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Ein Airbus A340 landet erstmals in der Eiswüste der Antarktis

Rekordflug
Ein Airbus A340 landet erstmals in der Eiswüste der Antarktis

Jungfernflug eines bereits seit 30 Jahre bewährten Langstreckenflugzeuges: Ein ehemaliger Airbus A340-300 von Iberia setzte fernab jeglicher Zivilisation auf der schneeweißen Landebahn des siebten Kontinents auf.

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Ein Airbus A340 landet erstmals in der Eiswüste der Antarktis

© Hi Fly

Wie einst ein Polarforscher am Südpol: Flugkapitän Carlos Mirpuri mit einem Wimpel der Charterfluggesellschaft am Ziel im Queen Maud Land.

Neuland für ein bewährtes Passagierflugzeug: Seit 1991 starten und landen die vierstrahligen Airbus A340-330 auf den Verkehrsflughäfen fast aller Kontinente. Doch noch nie hatte es eine Crew gewagt, mit dem Großraumflugzeug auch die Antarktis anzusteuern.

Jetzt wurden Fotos der portugiesischen Charterfluggesellschaft High Fly veröffentlicht, die in einer ganz besonderen Mission für einen namentlich nicht genannten Auftraggeber von Kapstadt zur Wolf's Fang Runway in der Antarktis flog, einer im ewigen Eis gelegenen Piste mit dem Drei-Letter Code WFR.

Zum Einsatz aus der Airbus-Flotte von High Fly kam die A340-300 mit vier Triebwerken und der Kennung 9H-SOL. Die im Jahre 2002 an die spanische Fluggesellschaft Iberia ausgelieferte Maschine wurde 2018 an High Fly Malta verkauft.


Minimalistische Infrastruktur

Das Besondere an dem Antarktis-Flug am 2. Novembe war die am Zielort fehlende Infrastruktur: Statt einer Betonpiste bestand die Landebahn aus gepresstem Schnee. Statt eines Instrumentenlandessystem, einem Tower mit Fluglosten beschränkte sich die Kommunikation mit der Bodenstation auf nur eine Person mit einem Iridium Satellitentelefon.

Die Orientierung in der weißen Wüste ist im Landeanflug besonders schwierig. "Die Reflexion ist enorm, und die richtige Brille hilft dir, die Augen zwischen dem Blick nach außen und den Instrumenten anzupassen", schreibt Flugkapitän Carlos Mirpuri in seinem veröffentlichten Logbuch. "Der Copilot spielt eine wichtige Rolle bei der Durchführung der üblichen Routinen und zusätzlichen Aufgaben, insbesondere in den späten Phasen des Anflugs."

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Die Landung auf der drei Kilometer lange Piste glückte. Schon nach drei Stunden Standzeit am Boden ging es zurück nach Südafrika. Neuer Treibstoff stand in der Einöde nicht zur Verfügung. Deshalb hatte die Besatzung zusätzliches Kerosin aus Kapstadt mitgenommen, insgesamt 77 Tonnen.

Wenige Tage später startete die A340 von High Fly zu einer weiteren Antartika-Mission.

Quellen

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