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Das Département Moselle in Frankreich ist jetzt Virusvarianten-Gebiet

Das Département Moselle in Frankreich ist jetzt Virusvarianten-Gebiet

Das französische Département Moselle an der deutschen Grenze gilt als Virusvarianten-Gebiet – Einreisen nach Deutschland werden in der Folge erschwertFoto: Getty Images

Das französische Département Moselle gilt ab dem 2. März 2021, 0 Uhr, als Virusvarianten-Gebiet, heißt es seitens des Robert-Koch-Instituts (RKI). Diese Entscheidung folgte auf ein verstärktes Auftreten von Corona-Varianten in dem, an das Saarland und Rheinland-Pfalz angrenzenden, französischen Gebiet in der Region Grand Est in den letzten Wochen. Die südafrikanische Mutation soll hier laut dem „Spiegel“ in 60 Prozent der positiven Corona-Fälle gefunden worden sein.

Mit der Einstufung als Virusvarianten-Gebiet fällt Moselle unter das Beförderungsverbot vom 29. Januar 2021, das aktuell noch bis zum 3. März 2021 gilt. Darunter fällt jeglicher grenzüberschreitender Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr für Personen nach Deutschland mit wenigen Ausnahmen. So soll etwa der Warenverkehr nicht beeinträchtigt werden. Das Beförderungsverbot gilt auch nicht für deutsche Staatsangehörige und Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland. Mit Änderungen und Einschränkungen bei den Reiseverbindungen müssen Reisende allerdings rechnen.

Die Corona-Lage in Frankreich

Die Corona-Lage in Frankreich bleibt insgesamt weiterhin angespannt. Aktuell gibt es in dem Land 19.952 neue Coronafälle. Damit liegt die Zahl der Corona-Infektionen in Frankreich seit Beginn der Pandemie bei knapp 3,78 Millionen. 86.576 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. (Stand: 28. Februar 2021)

Frankreich überschreitet die Zahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage und wird deshalb als Risikogebiet eingestuft. Ausnahmen sind die Überseegebiete Guadeloupe, Martinique und Französisch-Polynesien. Das Auswärtige Amt warnt wegen hoher Infektionszahlen vor allen nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Frankreich sowie dessen Überseegebiete Französisch-Guayana, St. Martin, Mayotte, Réunion und Saint-Barthélemy.

Dürfen Deutsche nach Frankreich einreisen?

Ja, Deutsche sowie Einreisende aus allen EU-Staaten, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz und dem Vatikanstaat dürfen weiterhin nach Frankreich einreisen. Sie müssen an den französischen Grenzen aber bis mindestens Ende April 2021 mit Kontrollen rechnen. Voraussetzung zur Einreise ist ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden vor Reisebeginn durchgeführt wurde. Reisende, die per Flugzeug oder Schiff kommen, müssen außerdem erklären, dass sie keine Symptome für eine Coronainfektion haben. Zug- und Flugreisen zwischen Deutschland und Frankreich sind weiterhin möglich, das Angebot ist jedoch stark eingeschränkt. Einreisende aus anderen Ländern müssen zwingende persönliche oder familiäre, dringende gesundheitliche oder unaufschiebbare berufliche Gründe vorlegen. Einreisende aus Nicht-EU-Staaten und den Überseegebieten sind neben der Testpflicht auch zu einer siebentägigen Quarantäne verpflichtet.

Ohne Test einreisen dürfen Menschen, die weniger als 24 Stunden in Frankreich bleiben wollen oder deren Wohnort maximal 30 Kilometer entfernt liegt – das gilt seit dem 1. März 2021 allerdings nicht mehr für Einreisen in das Département Moselle. Ausgenommen von der Testpflicht sind laut AA außerdem „beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und berufliche Reisen von im gewerblichen Straßenverkehr Tätigen.“

Worauf sich Reiserückkehrer aus Frankreich einstellen müssen

Wer ab dem 2. März 2021 aus dem Département Moselle nach Deutschland einreisen möchte, muss einen negativen Covid-19-Test in deutscher, französischer oder englischer Sprache vorlegen können. Der Test darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Ohne diese Nachweise dürfen Beförderer wie etwa Fluggesellschaften Personen über sechs Jahren nicht mitnehmen. Neben der Testpflicht gilt bei Einreisen nach Deutschland generell die Pflicht, sich vorab online anzumelden sowie nach der Einreise umgehend in Quarantäne zu begeben.

Mehr zu den einzelnen Rückkehr-Regeln in den Bundesländern lesen Sie hier: Die Corona-Regelungen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Aktuelle Corona-Maßnahmen in Frankreich

Frankreich ist im Lockdown. In dem Land sind zurzeit alle Restaurants und Bars, Museen, Sporteinrichtungen, Konzerthäuser und ähnliche Veranstaltungsorte geschlossen. Außerdem besteht eine landesweite Ausgangssperre zwischen 18 und 6 Uhr. Wer dagegen verstößt und keinen triftigen Grund nachweisen kann, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 135 Euro rechnen. „Die Bescheinigungen können als Leerformular zum Ausdruck, online oder in der französischen Corona-App „Tous Anti Covid“ ausgefüllt werden“, heißt es beim Auswärtigen Amt. Regional kann es weitere Ausgangsbeschränkungen geben.

Außerdem besteht für alle ab elf Jahren im ganzen Land die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. In den meisten französischen Städten muss der Mund-Nasen-Schutz außerdem auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder Anlagen getragen werden, an denen viele Menschen zusammenkommen. So gilt etwa in Paris und den umliegenden Départements Seine-Saint-Denis, Hauts-de-Seine und Val-de-Marne sowie in Marseille, Toulouse und Straßburg im gesamten Stadtgebiet die Maskenpflicht. Die Masken müssen chirurgische Einwegmasken oder zertifizierte Stoffmasken sein, die mehr als 90 Prozent ausgeatmeter Partikel der Größe 3 Mikrometer filtern.

Quellen

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