Kultur

11 Fotos, die einen außergewöhnlichen und historischen Moment festhalten

11 Fotos, die einen außergewöhnlichen und historischen Moment festhalten

Die Vergangenheit wird dokumentiert und immer neu aufgearbeitet, gedeutet und erforscht. Es gibt unzählige Bücher und Filme, die die Geschichte präsentieren wollen. Ein Bild ist jedoch das beste Medium, um sich Szenen aus der Vergangenheit anzugucken und auf sich wirken zu lassen. Die ehemalig schwarz-weißen Fotos können heute koloriert werden und wirken noch lebendiger.

Diese Vintage-Fotos wecken in uns gute alte Erinnerungen, sodass wir uns wünschen, dass die Menschen und Gegenstände einfach aus den Fotos springen. Nicht alle Fotos aus der Vergangenheit, egal wie charmant sie sind, sind geeignet für die üblichen Geschichtsbücher. Hier ist eine Liste mit Fotos, die Personen zeigen, die die Welt kulturell oder soziologisch geprägt haben.

1. Waffenstillstand an Weihnachten in 1914

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Weihnachten ist das Fest der Liebe und das tatsächlich bei jeden Umständen oder an jedem Ort, sogar beim Ersten Weltkrieg. Die englischen und deutschen Soldaten stehen auf gegenüberliegenden Seiten und sind natürlich verfeindet. Die Welt, besonders Europa, wird dominiert von Politik, Intrigen, Rache und Machtverhältnissen, genau wie es bei Kriegen zu erwarten ist.

Dieses Foto sieht nicht aus wie ein Abbild von Tragik und Tod, weil an diesem Weihnachtsabend das Eis gebrochen ist. Das Fest der Liebe hat zu einem temporären Waffenstillstand geführt und das auf eine sehr rührende Art und Weise. Die eigentlich gegnerischen Soldaten begannen gemeinsam Weihnachtslieder zu singen und zelebrierten für einen kurzen Moment zusammen das Weihnachtsfest.

2. Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit in 1963

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Hier ist kleiner Ausschnitt aus einem der bedeutendsten Proteste der ganzen amerikanischen Geschichte. Dieser Marsch war mehr als nur ein Protest, sondern einer der anerkannten Ansätze der schwarzen Bevölkerung, sich für ihre Rechte auszusprechen. Es wurde Gleichheit für jeden amerikanischen Staatsbürger gefordert, egal welche Hautfarbe er hat, welcher Nation er angehört oder zu welcher Religion er angehörig ist.

Die Rede von Martin Luther King prägt auf emotionale Art und Weise bis heute das Gedankengut der gesamten Menschheit. Er hatte einen Traum, in dem schwarze und weiße Kinder zu Schwester und Brüder werden und in Liebe aufwachsen. Sein Traum, der weit entfernt von politischem Hass ist, konnte heute zur Wirklichkeit werden.

3. Ein Schaffner während der Pandemie in Spanien in 1918

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Dieses Bild sieht, abgesehen von der Art der Straßenbahn und der Kleidung der Personen, gar nicht aus, wie eine Szene aus der Vergangenheit. Würden wir uns die Hüte wegdenken, könnte das Foto aus 2020 oder 2021 stammen. Ein Straßenbahnfahrer, der die Passagiere nicht hereinlassen darf, weil sie keine Masken tragen – ein ziemlich bekanntes Szenario.

Während der spanischen Flu Pandemie war den Menschen auch schon bekannt, dass ein Mundnasenschutz die Übertragung von Viren verhindern oder zumindest hemmen kann. Dieses Gesetz, in öffentlichen Transportmitteln oder Gebäuden eine Maske zu tragen, hat bestimmt schon vielen Arbeitskräften einige Nerven gekostet. Sie wollen einfach ihren Job machen und manche Menschen zeigen leider manchmal wenig Verständnis.

4. Francisco Pancho Villa während der mexikanischen Revolution

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Er war alles. Er war Freiheitskämpfer, Hollywoodstar, Volksheld, General, Gouverneur, Guerilla-Kommandant, Revolutionär und es gab ihn wirklich! Pancho Villa gilt bis heute als der mexikanische Robin Hood und wird gepriesen als jener, der die Diktatur gestürzt hat.

Wie der Roman-Nobelpreisträger Octavio Paz schreibt, die Revolution ist magisch. Sie ändert schlagartig die Lebensumstände, ermutigt die Menschen und lässt Hoffnungsfunken versprühen. Das Wort löst in uns Freiheitsbegierde auf, genau wie der Name Villa. Obwohl viele Revolutionäre bekannt werden durch blutrünstige Brutalität, schaffen sie es trotzdem, eine Legende zu werden. Pancho galoppiert im Gedächtnis der Mexikaner immer noch durch den Norden und lebt weiter in Songs und Balladen.

5. Der Vater künstlicher Intelligenz, Alan Turing

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Dieser Fotograf hat ein wahrhaftes Genie fotografiert, nämlich einen der einflussreichsten Theoretiker der Computergeschichte. Er hat einen großen Beitrag zu den Grundsätzen der heutigen Informatik geleistet, sodass Alan Mathison Turing bis heute für seine Mitwirkung geehrt wird.

Schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts hat erkannt, dass der Computer später das Leben vieler Menschen stark beeinflussen wird. Er gilt sogar als Begründer der täglichen Computernutzung.

Leider ist sein Tod mehr als tragisch. Er wurde aufgrund seiner Homosexualität, die damals noch eine Straftat war, zur chemischen Kastration verurteilt und einer Hormontherapie unterzogen. Turing hat die Behandlungen nicht ausgehalten und begann Suizid. Das britische Königshaus sprach sehr viel später eine königliche Begnadigung aus.

6. Booker T. Washington

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Booker Washington sagte einmal, der Erfolg eines Menschen kann nicht an der Position gemessen werden, die er im Leben erreicht hat. Der Erfolg kann nur daran festgemacht werden, welche Position er erreicht hat, unter den Umständen, in denen er lebt.

Washington selbst war ein wahrhaftes Beispiel dafür, dass jeder seine Ziele erreichen kann, wenn er nur genug kämpft. Leider ist er auch gleichzeitig ein Beispiel dafür, dass manche Menschen viel härter als andere kämpfen müssen. Er selbst kam auf einer Sklavenplantage auf die Welt, allerdings endet seine Biografie mit einem würdevollen Tod als Lehrer und Freiheitskämpfer. Booker hat sich gegen die systematische Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung eingesetzt.

7. Ein Pärchen auf der Rollschuhbahn

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Damals gab es natürlich kein Tinder, Instagram oder Facebook. Wer eine Beziehung wollte, musste sie schön in der Realität suchen. Der beste Ort dafür war damals die Rollschuhbahn, denn sie war optimal für das Kennenlernen von potenziellen Liebhabern. Außerdem war es bestimmt immer ein schönes Vergnügen, mit diesen Rollschuhen zu tanzen und Spaß zu haben.

Das Pärchen auf dem Bild ist mit Sicherheit verliebt und genießt den Moment. Außerdem ist der Tanzsaal sehr schlicht gehalten, wenn man ihn mit den heutigen Veranstaltungen vergleichen sollte. Keine teuren Verzierungen oder übermäßig viele Ballons. Einfach nur Rollschuhe und Strohstühle haben damals wohl gereicht, um sich zu verlieben.

8. Der Vertrag von Versailles 1919

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Der Friedensvertrag von Versailles ist wohl einer der meist kritisierten oder diskutierten Verträge, deren Aktualität bis heute nicht verschwunden ist. Er wurde unterschrieben im Schloss von Versailles von den Alliierten und den assoziierten Mächten.

Dieses Foto hält deswegen einen aussagekräftigen, überzeugenden und historischen Moment fest. Der Krieg hat mit dem Vertrag offiziell aufgehört und Deutschland wurde für den Ausbruch verantwortlich gemacht. Das deutsche Reich musste die Reparaturschäden übernehmen und einiges an Rohstoffen abgeben. Dazu gehörte ein hoher prozentualer Anteil von dem Eisenerzvorkommen, der Steinkohleförderung und ein Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Es war kein Repräsentant für Deutschland bei der Versammlung mit dabei.

9. Martin Luther King in Los Angeles in 1963

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Auf diesem Bild sehen wir mehrere Menschen, über die es sich lohnt, Informationen zu geben. Allerdings ist der hauptsächliche Gast auf diesem Foto Martin Luther King, denn er wurde extra nach Los Angeles eingeladen, um eine Rede für die Revolutionierung der Bürgerrechte zu halten.

Martin Luther war in vielen Hinsichten eine mehr als nur starke Persönlichkeit, unter anderem auch wegen seiner rhetorischen Künste. Seine Rede, die er beim Marsch auf Washington gehalten hat, sorgte für weltweites Aufsehen. Allerdings ist hier ein beeindruckender Fakt, der oft ausgelassen wird. Luther hat während seiner Rede sein Blatt weggelegt und angefangen, frei zu reden, direkt aus seinem Herzen.

10. Eine Gruppe von Pfadfindern in Chicago, 1942

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Dieses Foto ist einfach nur atemberaubend. Während einem bei dem Wort amerikanische Pfadfinder eher weiße kleine Jungen einfallen, sehen wir hier das genau Gegenteil. Diese Pfadfinder haben sich hier in einem Gemeinschaftszentrum in Chicago zusammengefunden.

Der Vorstand der BSA Wes Coleman erklärte schon damals, dass Pfadfinder-Gemeinschaften jeden aufnehmen müssen, egal zu welcher Ethnizität, Nationalität und Religion er angehört. Die Hautfarbe darf ebenfalls kein Privileg sein, denn genau das Gegenteil von Separierung und Stigmatisierung soll hier gelernt werden. Pfadfinder leben zusammen und lernen, wie eine Gemeinschaft funktioniert, wie man rücksichtsvoll lebt und dass man von einem Gefüge mit verschiedenen Menschen profitieren kann. Pfadfinder sind füreinander und nicht gegeneinander.

11. Freiwillige Fahrerinnen für das amerikanische rote Kreuz

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1917 war ein Jahr, in dem sich der Krieg verschärft hat. Die Männer waren größtenteils an der Front und es wurden überall Helfer benötigt. Die Lieferung von Essen an die Front, die medizinische Versorgung, die Pflege und natürlich das Fahren der Krankenwagen.

Auf diesem Bild findet man eigentlich ein eher ungewöhnliches Bild für die damaligen Verhältnisse. Natürlich ist der Krieg jedoch ein Ausnahmezustand und Frauen, die über einen Führerschein verfügen, wurden eingestellt, um die Krankenwagen zu fahren. Während die meisten Hausfrauen keine Zeit dafür aufbringen konnten, konnten die wohlhabenden Frauen ihre Zeit für diesen guten Zweck investieren. Sie haben somit dem amerikanischen roten Kreuz gedient und sind in die Geschichte eingegangen.

Quellen

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