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Der Friedhof der Luxus-Kreuzfahrtschiffe am Strand von Alang

Der Friedhof der Luxus-Kreuzfahrtschiffe am Strand von Alang

Der Friedhof der zu verschrottenden Kreuzfahrtschiffe von AlangFoto: Google Earth

In Alang kommt man aktuell kaum noch hinterher. Ein Luxus-Kreuzfahrtschiff nach dem anderen landet an dem indischen Strand. Zwei sind bereits im Januar 2021 angekommen, bis Ende des Monats erwartet man noch zwei weitere, wie es im „Indian Express“ heißt. Doch es handelt sich nicht um einen Zwischenstopp auf einer Kreuzfahrt, die trotz Corona stattfinden konnte. Sondern vielmehr um die Endstation der schwimmenden Giganten, die in der Pandemie nicht mehr gebraucht werden. Denn hier, in Alang, werden Kreuzfahrtschiffe aus der ganzen Welt verschrottet.

Der Friedhof der Luxus-Kreuzfahrtschiffe am Strand von Alang

Am Strand von Alang liegen über mehrere Kilometer verteilt die Überreste von Schiffen Foto: Getty Images

Alang ist einer der größten Abwrackhafen der Welt. Hierher werden etwa 40 bis 50 Prozent aller Schiffe weltweit, die nicht mehr gebraucht werden, gebracht. Der zehn Kilometer lange Strand von Alang ist für die Arbeit dank des besonders großen Unterschieds zwischen Ebbe und Flut, dem sogenannten Tidenhub, perfekt für das Abwracken der Schiffe geeignet. Die ehemaligen Kreuzfahrt-Giganten, die hier anlegen, werden teilweise innerhalb von nur acht Wochen vollständig auseinander gebaut, wie unter anderem der „Spiegel“ berichtet.

Corona führt zu Verschrottung der Kreuzfahrtschiffe

Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit einhergehenden Restriktionen haben die Kreuzfahrtbranche schwer getroffen, auch im Abwrackhafen von Aliaga in der Türkei liefen im vergangenen Jahr vermehrt Schiffe ein. Auch die vier Schiffe, die aktuell in Alang eingelaufen sind, sind durch die Coronapandemie „überflüssig“ geworden. Sie boten bislang jeweils tausenden Passagieren Platz.

Der Friedhof der Luxus-Kreuzfahrtschiffe am Strand von Alang

Die „Ocean Dream“ wird nun in Alang verschrottet – so sah sie einst aus Foto: Wikipedia / Stefan Grötsch

Unter den zu verschrottenden Luxus-Kreuzfahrtschiffen ist etwa die „Ocean Dream“, ein 1981 in Dänemark erbautes Schiff, das 1400 Passagieren in 670 Kabinen Platz bot und auf dem sich unter anderem ein Sport-Deck, Pools, Jacuzzies, Shops und ein Sonnendeck befand. Seit Beginn der Pandemie wurde es nicht mehr genutzt – und findet sein Ende nun am Strand von Alang.

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