Kultur

Das antike Griechenland: 11 unglaubliche Wahrheiten!

Das antike Griechenland: 11 unglaubliche Wahrheiten!

Griechenland gilt nicht nur als Geburtsort der Demokratie. Die großen Philosophen wie Sokrates, Platon und viele andere hatten ihre Heimat im Land der Hellenen. Die griechische Mythologie erzählt vom Olymp und von Göttern sowie Helden wie Odysseus mit seinen Abenteuern im Trojanischen Krieg.

Wer würde bei diesem Hintergrund vermuten, dass das alltägliche Leben im Griechenland der Antike in vielen Bereichen ganz anders aussah, als es auf den ersten Blick scheint? Skurrile, unglaubliche Aktionen und Handlungen waren an der Tagesordnung. Sie werden erstaunt sein, was bei den schon damals als hochzivilisiert geltenden Griechen alles als normal galt. Aber lesen Sie selbst!

1. Hygiene und Schönheit der Frauen

Das antike Griechenland: 11 unglaubliche Wahrheiten!

Griechen der Antike galten als schöne und körperbewusste Menschen. Allerdings war es mit der Hygiene bei Frauen zu diesem Zeitpunkt nicht weit her. Das lag jedoch eher an den Männern, die das weibliche Geschlecht nicht besonders achteten. Und in diesem Zusammenhang auch niemals über Hygienemaßnahmen nachdachten.

Lediglich vor Krankheit sollten die Frauen geschützt werden. Wahrscheinlich um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Und was empfahlen die Herren der Schöpfung? Die Einnahme von Dung oder schlichtweg Mist. Dazu sollten die Damen viel Wasser trinken, was im Hinblick auf das Schlucken von Kot wohl unverzichtbar war. Aber der Dung wurde noch in einem anderen Bereich eingesetzt. Tierkot galt als wirksames Mittel zur Hautpflege.

2. Krieger in Sparta und griechisches Feuer

Das antike Griechenland: 11 unglaubliche Wahrheiten!

Entgegen der weitverbreiteten, oft verklärten Meinung, war es nicht immer leicht, in Sparta geboren worden zu sein. Weder für Frauen, die gar keine Rechte besaßen, noch für kleine Jungen, die schon im Alter von sieben Jahren ihr Elternhaus verlassen mussten und danach mit militärischem Drill erzogen wurden.

Innerhalb der Kriegsführung waren die Griechen der Antike besonders erfindungsreich. So entwickelten sie auch das bis heute bekannte griechische Feuer, das sich zur Verwunderung der Feinde mit Wasser nicht löschen ließ. Heute geht man davon aus, dass es sich dabei um eine bestimmte Substanz aus Erdöl gehandelt haben muss. Die genaue Zusammensetzung des Brandstoffs galt damals als Staatsgeheimnis.

3. Ärzte und ihre Methoden

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Werden heute die unterschiedlichsten medizinischen Gerätschaften genutzt, um bei Krankheiten die richtige Diagnose stellen zu können, hatten die Ärzte der griechischen Antike andere Möglichkeiten. Sie nahmen jede Art von Körperflüssigkeit ihrer Patienten oral ein. Dies basierte auf der Vermutung, dass alles einen bestimmten Geschmack habe. Näher hierauf einzugehen erübrigt sich.

Der Arzt Hippokrates allerdings gilt als Begründer der modernen Medizin. Er ging davon aus, dass die Gesundheit des Menschen eng mit den jeweiligen Lebensumständen verbunden ist. Schon damals sah er die Ernährung als wichtigen Faktor eines funktionierenden Körpers an. Ihm war damals schon bewusst, dass die Umweltbedingungen, in denen jemand lebt, die Gesundheit stark beeinflussen können.

4. Nackte Tatsachen im alten Griechenland

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Dem Körperkult wurde im antiken Griechenland hohe Bedeutung zugemessen. Das lässt sich heute noch an der Schönheit so mancher alten Sportlerstatue erkennen. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum diese Athleten meist nackt dargestellt werden?

Dies hat mehrere Gründe: Im Griechenland der Antike wurden sportliche Betätigungen komplett unbekleidet ausgeführt. Allerdings lediglich von Männern. Frauen war es nicht erlaubt, nackt zu trainieren. Außerdem gingen die Griechen damals generell sehr locker mit der Nacktheit um. Sie nahmen an, dass in einem schönen, durchtrainierten Körper auch ein schöner Geist steckt.

Glücklicherweise sind die Zeiten des Nackttrainings vorbei. In unseren Fitnessstudios geht es heute eher gesittet zu.

5. Schweiß gegen Schmerzen

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Die alten Griechen waren der festen Überzeugung, dass der Schweiß eines berühmten Athleten gegen körperliche Schmerzen wirke. Er galt als pures Luxusgut. Ein hervorragendes Geschäft für die olympischen Sportler. Sie ließen das kostbare Nass sammeln und verkauften es. Wie hoch der Preis war, ist nicht überliefert.

Auch hier zeigt sich einmal mehr, welche Merkwürdigkeiten das antike Griechenland zu bieten hatte. Wird heute mit allen Mitteln versucht, Schweißgeruch zu unterbinden und entsprechende Flecken auf der Kleidung zu vermeiden, war es damals genau umgekehrt.

Ob der teure Schweiß tatsächlich gegen Schmerzen half, sei einmal dahingestellt. Ganz abwegig ist es nicht, der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

6. Nur Stärke zählt

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Im antiken Griechenland stand Stärke an erster Stelle. Auch die Fähigkeit, sich in einer rauen Umwelt zurechtzufinden, war überlebenswichtig. Bereits Babys mussten sich kurz nach der Geburt auf diese Eigenschaften hin testen lassen. Und das nicht immer auf einfühlsame Weise. Nur die stärksten konnten überleben.

Besonders schlimm war es für Mädchen. Denn sie und Frauen generell hatten in der Antike kein sehr hohes Ansehen. Das weibliche Geschlecht besaß nicht viele Rechte. Allerdings waren hier Unterschiede zu verzeichnen. In Athen waren die Frauen so gut wie rechtlos, in Sparta dagegen hatten sie wenigstens einige Privilegien. Generell aber hatten die Männer das Sagen.

7. Angst vor den Untoten

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Man glaubt es kaum, aber bereits im alten Griechenland fürchteten sich die Menschen vor Zombies. Sie lebten in ständiger Angst vor den gruseligen Untoten. Um zu verhindern, dass Tote wieder aus ihren Gräbern auferstehen, beschwerten die alten Griechen die Leichen mit Steinen. So waren sie ihrer Meinung nach sicher, die Untoten besiegt zu haben.

Aber das war nicht die einzige Vorkehrung. Sie hackten ihnen auch die Gliedmaßen ab. Eine schreckliche Vorstellung, aber damals an der Tagesordnung. Die Griechen brauchten keine Horrorfilme, die uns heute schaudern lassen. Der Horror fand allein in ihren Köpfen statt. Und nur da trieben Zombies ihr Unwesen.

8. Die Kleidung der Armen

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Bekleidung aus Wolle war im antiken Griechenland ein sicheres Zeichen für Armut. Kein Angehöriger der besseren Gesellschaft hätte sie freiwillig getragen. Schließlich waren die Kleidungsstücke kratzig, viel zu warm für die Gegend und vor allem ein Nährboden für Ungeziefer. Regelmäßiges Waschen der Kleidung war damals nicht angesagt.

Wohlhabende Griechen hüllten sich in Leinen. Dies war vor allem mit Sicht auf das Klima der beste Stoff. Aus alten Überlieferungen ist bekannt, dass die Bekleidung damals eher dem Zweck als der Mode diente. Und so sahen die alten Griechen in ihren weißen Gewändern so ziemlich alle gleich aus. Auch waren die Teile unisex. Männer und Frauen konnten sie gleichermaßen tragen.

9. Glatte Haut gefragt

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Das Schönheitsideal im antiken Griechenland setzte eine glatte, haarlose Haut voraus. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine Rasierer. Die Griechen mussten sich etwas einfallen lassen, um die unerwünschten Haare zu entfernen.

Das Zupfen der Haare gehörte daher zum Alltag. Und auch das Abbrennen, das mit Sicherheit nicht immer schmerzlos über die Bühne ging. Aber heute wie damals: Was tut man nicht alles für die Schönheit! Und auch in der Antike wollte jeder dem gängigen Schönheitsbild entsprechen.

Die Ansicht, was als schön gilt und was nicht, hat sich im Laufe der Zeit immer mal wieder verändert. Eine weiche, glatte Haut jedoch war stets gefragt.

10. Keine Rose für dich…

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Die Liebe unter Männern war im antiken Griechenland üblich. Handelte es sich um Beziehungen zwischen gleichaltrigen Partnern, war dies zwar akzeptiert, aber eher nicht gewünscht. Die sogenannte Knabenliebe aber wurde meist noch gefördert. Hierbei ging es um die Liebe eines älteren Mannes zu einem Jüngling.

Das Kuriose dabei ist allerdings, dass es damals, nicht wie heute üblich, eine Rose war, die man dem Angebeteten überreichte. Nein, es war ein Hahn! Vielleicht hängt dies mit den weitverbreiteten Hahnenkämpfen im alten Athen jener Zeit zusammen. Einen starken Hahn zu besitzen konnte zu Wohlstand und Anerkennung führen. Ob Rose oder Hahn: Hauptsache ein Zeichen der Zuneigung.

11. Öffentliche Bäder als Treffpunkte

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Die öffentlichen Bäder im Griechenland der Antike waren alles andere als probate Hilfen zur Körperreinigung. Obwohl sie als solche angesehen wurden. Hier traf man sich, um mit anderen Menschen zu diskutieren und Meinungen auszutauschen. Männer und Frauen hatten getrennte Bäder.

Hygienische Aspekte wurden dabei eher vernachlässigt, obwohl man sich hier durchaus auch wusch. Stundenlang saß man aber dabei dicht an dicht im Wasser, was der Sauberkeit nicht zuträglich war. Zudem war es üblich, während des Badens Speisen zu sich zu nehmen. Baden, wie wir es heute kennen, hat wenig damit zu tun. Die alten Griechen sahen den Vorgang als gesellschaftliches Ereignis an.

Quellen

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