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Coco Cay: Auf dieser Spaßinsel dürfen sich nur geimpfte Kreuzfahrtgäste vergnügen

Bahamas
Coco Cay: Auf dieser Spaßinsel dürfen sich nur geimpfte Kreuzfahrtgäste vergnügen

Landgang der Superlative in Zeiten von Corona: Eine US-Kreuzfahrtreederei bietet vermehrt Kurzreisen zur ihrer Privatinsel Coco Cay auf den Bahamas an. Im Gegensatz zu mancher Hafenstadt in der Karibik ist dieser Ort frei von Armut und Problemen.

Coco Cay: Auf dieser Spaßinsel dürfen sich nur geimpfte Kreuzfahrtgäste vergnügen

von Till Bartels

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Coco Cay: Auf dieser Spaßinsel dürfen sich nur geimpfte Kreuzfahrtgäste vergnügen

© Joe Burbank / Picture Alliance

Bild 1 von 12 der Fotostrecke zum Klicken:  Das Insel-Motto „A perfect day“ steht in großen Lettern am Ende der Pier: Auf geht es zu der „Erlebnisinsel“, so die Eigenwerbung.

Sie ist klein, lang und schmal: Nur einen Kilometer lang und knapp 200 Meter breit ist die kleine Insel. Mitten im türkisfarbigen Meer liegt 90 Kilometer nördlich von Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, die Insel Little Stirrup Cay. Die US-Reederei, die sie gepachtet hat, nennt den Landstrich Coco Cay.

Einwohner gibt es hier nur eine wenige. Aber täglich kommen Tausende von Kreuzfahrtpassagieren, die mit den weißen Schiffen der Reederei Royal Caribbean International in den Morgenstunden anlanden. Über den Landesteg geht es in eine Welt, die den Urlaub auf einem Spaßschiff mit Wasserrutsche, Kletterwand und Surfsimulator an Land noch toppen möchte.

Die früher bereits von der Reederei genutzte Insel wurde kürzlich komplett neu gestaltet, und der Anleger für die größten Passagierschiffe der Welt fit gemacht, wie für die "Adventure of the Seas", die in der Saison 2021/22 die Insel anläuft.

Alle "Gäste ab zwölf Jahren müssen mindestens 14 Tage vor der Abreise einen Nachweis über die COVID-19-Impfung mit der letzten Dosis ihres Impfstoffs vorlegen", heißt es zu den aktuellen Bedingungen ab 1. September von Seiten der Reederei. "Alle Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes und auf Coco Cay sind vollständig geimpft."


Alles ist noch größer und schriller als auf dem Schiff

Wenn die 360 Meter langen Mega-Liner der Oasis-Klasse von Royal Caribbean International festmachen, ergießt sich auf Coco Cay eine Menschenmenge von mehr als 6000 Tagesbesuchern, die sich sonst auf 16 Schiffsdecks übereinander tummeln – jetzt sind es in Corona-Zeiten etwas weniger.

Die Reederei hatte 250 Millionen US-Dollar in die Renovierung des Eilands gesteckt, das jetzt eine breite Palette von Entspannungsmöglichkeiten und Nervenkitzel bietet. Vom Süßwasserpool in der Inselmitte und den Sandstränden an Chill Island bis zu den Attraktionen wie der Zip-Line, einer Fahrt im Helium-Ballon bis auf 150 Meter Höhe über dem Meer oder Daredevil's Peak, der höchsten Wasserrutsche Nordamerikas.

Doch Coco Cay ist auch eine Cash Cow für die Reederei. Die meisten Attraktionen, die Action versprechen, sind kostenpflichtig. So werden für den Tagespass zum Wasserpark umgerechnet zwischen 84 und 129 US-Dollar fällig. Die Preise variieren je nach dem Zeitpunkt von Buchung und Auslastung. Der "Perfect Day at Coco Cay" hat seinen Aufpreis.

Die Reederei hat mit dem Upgrade ihre Insel fit für die Bedürfnisse insbesondere nordamerikanischer Kreuzfahrttouristen gemacht. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Die östlich gelegene Nachbarinsel ist fest in Hand von Norwegian Cruise Line, dem Mitbewerber von Kreuzfahrten ab Miami.

Und MSC Cruises hat Anfnag 2020 das Ocean Cay MSC Marine Reserve eröffnet. Die Privatinsel gehört zur Bimini-Inselgruppe der West-Bahamas und setzt auf ein Naturerlebnis statt auf Superlative und Attraktionen wie auf dem Deck eines Spaßschiffes.

Quellen

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