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Deutschland im Frühling: Fünf Wanderwege mit schönen Blumen

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Deutschland im Frühling: Fünf Wanderwege mit schönen Blumen

Krokusse gehören zur Pflanzengattung der Schwertlilien. Insgesamt gibt es etwa 235 Krokusarten.

Deutschland im Frühling: Fünf Wanderwege mit schönen Blumen

Im Frühling blühen mit steigenden Temperaturen viele wunderschöne Blumen – es ist also die perfekte Zeit für eine Wanderung vorbei an Krokussen, Mandelblüten oder Narzissen. Hier die schönsten Wanderwege.

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Marlene Schulte-Körne

Die Temperaturen steigen in den zweistelligen Bereich und die ersten Blüten beginnen die Landschaften bunt zu färben: der Frühling ist da. Normalerweise reisen zu dieser Jahreszeit viele Urlauber in die Niederlande, um die Tulpen-Pracht des Landes zu bestaunen, allerdings ist in diesem Jahr nicht spontan möglich.

Aber keine Sorge, natürlich gibt es auch in Deutschland im Frühling viele wunderschön blühende Blumen, die sehenswert sind. Du kannst sie bei Wanderungen entdecken. Wir zeigen dir, wo die Blumen mit den ersten Sonnenstrahlen des Jahres am schönsten sind. 

1. Wandern auf dem Krokusweg im Schwarzwald

Die Heimat des wilden Krokus, unter Fachleuten bekannt als Crocus neglectus, liegt eigentlich im Mittelmeerraum. Nördlich der Alpen befindet er sich zwar an nur sehr wenigen Standorten, doch unter anderem im baden-württembergischen Schwarzwald kannst du ihn finden.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen entfaltet sich in dem Naturschutzgebiet „Zavelsteiner Krokuswiesen“ ein Blumenmeer aus den Farben blauviolett und weiß. Dann kannst du dort im März Millionen der lila Blüten auf dem fünf Kilometer langen Wanderweg bestaunen.

Geschichten und Legenden rund um den Zavelsteiner Krokus

Um die Herkunft des wilden Krokus ranken sich zahlreiche Geschichten und Legenden, die du auf dem Wanderweg auf sieben Hinweisschildern entdecken kannst. Die am meisten verbreitete Vermutung geht davon aus, dass Benjamin Buwinghausen von Wallmerode die Krokusknollen um 1620 von einer Auslandsreise mitbrachte und in seinem Schlossgarten anpflanzen ließ. Von dort aus soll sie sich über die gesamte Zavelsteiner Landschaft verbreitet haben.

Start: Marktplatz Zavelstein     

Länge: 3,8 Kilometer   

Dauer: 1:30 Stunden

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Die Krokusblüte in Zavelstein zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an.

2. Gelber Blütenteppich: Narzissentour zwischen Monschau und Hellenthal

Deutschlands größte Narzissen-Wiese im Frühling kannst du in der nordrhein-westfälischen Eifel bewandern. Über sechs Millionen gelbe Narzissen-Köpfe ragen aus der Erde und verwandeln die Landschaft zwischen dem Perlenbach- und Fuhrtsbachtal bei Monschau und dem Oleftal bei Hellenthal in einen österlichen Blütenteppich.

Die gelbe Narzisse ist in der Gesellschaft auch unter dem Begriff Osterglocke geläufig. Ihr wissenschaftlicher Name ist Narcissus pseudonarcissus. Wild wachsend kannst du die Pflanze in großen Teilen der Nordeifel erleben. 

Typischerweise zieren die gelben Frühlingsblumen die Landschaft von Anfang April bis Anfang Mai, wie die Eifelsteif Website schreibt. Auf der knapp 12 Kilometer langen Narzissenroute tauchst du so beim Wandern für rund drei Stunden in das Paradies aus Blüten ein.

Start: Nationalparktor Monschau-Höfen

Länge: 14,8 Kilometer

Dauer: 3:30 Stunden    

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Die wilde, gelbe Narzisse ist auch unter dem Namen Osterglocke bekannt.

3. Rosa Blütenmeer: Pfälzische Mandelblüte

Kurz nachdem die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft erwärmen, sprießen in der Pfalz, in der Nähe von Mannheim, die wunderschönen rosafarbenen Knospen der Mandelbäume. Ein pinker Schleier schmückt die Landschaft an der Deutschen Weinstraße – da kannst du dich getrost vom tristen Winter verabschieden.

Das rosafarbene Spektakel hast du den alten Römern zu verdanken. Die nutzten das mediterrane Klima der Pfalz nämlich nicht nur für den Weinanbau, sondern pflanzten dort auch die ersten Mandelbäume.

Heutzutage bietet der Mandelweg auf etwa 100 Kilometern panoramareiche Aussichten zwischen Bad Dürkheim und Schweigen-Rechtenbach. Ab Anfang März lohnt sich ein Ausflug besonders, denn dann beginnt die rosa Blüte, sich wie ein Teppich über die Landschaft zu legen.

Für den Fall, dass dir der Augenschmaus alleine nicht genug ist, werden in der Region jede Menge Mandelspezialitäten wie Brot, Wurst oder Likör angeboten.

Start: Bockenheim

Länge: 100,9 Kilometer

Dauer: 26:55 Stunden

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Mit der Mandelblüte wird die Weinfestsaison in der Pfalz eingeläutet.

4. Schachblumen verzaubern Sinntal im Spessart

Die kleine Lilienart verwandelt ab Ende April das gesamte Sinntal in das typische Schachbrettmuster-Naturschauspiel. Dabei gibt es im Mittelgebirge Spessart, das zwischen Vogelsberg, Rhön und Odenwald in den Bundesländern Bayern und Hessen liegt, deutschlandweit eins der größten Vorkommen der Fritillaria meleagris. 

Die sogenannte Schachblume oder auch Schachbrettblume erweist ihrem Namen alle Ehre. Ihr meist violett-weißes Muster wird geziert von einem einzigartigen Muster. Bestaunen kannst du die botanische Schönheit auf einer Wanderung entlang des Flusses vom Marktflecken Burgsinn zum benachbarten Mittelsinn, schreibt das Outdoor Magazin.

Glockenförmige Blüte mit Schachbrettmuster

Die ursprünglichen Feuchtwiesen, auf denen das Liliengewächs besonders gut gedeiht, steht unter besonderem Naturschutz. Regelmäßige Überschwemmungen fördern das Wachstum des violetten Blumenmeers im Naturpark Spessart.

Start: Parkplatz Ortsmitte Burgsinn 

Länge: 7,09 Kilometer

Dauer: 2:30 Stunden   

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Die Schachbrettblume heißt mit Fachterminus Fritillaria meleagris.

5. Orchideenblüte und Vulkankrater im Hegau

Entlang des Vulkankraters Höwenegg im Bundesland Baden-Württemberg führt dich eine 15 Kilometer lange Rundwanderung auf den wunderschön blühenden Orchideen-Lehrpfad ins Rehletal bei Immendingen.

Die warmen Südhänge der Helgaualb sind der perfekte Ort zum Gedeihen für seltene Pflanzenarten. Wusstest du schon, dass Orchideen besonders gut in Regionen mit einem hohen Anteil an Nadelbäumen wachsen? Informationstafeln am Wegrand erklären dir auf der Wanderung noch mehr geologische und botanische Besonderheiten der Region.

Neben der heimischen Orchidee ist besonders in der Blütezeit von Mai bis Juni ein vielzähliges Vorkommen des gelben Frauenschuhs im Rehletal zu bestaunen.

Uralte Fossilienfunde im Höwenegg

Übrigens: Das Gestein des Höwenegg, den du unterwegs passierst, wurde noch bis in die 70er Jahre für den Straßenbau der Umgebung genutzt. Daneben gab es von Paläontologen in dem malerischen Kratersee schon zahlreiche Fossilienfunde, wie Skelette von Urpferdchen, Antilopen und hornlosen Nashörnern, schreibt „bergfex.de“.   

Start: Ehemaliger Bahnhof Hattingen

Länge: 15,4 Kilometer    

Dauer: 4:45 Stunden

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Orchideen stellen die zweitgrößte Familie unter den bedecktsamigen Blütenpflanzen dar.

Du suchst noch mehr Inspriation für Tageswanderungen innerhalb Deutschlands? Check doch mal unser Themenseite Wandern aus.

Quellen

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