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9 wichtige Do’s und Don’ts für den Chaos-Flugsommer 2022

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9 wichtige Do’s und Don’ts für den Chaos-Flugsommer 2022

Lieber mehr Zeit am Gate als den Flug verpassen: Reisende müssen diesen Sommer möglicherweise kreativ werden, um an Bord zu kommen. (Symbolfoto)

Do’s und Don’ts für den Chaos-Flugsommer 2022

Reisende sollten sich im Sommer auf Chaos und lange Wartezeiten an Flughäfen einstellen. Airlines wie Flughäfen klagen über Personalnot. Mit ein paar Tricks gelingt es aber, ohne Frust ans Ziel zu kommen. 

9 wichtige Do’s und Don’ts für den Chaos-Flugsommer 2022

Miriam Keilbach

Die Corona-Beschränkungen sind vielerorts aufgehoben, die Reiselust ist nach zweieinhalb Jahren Zwangspause riesig und dem perfekten Sommer steht eigentlich nichts mehr im Weg! Eigentlich – wäre da nicht der Personalabbau in der Tourismusbranche während Corona gewesen.

Nun hadern Betriebe in Gastronomie, Hotelerie und auch bei Reiseveranstaltern, Airlines und an Flughäfen damit, Mitarbeitende zu finden. Die Folge der Personalknappheit: lange Wartezeiten und Chaos an allen Ecken. So haben gar schon Reisende ihren Flug verpasst, obwohl sie Stunden vorher am Flughafen waren – weil es sich an der Sicherheitskontrolle staute. 

Damit dein Sommerurlaub möglichst ohne Frust und verpasste Flüge vonstattengeht, gibt es ein paar Tipps und Tricks, die du beachten kannst.

1. Do: Buche Fast Tracks an der Sicherheitskontrolle

In manchen Tarifen ist dieser Vorteil bereits enthalten: Fast Track, quasi die Überholspur an der Sicherheitskontrolle. Während andere lange anstehen und warten müssen, kannst du einfach an der Menge vorbei und über den Fast Track, manchmal auch Priority Lane oder Fast Lane genannt, zur Sicherheitskontrolle gelangen. 

Bei einigen Fluglinien können Reisende den Fast Track nicht explizit dazubuchen, sie müssen direkt bei der Flugbuchung den Tarif wählen, bei dem dieses Extra enthalten ist. Vor allem Billig-Airlines hingegen machen mit dem Verkauf von Priority-Lane-Zugängen noch einmal extra Geld, etwa Ryanair oder Norwegian. Außerdem bieten einige Flughäfen das Extra an.

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An vielen Flughäfen und bei vielen Airlines kann man für maximal 10 Euro einen Fast-Track-Zugang für die Sicherheitskontrolle kaufen.

Oft kostet die Nutzung der Fast Tracks zwischen 5 und 10 Euro – in diesem Sommer könnte das darüber entscheiden, ob Reisende es rechtzeitig ans Gate schaffen oder nicht. Derzeit wissen noch nicht allzu viele Menschen von den Fast Tracks, dementsprechend werden sie nicht so häufig gebucht. Das könnte sich nun aber ändern. 

Manko: Nicht alle Flughäfen bieten Fast Tracks an den Sicherheitskontrollen an. 

2. Do: Checke vorab online ein

Auf den meisten Flügen ist es inzwischen möglich, ab 24 Stunden vor Abflug online einzuchecken. Damit sparst du mitunter ordentlich Zeit – vor allem, wenn du kein Aufgabegepäck hast oder wenn die Airline einen sogenannten Baggage Drop anbietet, an dem du dein Gepäck über Maschinen aufgeben kannst.

Online-Check-in geht schnell über PC oder Smartphone. Die Boardkarte gibt es dann oft ebenfalls aufs Telefon. Damit hast du alle notwendigen Dokumente beisammen, etwa, wenn das Zielland noch den digitalen Impfnachweis fordert.

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Wer online eincheckt, kann den Boardingpass bequem auf dem Handy nutzen.

3. Do: Mit Handgepäck reisen oder Baggage-Drop-off nutzen

Auch wenn es derzeit vor allem an den Sicherheitskontrollen von Flughäfen zu langen Wartezeiten kommt, kannst du ein zweites Risiko umgehen, indem du dich nicht am Check-in-Schalter meldest. Wer online eingecheckt hat, muss nicht zwangsläufig an den Schalter – sofern Airline und Flughafen das erlauben.

Wer nur mit Handgepäck reist, hat seinen Boardingpass entweder selbst ausgedruckt bei sich, am Automaten ausgedruckt oder digital auf dem Handy dabei. Damit können Reisende auf direktem Weg zur Sicherheitskontrolle und von dort zum Gate. 

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Wer online eingecheckt hat, kann an vielen Flughäfen den schnelleren Weg über den Baggage-Drop-off gehen und muss nicht am Check-in-Schalter anstehen.

Wer Aufgabegepäck hat, sollte sich informieren, ob die Möglichkeit für den Baggage-Drop-off besteht. Dort bilden sich zwar oftmals auch Schlangen, es geht aber viel schneller als am Check-in-Schalter. An einem Automaten wird der Gepäcksticker ausgedruckt, den du nur noch an Koffer, Reisetasche oder Rucksack befestigen musst. Dann legst du dein Gepäck aufs Band und kannst weiter zur Sicherheitskontrolle gehen. 

4.Don’t: Mit sperrigem Gepäck reisen

Wer möglichst schnell zur Sicherheitskontrolle will, sollte beim Gepäck eine kluge Auswahl treffen. Sperrgepäck, wozu einigerorts auch Backpacker-Rucksäcke gehören (wegen der vielen Bändel), muss am Schalter aufgegeben werden und kann nicht über den Baggage-Drop-off verfrachtet werden. 

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5. Don’t: Chaos im Handgepäck

Für dich bringt es nur wenig Zeitersparnis, aber die Menschen hinter dir in der Schlange freuen sich, wenn du an der Sicherheitskontrolle nicht damit anfängst, dein Handgepäck auseinanderzunehmen.

Seit Jahren ist es verboten, Flüssigkeiten in Gefäßen mit mehr als 100 Milliliter zu transportieren. Außerdem müssen alle Flüssigkeiten in einen durchsichtigen und wiederverschließbaren Beutel, der ein Liter Fassungsvermögen hat, passen.  Zudem gilt: Kameras, Laptops und Tablet-Computer müssen für die Sicherheitskontrolle aus dem Handgepäck genommen werden. Jacke, Weste, Mütze, auffälligen Schmuck musst du ablegen und den Boardingpass bereithalten.

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Flüssigkeiten gehören seit 2006 in durchsichtige und wiederverschließbare Beutel.

All das kannst du mit klugem Packen bereits daheim organisieren. Die Flüssigkeiten sowie Dinge, die du herausnehmen musst, kommen nach oben ins Handgepäck, Jacke und Co. kannst du bereits auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle oder in der Schlange ausziehen.

Wenn du dann auch noch dem Sicherheitspersonal Folge leistest, wenn es Anweisungen gibt, benötigt die Sicherheitskontrolle deutlich weniger Zeit. 

6. Don’t: Sich nicht informieren

Spätestens seit Corona und den sich immer wieder ändernden Reiseregeln wissen wir: Informieren ist das A und O. Am Tag vor Abflug und am besten auch am Abend davor und am Morgen des Abflugs sollten Reisende auf der Website der Airline und des Flughafens schauen, ob besondere Vorkommnisse geplant sind, etwa Streiks.

Airlines geben zudem immer vor, wann Reisende am Flughafen eintreffen sollten – auch wenn es nervig ist, am Ende zwei Stunden am Gate rumzuhängen, ist es immer noch besser, als den Flug in den Sommerurlaub zu verpassen. 

7. Don’t: Corona unterschätzen

Während die Menschen reisen, als wäre es 2019, und die Corona-Auflagen in den meisten europäischen Urlaubsländern praktisch aufgehoben sind, warnen Gesundheitsexperten: Das Virus ist nicht weg, im Gegenteil. An etlichen Reisezielen steigen die Infektionszahlen derzeit stark an, daher sind regeläßige Coronatests empfehlenswert. Das US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention empfehlen idealerweise innerhalb von drei Tagen vor Abreise einen Test. Bist du positiv, dann reise nicht!

Außerdem gilt vielerorts in Bus, Bahn und Flugzeug weiterhin eine Maskenpflicht.

8. Do: Bei der Sicherheitskontrolle links anstellen

Es mag ein komischer Tipp sein, aber Reiseexpertinnen und Reiseexperten haben bebobachtet, dass es am schnellsten geht, wenn man sich bei der Sicherheitskontrolle an der linken Schlange anstellt. Der banale Grund: Die meisten Menschen sind Rechtshänder und neigen dazu, sich auf der rechten Seite anzustellen. 

Generell empfiehlt sich: Die meisten Menschen laufen anderen Menschen hinterher und übersehen manchmal auch Schlangen, die viel kürzer sind. Sie denken sich, dass das keine richtige Schlange sein könne, wenn nur so wenige Menschen dort stehen. Doch oftmals ist ein kurzes Innehalten hilfreich, nicht anderen ziellos hinterherzulaufen, sondern sich selbst einen Überblick zu verschaffen, wo es am schnellsten geht.

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An den Sicherheitskontrollen gibt es mehrere Schlangen – wer sich links anstellt, ist oft schneller.

9. Do: Kleidung für die erste Zeit ins Handgepäck packen

Du hast es rechtzeitig an Bord geschafft und bist an deinem Urlaubsziel angekommen? Herzlichen Glückwunsch. Nicht in allen Fällen jedoch schafft es auch das Gepäck rechtzeitig an den Zielort. Derzeit kommt es vermehrt zu Meldungen darüber, dass Koffer nicht oder nur viel später transportiert werden. Was auf dem Rückweg kein Problem ist, kann den Start in den Urlaub vermiesen.

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Kleidung für die ersten ein, zwei Tage sollten ins Handgepäck – falls der Koffer im Sommerchaos verloren geht.

Um Frust vorzubeugen und gewappnet zu sein, sollten Reisende Kleidung für die ersten ein, zwei Tage ins Handgepäck mitnehmen. Badeanzug und Badehose, Zahnbürste und Co. nehmen kaum Platz weg, können aber bei verloren gegangenem Gepäck dazu verhelfen, schlechte Laune im Sonnenparadies zu vermeiden. 

Quellen

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