-85 Goblin gehörte zu den ersten Modellen der Jets der USA. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1948 wurde dieses Flugzeug, der einer Bombe sehr ähnelt, erstmals gebaut.

Wie eine Bombe wurde der Goblin auch in die Luft gebracht. So wurde er von einem B-36 Bomber abgeworfen. In der Luft sollte er dann seinen Motor starten, was auch meistens gelang. Das Konzept dahinter war vor allem die Verlängerung der Einsatzreichweite wendiger Kampfjets. Bald schon fand man jedoch effizientere Möglichkeiten diese zu verbessern, mit verschiedenen Techniken die Flieger in der Luft nachzutanken, weshalb der Goblin schnell vom Himmel verschwand.

3. H-4 Hercules 2 „Spruce Goose”

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Die H-4 Hercules 2 „Spruce Goose”, zu Deutsch ‚Fichtengans‘, war lange das größte Flugzeug, das je geflogen wurde. Fast 200 Tonnen wog der Koloss, der fast komplett aus Holz gebaut wurde. 1947 wurde dieses riesige Flugboot gebaut, das nur einmal fliegen sollte.

Designt wurde die Fichtengans vom Filmemacher, Geschäftsmann und Flugzeugpionier Howard Hughes, dessen Biografie durch den Film Aviator mit Leonardo DiCaprio bekannter gemacht wurde. Erst 2019 wurde sein Rekord eingestellt, als Stratolaunch mit einer noch größeren Spannweite vom Boden abhob. Heute ist dieses Einzelstück in einem Museum in Oregon untergebracht, wo es von vielen interessierten Flugzeugfans immer noch bewundert wird.

4. Edgley Optica

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Die Edgley EA-7 Optica ist ein Flugzeug, das wohl vor allem für Genießer entwickelt wurde. Dieses in Großbritannien entwickelte Fluggerät wurde vor allem für Beobachtungs- oder Aufklärungszwecke konzipiert. 1979 fand der erste Flug statt. Dank seiner Kabine mit Rundumsicht bietet er für seine Passagiere ein besonderes Panorama, das sie sonst nur in einem Helikopter haben würden.

Gleichzeitig wurde es für einen besonders langsamen Flug entwickelt, um das Beobachten aus der Luft zu erleichtern. Dabei ist die ultraleichte Edgley EA-7 Optica eine wesentlich günstigere Alternative zum Hubschrauber. Auch deshalb dürfte sich dieses Flugzeug größter Beliebtheit bei Hobbyfliegern und Wissenschaftlern aller Art erfreuen.

5. Mil V-12

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Nachdem Flugzeuge am Himmel etabliert waren, gab es immer mehr Ideen zur Weiterentwicklung von Helikoptern, die vor allem wegen ihrer Wendigkeit und punktgenauen Landungen beliebt waren. Ein Modell, das in dieser Gattung jedoch besonders hervorsticht, ist die Mil V-12, der größte Hubschrauber, der je gebaut wurde.

Zwei gewaltige Rotoren sollten den Flugkörper, der eher an ein mittelgroßes Flugzeug erinnert, zum Fliegen bringen. Die Lasten, die dieser Transporthubschrauber bewegen konnten, waren auf Rekordniveau, doch kam er nie über eine Testphase hinaus. Dennoch konnte die Sowjetunion im Jahr 1967 vieles von diesem Testhelikopter lernen, sodass die Ingenieure noch viele Techniken und Bauteile in späteren Versionen wiederverwendet wurden.

6. Convair NB-36H

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Die Convair NB-36H war ein Projekt, welches aus heutiger Sicht wohl eine wahnsinnige Ambition benötigte. Denn dieses Flugzeug sollte durch einen 3 Megawatt starken Atomreaktor angetrieben werden und so sowohl für das Militär als auch für den privaten Sektor ein Transportflugzeug sein, das an Reichweite und Ausdauer nicht übertroffen werden kann.

Die ersten Prototypen am Ende der 1950er Jahre gingen den Ingenieuren ganz leicht von der Hand und schon bald konnte der Jungfernflug stattfinden. Etwa 215 Flugstunden hatte der Atomreaktor hinter sich, bis man dieses Projekt aufgrund massiver Kosten und Sicherheitsbedenken einstampfte. Der Gedanke an einen fliegenden Atomreaktor war den Ideengebern letztendlich wohl doch zu wild.

7. Douglas X-3 Stiletto

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Ein Flugzeug wie ein Dartpfeil, das war wohl die Designphilosophie hinter der Douglas X-3 Stiletto. Zwischen 1953 und 1956 wurden an diesem Prototyp die verschiedensten Technologien getestet. Vor allem die aerodynamischen Effekte bei Geschwindigkeiten von über Mach 2 sollten an diesem Jet näher erforscht werden.

Um den Luftwiderstand gering zu halten hatte man versucht das Flugzeug so schmal wie möglich zu bauen. Das Ergebnis war jedoch nicht sehr befriedigend, denn die Steuerung gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten war für die Piloten eine riesige Herausforderung. Schließlich war die Douglas X-3 Stiletto wohl nur als frühe Inspiration für die X-Wings in Star Wars gut.

8. Goodyear Inflatable Plane

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An einem Tag in den 1950ern wurde bei Goodyear eine neue Idee entwickelt. Nachdem sie viel Erfolg mit Autoreifen und Heißluftballons gehabt hatten, beschloss man ein aufblasbares Flugzeug zu bauen. Dieses Flugzeug konnte man praktisch überall auf- und abbauen und ganz leicht verstauen.

Die Idee funktionierte überraschend gut, doch fehlte es an Käufern für dieses Werk. Nachdem Versuche das Inflatoplane an die US Army zu vermarkten fehlgeschlagen waren, da sich aufblasbare Flugzeuge sich wohl nicht für den Einsatz an der Front eignen, versuchte man Privatpersonen das Produkt schmackhaft zu machen. Aufgrund der niedrigen Nachfrage wurden deshalb insgesamt nur 12 Stück dieser Flugzeuge gebaut.

9. Caproni Ca. 60

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Die Caproni Ca. 60 oder auch die Noviplano genannt ist ein weiterer Koloss aus der Zeit der Flugpioniere. Dieses Flugboot sollte der Prototyp eines der ersten Passagierflugzeuge werden, das über 100 Passagiere über den Atlantik fliegen konnte. So versuchte man mit neun Flügeln und acht Motoren von der Wasseroberfläche abzuheben.

Dies gelang jedoch nur einmal, denn beim zweiten Start wurde das Flugzeug bereits nahezu zerstört, als es beim Test auf dem Lago Maggiore wegen eines konstruktionsbedingten Kontrollverlustes aus 20 Metern abstürzte. Versuche das Riesenflugboot erneut aufzubauen waren erfolglos, weshalb das Projekt nach einiger Zeit dann vollständig abgebrochen wurde. Andere Konzepte waren letztendlich geeigneter für transatlantische Flüge.

10. Lockheed Martin’s HALE-D Airship

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Dieses Luftschiff von Lockheed Martin erinnert an lange vergangene Tage der Luftfahrt. Doch HALE-D ist wesentlich moderner ausgestattet, als der erste Blick vermuten lässt. Fast 20 km über der Erdoberfläche kann das solarbetriebene Luftschiff monate- oder gar jahrelang schweben.

Dort kann HALE-D mit seinen hochmodernen Sensoren einen Umkreis von knapp 1000 km abscannen. Somit stellt dieses Science-Fiction-Luftschiff eine günstige Alternative zu Satelliten dar, die nicht unterschätzt werden kann. HALE-D kann jedoch auch zum Angriff übergehen: So soll er etwa weit über Konfliktgebieten stationiert und mit verschiedensten Waffensystemen ausgestattet eine durchaus effiziente Waffe für das Militär sein, das in sicherer Entfernung nahezu immun gegen feindliche Angriffe ist.

11. Lenticular ReEntry Vehicle

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Die fliegenden Untertassen existierten also doch! Es war in den späten 1950er Jahren, als die NASA und das US-Militär mit Prototypen experimentierten, die aussahen wie fliegende Untertassen aus einem Science-Fiction-Film. Bis 1999 unterlagen diese Projekte strengster Geheimhaltung, was bis dahin wohl viele noch an den Besuch durch Außerirdische hat glauben lassen.

Eigentlich wurden die sogenannten LRV jedoch entwickelt, um Atombomben aus dem Orbit an ihr Ziel zu bringen. Aber auch als Raketenabwehrsystem wurden sie erprobt. Sechs Wochen lang könnten vier Leute eine Mission im Orbit der Erde fliegen, was das LRV fast eher zu einer Raumkapsel macht als zu einem Flugzeug.

Quellen

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