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Die schönsten Inseln Spaniens – Top-Tipps für Balearen und Kanaren

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Die schönsten Inseln Spaniens – Top-Tipps für Balearen und Kanaren

Der schöne Sandstrand von Can Picafort.

Die schönsten Inseln Spaniens für deinen Urlaub

164 Inseln gehören zu Spanien, bewohnt sind allerdings nur 18. Dafür sind elf davon weltweit bekannt: die Balearen im Mittelmeer und die Kanaren im Atlantik. Es gibt aber auch noch Geheimtipps!

Die schönsten Inseln Spaniens – Top-Tipps für Balearen und Kanaren

Jasmin Kreulitsch

Spanien hat im Vergleich zu Griechenland wenig Inseln, in Sachen Schönheit kann das Land aber locker mit dem Inselmeer der Griechen mithalten. Die meisten Touristen zieht es auf die Balearen im Mittelmeer und die Kanaren im Atlantik, es gibt aber auch kleinere und unbekanntere Inseln: die Petersilieninsel vor Marokko, die Insel Cabrera, die zu den Balearen gehört, und einige Eilande rund um die Balearischen und Kanarischen Inseln.

Nebeninseln der Kanaren sind Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este, Roque del Oeste und unbewohnte Felsinseln wie Anaga, Salmor und Garachico. Welche du davon ansteuern solltest? Hier kommen die schönsten spanischen Inseln:

  • Balearen im Mittelmeer
  • Kanaren im Atlantik

Balearen – Balearische Inseln 

Im Mittelmeer etwa 100 Kilometer vor der Küste der iberischen Halbinsel gelegen, sind die Balearischen Inseln eine der 17 Regionen Spaniens. Sie bestehen aus den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera und weiteren 146 unbewohnten Inseln.

Mallorca

Schon seit den 1920er-Jahren entwickelte sich auf der Insel der Tourismus, heute gilt Mallorca nicht nur als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen, sondern wird scherzhaft auch als 17. Bundesland gehandelt. Als größte Insel der Balearen ist Mallorca vielseitiger, als viele denken, denn der Ruf als Ballermann-Insel ist weltweit bekannt.

Eine Dauerparty ist Mallorca aber keineswegs. Wer will, kann abseits der Klischees Urlaub machen und Entspannung finden. Im Landesinneren locken urige Dörfer und spanische Fincas, die man im Urlaub mieten kann, dazu kommt eine gigantische Naturbandbreite. Auf Mallorca gibt es sechs Landschaftszonen!

Die schönsten Inseln Spaniens – Top-Tipps für Balearen und Kanaren

Die wohl bekannteste Insel: Mallorca.

Cabrera

Naturbelassen, kaum besiedelt und dennoch ein Abenteuer wert: Auf der 16 Quadratkilometer großen Felseninsel Cabrera vor Mallorca kommen Taucher, Wanderinnen, Geschichtsinteressierte und Ruhesuchende auf ihre Kosten. Dafür müssen sie nur mit einem Ausflugsboot vom Hafen von Colònia de Sant Jordi oder von Porto Petro aus auf die sogenannte Ziegeninsel übersetzen, die knapp 14 Kilometer von der mallorquinischen Küste entfernt liegt.

Mit 17 anderen Inseln des Archipels und den umliegenden Meeresregionen gehört Cabrera seit zum 1991 eingerichteten Nationalpark Archipiélago de Cabrera. Ihren Namen verdankt das Eiland wilden Ziegen, die in der Vergangenheit die Insel bevölkerten. Heute findest du dort unter anderem Hunderttausende Eidechsen, verschiedene Vogelarten und eine atemberaubende Pflanzenwelt.

Die schönsten Inseln Spaniens – Top-Tipps für Balearen und Kanaren

Der Nationalpark Cabrera bei Colònia de Sant Jordi lädt zu langen Spaziergängen mit traumhaftem Ausblick ein. Wissenswertes zur einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie ein Aquarium findest du im dazugehörigen Informationszentrum.

Menorca

Menorca gilt als „kleine“ Schwester von Mallorca. Doch im Unterschied zu Mallorca steht auf Menorca die Natur im Vordergrund. Das hat einen einfachen Grund: Die Menorquiner beobachteten, was auf Mallorca nicht so gut lief – und versuchten, es anders zu machen. Deshalb sind die Küsten kaum verbaut und die Hälfte der Insel ist ausgezeichnet als Landschafts- und Naturschutzgebiet.

Im Urlaub auf Menorca entdeckst du daher teilweise menschenleere Buchten mit türkisblauem Wasser und naturbelassene Strände mit weißem Sand: Die Strandflächen Menorcas bedecken fast 700 Quadratkilometer der Insel und es warten rund 285 Küstenkilometer und knapp 100 Strände und Sandbuchten auf sonnenhungrige Touristen. 

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Menorca gilt als „kleine“ Schwester von Mallorca.

Ibiza

Hippies, Stars, Adelige, Clubgängerinnen und -gänger tummeln sich unter anderem auf Ibiza. Heute wird die Insel oft als Party-Hotspot abgestempelt, dabei hat sie viel mehr zu bieten als die Beats von bekannten DJs.

Abseits der Party-Hotspots schwimmst du in versteckten Buchten, schlürfst Kaffee in verträumten Dörfern und entdeckst den Charme der Blumenkinder von einst auf den vielen Hippiemärkten, die es teilweise seit den 70er-Jahren auf Ibiza gibt. Und wenn du dann doch mal eine Nacht durchtanzen möchtest, kannst du das quer über die Insel machen – egal ob in Eivissa-Stadt oder in den berühmten Clubs „Pacha“, „Amnesia“, „Ushuaia“ oder „Privilege“.

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In den 70er-Jahren entdeckten Hippies auf dem Weg nach Indien die Insel Ibiza und blieben, danach kamen Stars.

Formentera

Wohl am ruhigsten auf den Balearen geht es vor der Süd-Ost-Küste Ibizas auf Formentera zu. Von Ibiza dauert es gerade mal eine halbe Stunde mit der Fähre dorthin. Auf Formentera leben gerade mal 5000 Einwohner, was bedeutet: Im Urlaub erwartet dich Ruhe und Abgeschiedenheit. Reist du gerne individuell, könnte dir die Insel gefallen, denn für Massentourismus ist die Insel viel zu klein.

Eben weil es viel weniger Touristen als auf Ibiza gibt, gilt Formentera als grüne Oase und Rückzugsort voller Schönheit. Du kannst an karibische Strände schwimmen, einsame Strandspaziergänge machen, kleine Dörfer mit idyllischen Fischerhäfen erkunden, die großartige Inselküche kosten und den berühmten Wein der Insel schlürfen, der seit fast 800 Jahren hier angebaut wird.

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Am ruhigsten auf den Balearen geht es vor der Süd-Ost-Küste Ibizas auf Formentera zu.

Tabarca

Südwestlich der Balearen liegt ein winziges Eiland mit tausendjähriger Geschichte und extrem schöner Landschaft: Tabarca. Mit nur knapp 60 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie und einsamen Badebuchten ist es der perfekte Gegensatz zur überfüllten Costa Blanca.

Im Sommer ist das Ausflugsziel vor allem bei Einheimischen ein Begriff, die die Fähre aus dem 20 Kilometer entfernten Alicante nehmen. Bei ausländischen Besuchern aber ist dieses kleine Paradies, das weniger als einen halben Quadratkilometer misst, fast komplett unbekannt. 

Tabarca, in der Antike von Griechen und Römern besiedelt, war jahrhundertelang ein Piratenunterschlupf – so manch ein Einheimischer behauptet heute noch, von den Seeräubern abzustammen. Wohl eher stammen sie aber von genuesischen Fischern ab, die König Carlos III. im Jahr 1768 aus der tunesischen Stadt Tabarka freikaufte und auf der kleinen Insel im Mittelmeer ansiedelte. Sie waren es, die dem Eiland seinen Namen gaben.

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Südwestlich der Balearen liegt nicht nur das Festland, sondern auch das winzige Eiland Tabarca.

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Kanaren – Kanarische Inseln

Weit weg vom spanischen Festland im Atlantik vor der westafrikanischen Küste bestehen die Kanarischen Inseln, kurz Kanaren genannt, aus sieben Hauptinseln und weiteren kleineren Inseln. Spannend ist die Lage: Die Kanaren gehörten geografisch gesehen zu Afrika! Das sorgt für ein besonderes Klima. Die Temperaturen liegen konstant zwischen 20 und 28 Grad.

Teneriffa

Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren und hat auch den größten Berg Spaniens: den 3715 Meter hohen Pico del Teide, der die Insel stolz überragt und der drittgrößte Inselvulkan der Welt ist. Er ist ein Beispiel für die Vielseitigkeit der Insel: Raue Berge und Gesteinsformationen vulkanischen Ursprungs existieren neben einer kargen und wüstenähnlichen Landschaft im Süden.

Auf Teneriffa findet man einige klassische Ferienregionen. In den meisten gibt es – ähnlich wie auf Mallorca – viele deutschsprachige Angebote. Die bekanntesten Tourismusorte sind Los Cristianos und Playa de las Americas im Süden der Insel und Puerto de la Cruz im Norden. Während im Süden gut und ausgiebig gefeiert wird, ist der Norden ein wenig ruhiger – und bietet eine traumhafte Kulisse für Wanderer und Radfahrer, zum Beispiel im Anaga-Gebirge im Nordosten oder im Teno-Gebirge im Nordwesten. 

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Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren.

Gran Canaria

Gran Canaria ist die bekannteste Insel der Kanaren und gab der Inselgruppe auch ihren Namen. Wer dort Urlaub macht, kann sowohl im All-inclusive-Hotel einchecken wie auch individuell um die Insel cruisen. Auf der Insel gibt es unzählige Restaurants, Cafés, Bars und Beachlokale – Nachtleben inklusive. Vor allem in den Partyhochburgen im Süden wie Playa del Inglés oder Maspalomas sind die Nächte lang.

Spannend ist die Natur auf Gran Canaria. Da die Insel groß ist, gibt es wüstenähnliche Gebiete genauso wie hohe Gebirgsmassive und Landschaften mit europäischer, afrikanischer und amerikanischer Vegetation. Deshalb nennt man Gran Canaria auch „den kleinen Kontinent“. Im Nu kann es nämlich passieren, dass du die Klimazone wechselst. Typisch für Gran Canaria sind die sogenannten Barrancos, tief eingeschnittene, meist ausgetrocknete Flussläufe, die oft bis zur Küste reichen.

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Gran Canaria ist die bekannteste Insel der Kanaren und gab der Inselgruppe auch ihren Namen.

Lanzarote

Es ist die faszinierende Naturkulisse, die viele Urlauber nach Lanzarote zieht. Der vulkanische Ursprung der Insel ist noch heute überall gut sichtbar und macht den rauen „Mondlandschaft“-Charme der Insel aus. Zum Beispiel im Nationalpark Timanfaya, der entstand, als sich dort im 18. Jahrhundert durch Vulkanausbrüche bis zu 40 Meter hohe Lavaformationen gebildet haben. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Noch heute gibt es unter der Oberfläche Temperaturen von 100 Grad!

Noch mehr Spuren der Vulkangeschichte der Insel findest du in den Höhlen Jameos del Agua. Einst ebenso durch Vulkanausbrüche entstanden, zeigt das unterirdische Höhlensystem auf, welche Macht Lava hat. Heute wurden die Höhlen künstlerisch ausgestaltet und sind ein absolutes Highlight. Genauso wie die Vulkanstrände der Insel, die alle rau, steinig und dunkelgrau sind. Eine der schönsten Kulissen findest du in der Lagune El Golfo, wo sich in einem Vulkankrater eine Lagune gebildet hat, deren Wasser durch Algen geheimnisvoll grün leuchtet.

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Die faszinierende Naturkulisse von Lanzarote.

Fuerteventura

Mehr Wüsten- als Vulkaninsel ist Fuerteventura. Die Insel wirkt auf den ersten Blick sehr karg und die Landschaft eher wüstenähnlich. Nur wenn im Februar und März die Regenzeit anbricht, wird es auf der Insel kurzzeitig grün. Fuerteventura ist zwar die zweitgrößte Insel der Kanaren, aber die am wenigsten dicht besiedelte. Rund 77.000 Menschen leben dort.

Bekannt ist Fuerteventura für ein großes Sportangebot im Urlaub. Surfer zieht es an die Strände, wo ein steter Wind weht, während Taucher unter Wasser eine magische Welt entdecken. Deshalb nennen Surfer Fuerteventura auch gerne „europäisches Hawaii“. Wer will, kann auch reiten, Tennis oder Golf spielen. Am wichtigsten sind aber die Strände: Fuerteventura verfügt nämlich über die längsten Strände der gesamten Inselgruppe.

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Mehr Wüsten- als Vulkaninsel ist Fuerteventura.

La Gomera

In La Gomera ist die Natur enorm divers: Im Norden wachsen Lorbeerwälder, im Süden Phönizischer Wacholder und die Kanarenpalme. Im Landesinneren hat die Insel mit dem Garajonay-Nationalpark ein ganz besonderes Ökosystem, das seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der Unesco steht.

Fun-Fact: La Gomera ist jene Insel der Kanaren, auf der Volksbräuche am meisten gepflegt werden. In den Bergtälern der Insel existiert noch heute eine eigentümliche Pfeifsprache, die man mit dem Jodeln in den europäischen Alpen vergleichen kann.

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Mildes Klima auf La Gomera.

La Palma

La Palma ist eine Insel voll kleiner Besonderheiten. Sie gehört zu den jüngsten Inseln des Archipels, ist aber dennoch rund zwei Millionen Jahre alt. Spannend ist die Form: Vom Meeresboden in 4000 Metern Tiefe erhebt sich La Palma 6500 Meter. Das macht La Palma zu einer der steilsten Inseln der Erde mit schroffer Küste und nur wenigen Sandstränden.

Ein Highlight im umgekehrten Sinne des Wortes ist der Nationalpark Caldera del Taburiente, wo es einen riesigen Vulkankrater gibt, der einen Durchmesser von neun Kilometern hat und 770 Meter tief ist. Fährst du auf den Aussichtspunkt Mirador de la Cumbrecita, bestaunst du dieses Naturwunder aus der besten Perspektive.

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La Palma ist eine Insel voll kleiner Besonderheiten.

El Hierro

El Hierro ist die kleinste der Kanarischen Hauptinseln, schafft aber Großes: Die Insel gilt als die nachhaltigste und natürlichste und genießt seit dem Jahr 2000 den Schutz der Unesco als Biosphärenreservat. Ein fairer Umgang mit den Ressourcen der Natur ist den Insulanern wichtig.

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El Hierro ist die kleinste der Kanarischen Inseln.

Mit nur knapp 1000 Gästebetten gibt es definitiv keinen Massentourismus auf El Hierro. Auf keiner anderen spanischen Insel erlebst du einen so nachhaltigen und naturnahen Urlaub. Dazu kommt, dass die Landschaft viel möglich macht: Du kannst in Naturschwimmbecken abtauchen, vulkanische Felslandschaften erwandern oder einfach nur chillen – die Ruhe der Insel und die Gelassenheit der Insulaner macht’s möglich.

Quellen

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