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Corona-Fall an Bord des Fluges: Das passiert mit Mitreisenden

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Corona-Fall an Bord des Fluges: Das passiert mit Mitreisenden

Wer im Flugzeug vor, hinter oder neben einer infizierten Person sitzt, kann Pech haben und Quarantäne verordnet bekommen.

Corona-Fall an Bord des Fluges: Das passiert mit Mitreisenden

Die Horror-Vorstellung für Fluggäste während der Pandemie: Ein Mitflieger wird positiv auf Corona getestet. Doch was passiert dann mit Mitreisenden? Die müssen mitunter ihren Urlaub in Quarantäne verbringen.

Corona-Fall an Bord des Fluges: Das passiert mit Mitreisenden

Miriam Keilbach

Es ist Pandemie – doch nach wie vor fliegen viele Menschen in den Urlaub. Aber was passiert eigentlich, wenn an Bord trotz negativer Corona-Tests vor Abflug, Maskenpflicht und minimiertem Service zum Schutz vor Infektionen ein infizierter Passagier sitzt? Das kann den eigenen Urlaub ziemlich durcheinanderbringen. 14 Tage in häuslicher Quarantäne oder im Isolationshotel statt 14 Tage am Strand – das klingt nicht nach Urlaubsvergnügen. 

Je nach Land und Airline greifen verschiedene Maßnahmen, um eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr mussten bisweilen alle Passagiere in Quarantäne, wenn ein einziger nach dem Flug positiv auf Covid-19 getestet wurde. Inzwischen ist das weitestgehend nicht mehr so. 

Im Sicherheits-Papier der Europäischen Luftsicherheits-Agentur (Easa) heißt es, dass im Falle einer Infektion alle Mitreisenden sowie alle Passagiere, die in der gleichen Reihe sowie bis zu zwei Reihen vor und hinter der betroffenen Person sitzen, als Kontaktpersonen gewertet werden. Für sie gilt eine Kontaktnachverfolgung. Während es im ersten Entwurf im vergangenen Jahr hieß, dass diese Personen in Quarantäne müssen, ist davon derzeit nichts mehr zu lesen. Für Crew-Mitglieder, die engen Kontakt zur inifizierten Person hatten, könne allerdings im letzten Schritt eine Quarantäne angeordnet werden. 

Corona-Infektion an Bord: Airlines müssen Daten herausgeben

Auch das Robert-Koch-Institut hat eine Empfehlung in Anlehnung an das Sicherheits-Papier der Easa ausgegeben. Wird im Nachgang an einen Flug ein Passagier positiv auf Corona getestet, muss die Airline informiert werden. Sie muss die Daten für Passagiere herausgeben, die in der gleichen Reihe oder zwei Reihen vor beziehungsweise hinter dem infizierten Passagier saßen. Auch für Kabinenpersonal, das Kontakt zum infizierten Passagier hatte, greift die Kontaktnachverfolgung. Bis zu 24 Stunden hat die Airline Zeit, um Name, Passdaten, Geburtstag, Wohnort und andere Informationen an die Behörden weiterzugeben, sonst drohen bis zu 30.000 Euro Bußgeld. 

Ist der infizierte Passagier mit einer Reiseagentur unterwegs gewesen, wird auch diese aufgefordert, Daten der Kunden herauszugeben. Hier drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld, wenn dies nicht binnen 24 Stunden geschieht. 

Wissen die Behörden nun also, wer im unmittelbaren Umfeld des Corona-Infizierten saß, erhalten diese Personen Schreiben. Sie müssen sich beim lokalen Gesundheitsamt melden und bis zur Besprechung des weiteren Vorgehens ihre Kontakte minimieren. Die lokalen Gesundheitsämter können dann eine Quarantäne anordnen. 

Europäische Luftsicherheitsagentur fordert Isolationsbereich im Flugzeug

Die Easa hat auch Richtlinien für den Fall aufgestellt, dass ein Passagier während des Flugs Corona-Symptome zeigt. Dann soll im Flieger eine Isolationszone eingerichtet werden. Hierfür sind Airlines angehalten, einige Reihen im Flugzeug unbesetzt zu lassen.

Eine Person, die Symptome zeigt, muss zusammen mit allen Mitreisenden in einer Sitzreihe isoliert werden. Zwei Reihen vor und hinter der zu isolierenden Person und ihren Begleitern sollen keine anderen Fluggäste sitzen. Das Protokoll empfiehlt, den kranken Passagier auf den Fensterplatz in der letzten Reihe zu setzen, und zwar auf der Seite, über die die Kabinenluft ausgetauscht wird. Die Lüftung am Platz des Betroffenen sollte nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Die isolierten Passagiere dürfen das Flugzeug erst verlassen, wenn alle anderen Passagiere ausgestiegen sind – und werden direkt in die Hände der lokalen Gesundheitsbehörden übergeben.

Übrigens: Das Risiko, sich in der Luft anzustecken, ist wohl eher gering. Durch die Belüftungssysteme an Bord, die dafür sorgen, dass die Luft im Flieger alle zwei bis drei Minuten komplett erneuert wird, ist davon auszugehen, dass Flugzeuge keine Virenschleudern sind. Als viel riskanter sehen viele Experten die Zeit vor und nach dem Flug an: Gepäckaufgabe, Passkontrolle, Bus-Shuttle – und auch, dass es keinen Mindestabstand im Flieger gibt.

Quellen

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