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Big Ben, Freiheitsstatue & Co: So heißen die Wahrzeichen wirklich

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Big Ben, Freiheitsstatue & Co: So heißen die Wahrzeichen wirklich

Von wegen Big Ben: Der berühmte Uhrturm in London heißt Elizabeth Tower.

Die echten Namen bekannter Wahrzeichen wie Big Ben und Co.

Der Big Ben, die Freiheitsstatue oder die Blaue Moschee sind weltberühmte Wahrzeichen. Ihre offiziellen Namen dagegen wissen oft nur die wenigsten. Diese fünf Sehenswürdigkeiten sind unter falschem Namen bekannt.

CS

Catharina Schulz

Beim Namen Big Ben klingelt’s sofort: die berühmte Uhrturm in London, ist doch klar!? Auch bei der Blauen Moschee, der Klagemauer oder der Freiheitsstaue haben die allermeisten direkt das Bild eines bekannten Wahrzeichens im Kopf. Tatsächlich aber heißen alle Genannten eigentlich anders. Wir stellen dir fünf berühmte Sehenswürdigkeiten vor, die unter falschem Namen bekannt sind – und verraten, wie sie offiziell heißen.

1. Big Ben

Einen Big Ben in London gibt es schon. Bloß: Der berühmte Turm ist damit nicht gemeint, sondern nur die schwerste von fünf Glocken in seinem Inneren. Welcher Ben dem 13,5 Tonnen schweren Glocken-Brocken seinen Namen geliehen hat, ist nicht ganz klar. In Frage kommen etwa der First Commissioner of Works, Sir Benjamin Hall, sowie der Schwergewichtsboxer Ben Caunt.

Der 96,3 Meter hohe Turm am Palace of Westminster selbst heißt Elizabeth Tower– allerdings erst seit September 2012, anlässlich des 60. Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. Davor lautete sein offizieller Name „The Clock Tower“, also schlicht „Uhrturm“.

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2. Freiheitsstatue

Auch die Freiheitsstatue in New York heißt offiziell etwas anders, nämlich „Liberty Enlightening the World“. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Freiheit erhellt die Welt“. Das Freiheitssymbol wurde ab 1883 auf Liberty Island im New Yorker Hafen errichtet und war ein Geschenk Frankreichs. Die insgesamt knapp 93 Meter hohe Statue stellt die Figur der römischen Freiheitsgöttin Libertas dar. Ihr Gesicht aber soll der Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi angeblich nach dem Vorbild seiner eigenen Mutter geformt haben.

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3. Klagemauer

Für Menschen jüdischen Glaubens ist die Klagemauer in Jerusalem eigentlich gar kein Ort der Klage, sondern ein Symbol für den ewigen Bund mit Gott. Sie besuchen das 48 Meter lange Gemäuer, um zu beten und Zettelchen mit Wünschen und Danksagungen in die Ritzen zwischen die Steine zu stecken. Ihr hebräischer Name heißt wörtlich übersetzt „die westliche Mauer“ – weil es sich um die westliche Umfassungsmauer des Plateaus des Herodianischen Tempels handelt.

Von Jüdinnen und Juden wird sie zumeist einfach nur „Kotel“ („Mauer“) genannt. Der in westlichen Ländern gebräuchliche Begriff „Klagemauer“ entstand vermutlich im Mittelalter unter der Annahme, die Menschen betrauerten den Verlust der Tempelanlage, die im Jahr 70 nach Christus zerstört wurde.

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4. Blaue Moschee

Ihren wunderschönen blau-weißen Fliesen in der Kuppel verdankt die Blaue Moschee in Istanbul ihren Spitznamen außerhalb der Türkei. In ihrem Heimatland selbst kennt niemand das berühmte Sakralbauwerk unter diesem Namen. Sie heißt Sultan-Ahmet-Camii, übersetzt Sultan-Ahmed-Moschee, und wurde von Sultan Ahmed I. im Jahr 1609 in Auftrag gegeben. Der Bau dauerte bis 1616 – ein Jahr vor dem Tod des Herrschers.

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5. Roter Platz

Der Rote Platz in Moskau ist weltberühmt – und hat nichts mit der Farbe und erst recht nichts mit Kommunismus zu tun. Doch selbst viele Einheimische wissen nicht, dass der Platz eigentlich „Schöner Platz“ heißt. Sein Name stammt aus dem 17. Jahrhundert und lautet auf Russisch: Красная площадь. Das Adjektiv „красный“ bedeutete damals noch „schön“ oder „rot“, heute jedoch nur noch „rot“.

Big Ben, Freiheitsstatue & Co: So heißen die Wahrzeichen wirklich

Der Rote Platz mit Blick auf die Basilius-Kathedrale.

Übrigens heißt auch die Basilius-Kathedrale mit ihren farbenprächtigen und verspielten Kuppeln eigentlich anders. Ihr offizieller Name lautet: Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben.

Quellen

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