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7 traumhafte Inseln im Atlantik, die kaum jemand kennt

7 traumhafte Inseln im Atlantik, die kaum jemand kennt

Porto Santo, die kleine Schwester von Madeira, bietet unter anderem einen neun Kilometer langen SandstrandFoto: Getty Images

Na klar, Teneriffa oder Gran Canaria kennt jedes Kind. Aber haben Sie auch schon einmal etwas von der  Île de Bréhat gehört? Von St. Kilda? Oder von Porto Santo? All diese Eilande haben eines gemeinsam – sie liegen im Atlantischen Ozean. Doch während einige wahre Touristenmagneten sind, sind andere so unbekannt, dass es hier mehr Tiere als Menschen gibt. TRAVELBOOK zeigt sieben unbekannte Inseln im Atlantik.

7 Inseln im Atlantik, die kaum jemand kennt

 Île de Bréhat

Fast könnte man das kleine Eiland an der Côtes-d’Armor übersehen. Keine 15 Fährminuten vor der Nordküste der Bretagne erhebt sich die Île de Bréhat wie ein Juwel aus dem Atlantik. Der Golfstrom beschert ihr ein besonderes Mikroklima mit milden Wintern. Hier blühen Hortensien, Mimosen und Schmucklilien farbenfroh um die Wette. „Insel der Blumen“ wird das Eiland daher genannt. Insbesondere der Süden duftet und grünt, während die Nordinsel vor allem durch den hier typischen, rosafarbenen Granitfelsen geprägt ist. Dauerhaft leben nur etwa 400 Menschen auf der Île de Bréhat. Zum Glück warten dennoch einige charmante Ferienunterkünfte auf Erholungssuchende. Gratis dazu gibt es neben Sonne, Meer und Naturschönheiten vor allem eines: Ruhe. Autos sind verboten.

7 traumhafte Inseln im Atlantik, die kaum jemand kennt

Die Île de Bréhat in der Bretagne wird auch als Insel der Blumen bezeichnetFoto: dpa picture Alliance

Porto Santo

Dieses kleine Juwel ist die Nachbarinsel von Madeira und bietet unter anderem einen 9 Kilometer langen Sandstrand. Mit dem Flugzeug nur 20 Minuten, mit der Fähre zwei bis drei Stunden von der großen Schwester entfernt, eignet sich Porto Santo perfekt für einen Tagesausflug. Auf der Insel hat auch Christoph Kolumbus einige Jahre gelebt haben, er war mit der Tochter des Inselgouverneurs verheiratet. Das Haus, in dem der Seefahrer gewohnt haben soll, ist heute ein Museum.

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Eine traumhfate Insel im Atlantik: Porto Santo ist die „kleine Schwester“ von MadeiraFoto: Getty Images

Foula

Nur etwa 30 Menschen leben hier auf der „Vogelinsel“, wie Foula aus der Wikingersprache übersetzt heißt. Sie ist Teil der zu England gehörenden Shetland-Inseln, wo schon vor 3000 Jahren Menschen lebten. Foula besticht durch seine spektakulären Klippen und seine fünf „Berge“, laut der Tourismusseite „Shetland“ sorgen hier im Sommer unzählige Wildblumen für ein beeindruckendes Farbenspiel. Der Name Vogelinsel kommt übrigens nicht von ungefähr: Auf Foula gibt es die weltweit größte Kolonie Großer Raubmöwen. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Menschen auf Foula auch heute noch nach dem Julianischen Kalender leben – Weihnachten fällt hier auf den 6. Januar, Neujahr dementsprechend auf den 13.

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Insel-Idylle auf Foula.Foto: Getty Images

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Santa Maria

Über rund 600 Kilometer erstreckt sich der Azoren-Archipel mit neun Inseln vulkanischen Ursprungs mitten im Atlantik. Jedes einzelne der portugiesischen Eilande trägt seinen ureigenen Charakter. Die meisten Urlauber führt es zunächst nach Ponta Delgada auf die facettenreiche Hauptinsel São Miguel. Von hier aus lässt sich die Inselgruppe perfekt erkunden. Im äußersten Südosten sticht Santa Maria heraus, die geologisch älteste aller Azorenperlen. Die Insel verwöhnt ihre Besucher mit dem trockensten Klima, lädt an goldenen Sandstränden zum Bad im Atlantik ein – und Taucher in ein spannendes Unterwasserrevier. Besonders schön sind die Strände in der Baia de São Lourenço im Nordosten sowie der beliebte Praia Formosa im Süden. Wer lieber trockenen Fußes unterwegs ist, schnürt seine Wanderstiefel und macht sich auf zur 80 Kilometer langen Inselumrundung. Die Rundroute gilt als längster Wanderweg der Azoren.

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Die Azoren liegen ein gutes Stück vom europäischen Festland entfernt – die Inselgruppe gehört zu PortugalFoto: Turismo dos Açores/dpa-tmn

St. Kilda

Diese zu Schottland gehörende kleine Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und bis auf die Hauptinsel Hirta unbewohnt. Dabei lebten hier bereits vor etwa 6000 Jahren Menschen, deren Nachfahren aber von 1852 bis 1930 in verschiedenen Wellen alle die Inseln verließen.

Obwohl nicht permanent bewohnt, ist laut der Webseite „St. Kilda“ dennoch immer jemand auf der Hauptinsel Hirta: Forscher, ein Team des National Trust for Scotland, der sich für die Bewahrung des Natur- und Kulturerbees Schottlands einsetzt, und Mitarbeiter auf dem fast nur noch zivil genutzten Militärstützpunkt. Interessierte können die Insel übrigens besuchen.

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Blick auf die Bucht von Hirta, die größte Insel des St.-Kilda-Archipels.Foto: Getty Images

Vestmannaeyjar

Und noch eine weitere dieser Inseln im Atlantik, die kaum jemand kennt. Das Leben auf Heimaey, der Hauptinsel des Westmänner-Archipels, gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Unvergessen ist älteren Bewohnern das Jahr 1973, in dem der Vulkan Eldfell ausbrach. Über ein halbes Jahr lang spuckte er so viel Lava, dass er nicht nur 417 Häuser unter sich begrub, sondern die Insel am Ende um zwei Quadratkilometer vergrößerte. Ein leicht mulmiges Gefühl kommt auch heute noch auf, während man den 200 Meter hohen Krater erwandert. Doch die wunderbare Rundumsicht bis hinüber zum legendären Eyjafjallajökull auf dem Festland, der 2010 den Flugverkehr in Teilen Europas lahmlegte, lohnt sich. Und bietet seltene Fotomotive.

Wer den niedlichen Papageitauchern auf der Spur ist, wandert zur Halbinsel Stórhöfdi. An grünen Hängen verbergen sich die zahllosen Höhlen der weltweit größten Papageitaucher-Kolonie. Weitere Tipps für Heimaey: der Besuch des Eldheimar Vulkanmuseums, eine Bootstour rund um die Insel und der Besuch des jüngst fertiggestellten Beluga Whale Sanctuarys.

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Vulkan Eldfell auf den Westmännerinseln – der Krater ist 200 Meter hoch und kann erwandert werdenFoto: Dörte Nohrden/dpa-tmn

Unst

Einmal auf den entlegenen Shetland-Inseln angelandet, ist der Weg in den äußersten Norden nicht mehr weit. Zwei weitere Fährfahrten – und man steht auf Unst. Es ist die nördlichste der 16 bewohnten Eilande des zerklüfteten Archipels, geformt aus über 100 Inseln. Als seien die Shetlands an sich nicht schon spektakulär genug – Unst legt noch eine Schippe drauf. So rau, so leer, so wild und windumtost ist es hier. Die Klippenwanderung auf der nordwestlichen Landzunge Hermaness zählt zu den Highlights. Von hier fällt der Blick auf die kleine Felseninsel Muckle Flugga, deren weißer Leuchtturm stark und stolz das nördlichste Fleckchen Großbritanniens markiert.

Und abends? Da geht es natürlich – ganz britisch – in den Pub. Das „Baltasound Hotel“ etwa lädt zu Dinner und Drinks. Die angegliederten Gästeholzhütten versprechen anschließend eine besonders gemütliche Nachtruhe. Sie liegen direkt am Meer – auf 60 Grad Nord.

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Unterwegs auf der nördlichsten der Shetlandinseln: Grün und saftig wächst das Gras auf Landzunge Hermaness auf UnstFoto: Dörte Nohrden/dpa-tmn

Die Inseln auf der Karte:

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