Kultur

Paris: Warum der „Canal Saint-Martin“ längst nicht mehr zur Genießer-Straße gehört

Paris: Warum der „Canal Saint-Martin“ längst nicht mehr zur Genießer-Straße gehört

Die meisten Flüsse auf dieser Welt existieren schon seit vielen Jahren, ob der Rhein ist, oder auch der Canal Saint-Martin in Paris. Dieser wurde im Jahr 1825 unter Napoleon für die Schifffahrt und eine bessere Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sehr clever, durchaus künstlich angelegt. Nachdem die letzten Reinigungsarbeiten des Kanals im Jahr 2001 durchgeführt worden waren, musste der Kanal im Jahr 2016 zwingend gesäubert werden.

Hierfür war es notwendig das Wasser abzulassen. Die Befreiung des Abfalls und des hartnäckigen Schlamms in der Wasserstraße ist nötig, damit diese kontinuierlich und Gefahrenlos für den Güterverkehr genutzt werden kann. Neben „natürlichen“ Funden, wurden allerdings auch einige äußerst skurrile Gegenstände entdeckt. Wie können Menschen das nur tun? Sehen Sie selbst.

1. Drei Monate gegen die Müllhölle!

Paris: Warum der „Canal Saint-Martin“ längst nicht mehr zur Genießer-Straße gehört

Nur vor kurzem berichtete die britische Zeitung, dass das Unterfangen am Montag, den 4. Januar, starten. Drei Monate soll die Reinigung andauern. Die motivierten Arbeiter entdeckten im Laufe des städtischen „Projektes“ sowohl faszinierende als auch wirklich erschütternde Gegenstände, die sich die letzten Jahre im Wasser angesammelt hatten.

Des Weiteren offenbarte die Reinigungsaktion, welche immensen Ausmaße die Verschmutzung des Pariser Kanals in eineinhalb Jahrzehnten angenommen hatte. Wir zeigen Ihnen in dieser Fotoserie, welche Dinge bei den Arbeiten in der Wasserstraße zum Vorschein gekommen sind. Sie werden Ihren Augen nicht trauen. Wie können Menschen das nur tun? Sehen Sie die Empörung! Unglaublich!

2. Mithilfe wirtschaftlicher Beziehungen

Paris: Warum der „Canal Saint-Martin“ längst nicht mehr zur Genießer-Straße gehört

Dank des ausgebauten Systems an Wasserstraßen konnte Paris frühzeitig ihre wirtschaftlichen Beziehungen entwickeln. Der über vier Kilometer lange Kanal prägt seit über 200 Jahren das Stadtbild. Besonders im Sommer ist der Kanal bei den Franzosen und Urlauber sehr beliebt. Touristen entspannen am Ufer, während die Einheimischen ihren Feierabend genossen.

Der Hauptgrund der Arbeiten ist die Säuberung und die Sanierung der Wasserstraße. Hierfür ist es notwendig 90.000 Kubikmeter Flüssigkeit abzulassen. Die Kosten des Projektes werden auf rund 9,5 Millionen Euro geschätzt. Neben der Reinigung werden Wartungsarbeiten durchgeführt, Schleusen repariert und Brücken überprüft. Sehen wir uns die fleißigen Helfer genauer an. Hochachtungsvoll.

3. Was geschah mit den mehr als 4,5 Tonnen Fischen?

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Nachdem die Installation, die zur Trockenlegung des Kanals angebracht waren, kümmerten sich die Arbeiter um die Tiere im Wasser. Es war der Stadtverwaltung ein besonderes Anliegen, die Flora und Fauna im Kanal zu erhalten. Auf altmodische Weise wurden die Fische per Hand mit Keschern eingefangen und in Behältnissen aus der Vertiefung gebracht.

Mehr als 4,5 Tonnen lebendige Fische wurden in eine vorübergehende Unterbringung transportiert. Erst als alle Bewohner des Kanals in Sicherheit waren, konnte der Fluss vollständig trockengelegt werden. Die Arbeiter kümmerten sich liebevoll um die Lebewesen. Zudem wurde auf den Gesundheitszustand der Tiere geachtet, bevor diese in ein Zwischenlager verfrachtet wurden.

4. „Wie aus einer anderen Zeit“

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Nun, es handelte sich um Lebewesen, die es nicht aus eigener Kraft geschafft hatten, beim sinkenden Wasserspiegel in die Seine überzugehen. Die Fische wurden gewogen, identifiziert und gezählt. Zudem gab es einen besonderen Fund im Pariser Kanal. Ein Karpfen, der eingefangen wurden, wog 20 Kilogramm!

Während das verschmutzte Wasser ablief, kamen andere Gegenstände zum Vorschein, welche Sie auf den nächsten Bildern sehen. Diese Möwen kreisten um das Gewässer. Als das Wasser komplett verschwunden und der Kanal entleert war, konnte mit der Erkundung aller Funde, die so lange verborgen lagen, begonnen werden. Die Fundstücke waren wie von einer anderen Zeit.

5. Absperrung gefährlicher Stellen

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Es wurden einige Gegenstände gefunden, die eigentlich auf Baustellen genutzt werden. Außerdem war es nicht selten, dass Jugendliche beobachtet wurden, die bei durchzechten Nacht das ein oder andere Baustellenschild transportiert hatten. Einige von ihnen warfen die Gegenstände in das Gewässer des Canal Saint-Martin.

Auf diesem Bild sehen Sie einige Gegenstände die im Wasser definitiv nichts zu suchen haben! Die Fundstücke sind alle mit Schlamm versehen. Gefährliche Stellen bei Straßenarbeiten wurden völlig abgesperrt. Vermutlich war es nicht der einzige Kegel, der in den letzten Jahren seinen Weg in den Kanal gefunden hatte. Das nächste Bild ist kein Irrtum! Hoffentlich gehts dem Kind gut.

6. Handelte es sich um einen Unfall?

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Die Arbeiter fanden außerdem diesen verschlammten Kinderwagen. In Anbetracht seines verrotteten Zustandes scheint er schon relativ lange im Wasserkanal zu verweilen. Fragen Sie sich auch gerade, wie ist der Kinderwagen überhaupt in dem Gewässer gelandet? War es ein Unfall? Oder sogar Absicht?

Zudem wurde zahlreiche Bürogegenstände gefunden. Hat ein Mann oder eine Frau diesen Stuhl einfach auf die Brücke getragen und vor allen Leuten in den Fluss geworfen hat? Vielleicht haben die Mitarbeiter eines Büros eines schönen Sommerabends auch einfach beschlossen, ihren Feierabend ans Ufer des Kanals verlegt? Wir können Ihnen diese Fragen leider nicht beantworten. Sind Sie gerade auch so entsetzt?

7. Die Entscheidung einer schnelleren Methode

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Wer in Paris kein eigenes Fahrrad besitzt, kann sich ein „Velo“ ausleihen. Allerdings gibt es einen Haken an der Sache: Sie brauchen einen freien Platz an einer der Parkstationen, um das Fahrrad wieder abzustellen. Der Mieter dieses Rads hat wohl keinen Parkplatz direkt vor seinem Haus entdecken können und sich deshalb für eine schnellere Methode entschieden.

Sie müssen wissen: Dass beim Verschwinden des entliehenen Fahrrads die beim Eigentümer hinterlegte Kaution fällig wird, hat der Fahrraddieb wahrscheinlich nicht bedacht. Es wäre also für den Betroffenen definitiv preiswerter gewesen, den kurzen Spaziergang zur nächsten Fahrradstation in Kauf genommen zu haben. Was sehen Sie auf dem nächsten Bild?

8. Die Klage der Umweltbeauftragten

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Insgesamt konnte eine große Menge an Scootern aus dem Wasser befreit werden. Was schätzen Sie, wie viele „evakuiert“ wurden? Bedenken Sie, dass der Kanal zuletzt vor 15 Jahren gereinigt wurde und im Jahr 2001 einige Scooter aus dem Schlamm gezogen wurden. Madame Célia Blauel, die Beauftragte für Umwelt und Kanäle im Pariser Rathaus, klagte: „Der Pariser Kanal, gleiche einer Müllhalde.“

Es ist sehr überraschend, dass ein großer Teil der geborgenen Gegenstände Mietfahrräder sind, die normalerweise immer zeitnah zurückgegeben werden müssen. Neben einer großen Menge privater Fahrräder wurden genau 98 Räder, die in Paris zur Selbstbedienung zur Verfügung stehen, gefunden.

9. Ein enormer Gestank

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Neben einem Regal eines bekannten schwedischen Möbelhauses, wurden zahlreiche Tische in der Schlammschicht entdeckt. Wie können Menschen sowas tun? Würden Sie ungewollte Dinge einfach in das Wasser werfen? Wenn Sie diese Müllhalde sehen, was für Ideen kommen Ihnen in den Sinn – wenn Sie an „versunkene Tische“ denken?

Außerdem wurden neben einer Einkaufstüte und einem Stuhl auch ein Lattenrost gefunden. Alles Dinge, die direkt aus einem Möbelhaus stammen könnten. Die Vermutung liegt nahe, dass Möbelstücke, die bei einem Umzug kaputtgegangen sind, nicht zu einer Entsorgungsstation gebracht wurden, sondern eine bequemere und zügigere Möglichkeit zur Entfernung der beschädigten Objekte gewählt wurde. Wir schütteln den Kopf.

10. Die Erörterung des „Schreckens“

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Bisher handelte es sich überwiegend um kleinere Gegenstände. Aber Jahr für Jahr werden die Gegenstände kurioser. Es handelt sich um keinen Einzelfall, dass sogar Motorräder hier ihr Ende fanden. Wir Menschen haben es doch selbst in der Hand, uns um beschädigte Gegenstände zu kümmern.

Die Anwohner des Kanals sind schockiert über die Menge an Müll, die ans Licht getreten war. Ein Franzose erörterte das Schrecken wie folgt: „Ich kann nicht glauben, wie viele Mietfahrräder da drin sind. Ich schätze, sie wurden gestohlen und danach weggeworfen. Es ist seltsam. Die vielen Tonnen Schlamm wurden mithilfe von Baggern und Traktoren aus dem Kanal entfernt, bevor die Schleusen wieder geöffnet wurden.

11. Warum wir die Augen verschließen?

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Diese Aufnahmen laufen uns eiskalt über den Rücken: Anscheinend ist für den Menschen jeder Schritt zur Qual geworden. Möchten Sie sich die Welt vorstellen, wie sie unsere Kinder und nächsten Generationen vorfinden werden, wenn wir weiterhin derartige Müllhalden auf der Erde verursachen?

Es muss dringend etwas gegen dieses Ausmaß unternommen werden. Der Müll in den Gewässern häuft sich an. Wie kann diese Umweltproblematik gelöst werden? Der Canal Saint-Martin in Paris ist einer von vielen Orten, an denen sich ein Gewässer mit Abfällen füllt. Wie lange werden wir noch die Augen verschließen und unseren Müll richtig recyceln? Sehen Sie sich das nächste Bild an. Ist es so nicht „besser“?

12. Warum tun wir Menschen das?

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Ihnen ist es sicher nicht entgangen, dass aufgrund der Umweltverschmutzung mehr als eine Million Seevögel und mehr als Hunderttausend Meerestiere sterben – innerhalb von 365 Tagen! 1,5 Millionen Tiere sterben durch Plastik. Dennoch werden jährlich 89 Milliarden Plastikflaschen verkauft sowie eine Milliarde nicht recycelbare Strohhalme weggeworfen.

Die Umwelt wird krank – und somit der Mensch. Also waren tu wir uns das an? Auch durch den Wasserhahn werden die Kleinstpartikel aus dem Plastik in unseren Gläsern gelagert. Längst befindet sich der Schadstoff in unserem Organismus. Es ist längst an der Zeit, seine eigenen Handlungen zu überdenken. Müll gehört in den Mülleimer. Punkt!

13. Erschreckende Bilder der „Sommerhölle“

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Alle paar Jahre muss die Pariser Wasserstraße, der „Canal Saint-Martin“ zur Reinigung geleert werden. Dabei werden neben viel Schlamm und Abfällen unfassbar kuriose Dinge, entdeckt. 9,5 Millionen Euro kostet die Reinigung des Pariser Kanals. Jedes Jahr aufs Neueste zeigt sich, dass der Kanal als Abfalldeponie missbraucht wird. Die erschreckenden Bilder haben Sie bereits gesehen.

Alle 15 Jahre muss der Canal Saint-Martin „Wasser lassen“. Was dabei ans Tageslicht kommt, macht sehr deutlich, warum der Kanal gesäubert werden muss. Hoffen wir, dass die Straße der „Genießer“ Jahrzehntelang wohlerhalten bleibt. Wenn jeder über sein Verhalten nachdenkt, müsste es doch eigentlich gehen, oder nicht? Was meinen Sie, lieber Leser, liebe Leserin?

Quellen

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