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Einreise ohne Quarantäne: Beliebte Länder bieten Geimpften Vorteile

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Einreise ohne Quarantäne: Beliebte Länder bieten Geimpften Vorteile

Impfung mit dem Corona-Impfstoff der Firma Moderna.

In diesen Ländern müssen geimpfte Urlauber nicht in Quarantäne

Mehrere Länder führen Vorteile für Geimpfte ein: Auf den Seychellen, in Island und in weiteren Ländern müssen Touristen, die gegen Corona geimpft sind, nicht mehr in Quarantäne. Auf Madeira entfällt die Testpflicht.

Einreise ohne Quarantäne: Beliebte Länder bieten Geimpften Vorteile

Maike Geißler,

Nadine Sender

Über die Frage, ob Reisen für Menschen mit Corona-Impfung leichter werden sollen, wird in Deutschland gestritten. Andere Länder haben sich bereits entschieden und streichen die Quarantänepflicht für Urlauber, die eine vollständige Impfung nachweisen können. Dazu zählen aktuell unter anderem Madeira, Island, Polen, Estland und die Seychellen. Im folgenden Überblick sind die Einreisebestimmungen der Länder aufgeführt, die Vorteile für Geimpfte haben:

Madeira | Seychellen | Island | Estland | Polen | Moldau | Rumänien |​ 
Kommt der Corona-Impfpass für Europa?

Madeira: Corona-Testpflicht entfällt für Geimpfte

Madeira hat seine Einreisebestimmungen geändert, das teilte das dortige Tourismusbüro mit. Wer bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder die Infektion laut ärztlicher Bescheinigung überstanden hat, unterliegt ab sofort nicht mehr der Pflicht, bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen zu müssen. Die Impfbescheinigung muss demnach in englischer Sprache vorliegen und die wichtigsten Daten wie Name, Geburtsdatum, Art des Impfstoffs und Impfdatum enthalten.

Einreisende, die in den 90 Tagen vor der Einreise positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber wieder gesund sind, müssen ein ärztliches Attest vorweisen. Dann entfällt auch für sie die Corona-Testpflicht.

Ohne Impfung oder überstandene Infektion: Corona-Testpflicht

Alle anderen Reisenden müssen bei der Einreise nach Madeira weiterhin einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sich direkt am Flughafen kostenlos testen lassen. Das Ergebnis liegt nach spätestens zwölf Stunden vor, so lange müssen Reisende in ihrer Unterkunft in Quarantäne. Darüber hinaus müssen sich alle Passagiere vor der Ankunft online registrieren.

Seychellen hebt Quarantänepflicht für Geimpfte auf

Selbst Touristen, die aus einem Risikogebiet kommen, müssen seit dem 20. Januar auf den Seychellen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie gegen Corona geimpft sind. Bei der Einreise muss mit einem offiziellen Dokument belegt werden, dass die Gabe der zweiten Impfdosis mindestens zwei Wochen her ist. Zusätzlich müssen die Reisenden weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen. Kinder benötigen keine Impfung, nur einen negativen PCR-Test.

Deutschland steht derzeit auf Liste der “Permitted Countries Category 2”. Dadurch gilt für die Einreise von Nicht-Geimpften: Touristen müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Abflug nicht älter als 48 Stunden sein darf. Bei der Einreise wird ein Gesundheitscheck durchgeführt. Nach der Ankunft müssen sie sich in eine zehntägige Quarantäne begeben und am sechsten Tag vor Ort ein erneuten PCR-Test machen lassen. Ist das Testergebnis negativ, kann der Urlaub im Land frei fortgesetzt werden. Alle Reisenden benötigen außerdem eine Gesundheitsgenehmigung (Travel Health Authorization), diese muss vor Abflug über die offizielle Webseite der Seychellen-Regierung oder die mobile App beantragt werden.

Quarantäne nach Seychellen-Urlaub

Aus deutscher Sicht gelten die Seychellen seit dem 17. Januar 2021 wieder als Corona-Risikogebiet, das Auswärtige Amt warnt im Zuge dessen vor nicht notwendigen Reisen auf die Seychellen. Das bedeutet: Nach der Rückreise müssen die Urlauber in Deutschland in Quarantäne. Der Zeitraum von zehn Tagen kann frühestens ab Tag fünf mit einem Coronatest verkürzt werden.

Island: Reisende mit Impfung müssen nicht in Quarantäne

Kann ein Reisender einen entsprechenden Impfnachweis vorlegen, entfällt für ihn in Island nicht nur die Quarantänepflicht, sondern er muss auch kein negatives Corona-Testergebnis mehr vorlegen. Bei der Einreise muss eine Impfbescheinigung vorgelegt werden, nach Angaben des isländischen Gesundheitsministeriums muss diese auf Isländisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Englisch oder Französisch ausgefertigt sein.

Die Touristen müssen beide Impfdosen erhalten haben, also beim Impfstoff von Pfizer-Biontech zwei Impfungen mit Abstand von 19 bis 42 Tagen beziehungsweise beim Wirkstoff von Moderna zwei Dosen mit Abstand von mindestens 28 Tagen. Bislang akzeptiert Island nur diese beiden Impfstoffe.

Island erlaubt darüber hinaus auch Menschen, die nachweislich von einer Corona-Infektion genesen sind, die Einreise ohne Quarantäne und Test.

Island ist kein Risikogebiet: Urlaub ohne Quarantäne möglich

Weil Island aus deutscher Sicht derzeit kein Corona-Risikogebiet ist, wäre für Menschen mit vollständiger Impfung ein Urlaub ganz ohne Quarantänezeit möglich, denn diese fällt bei der Rückreise nach Deutschland nur für Einreisende aus Risikogebieten an. 

Estland hebt Quarantäne für geimpfte Reisende auf

Für Reisende aus Ländern, in denen der Inzidenzwert über 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Zwei-Wochen-Frist liegt, müssen in Estland für zehn Tag in Quarantäne. Das gilt auch für Einreisende aus Deutschland. Wer einen negativen Corona-Test bei der Ankunft vorweisen kann, kann sich zwar für wichtige Angelegenheiten (Arztbesuche, Einkäufe etc.) draußen bewegen, muss aber seine sozialen Kontakte einschränken. Erst nach sieben Tagen kann ein zweiter Test die Einschränkungen aufheben.

Nun kündigte Estlands Regierung an, auf die die obligatorischen Quarantäneanforderungen für Reisende zu verzichten, die gegen Covid-19 geimpft sind oder nachweisen können, dass sie sich in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden haben.

Polen: Keine Quarantäne für Geimpfte

Im Nachbarland Deutschlands gilt grundsätzlich laut dem Auswärtigen Amt: „Nach der Einreise über eine EU-Binnengrenze gilt zunächst bis 31. Januar 2021 grundsätzlich eine zehntägige Quarantänepflicht bei Einreise mit organisierten Reisen beziehungsweise bei Einreise per Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff.“ Aber: Ausgenommen davon sind Personen, die eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 nachweisen können.

Moldau: Geimpfte müssen nicht in Quarantäne

In der Republik Moldau gilt ein generelles Einreiseverbot für Menschen aus Risikoländern – Deutschland zählt nicht dazu. Wer aus einem Nicht-Risikoland in den kleinen Staat zwischen Rumänien und der Ukraine einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne.

Beide Beschränkungen gelten aber nicht für ausländische Staatsangehörige, die anhand einer offiziellen Bestätigung belegen können, dass sie gegen das Coronavirus geimpft wurden. Das teilt das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen mit.

Rumänien: Keine Quarantäne für Geimpfte

Wer aus Deutschland nach Rumänien reist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Denn Deutschland gilt derzeit „gelbe Zone“.  Die Quarantäne kann am zehnten Tag verlassen werden, sofern ein am achten Tag durchgeführter PCR-Test negativ ist und der Betroffene keine spezifischen Symptome aufweist. Ausnahmen gelten laut dem Auswärtigen Amt jedoch seit dem 25. Januar für Reisende, die gegen Covid-19 geimpft sind. Die zweite Impfdosis muss mindestens zehn Tage vor Einreise nach Rumänien erfolgt sein. Ein Nachweis hierüber muss vorgelegt werden. Eine Ausnahme von der Quarantäne gilt auch für Personen, die in den letzten 90 Tagen vor Einreise positiv auf Corona getestet wurden. Weitere Infos dazu liefert das Auswärtige Amt.

Außerdem müssen Personen, die aus Risikogebieten für maximal 72 Stunden einreisen, nicht grundsätzlich in Quarantäne gehen. Voraussetzung dafür ist, dass sie einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Kommt der Corona-Impfpass für Europa?

Das Thema europäischer Impfpass wird für Reisen in diesem Jahr relevant werden: Die 27 EU-Staaten wollen bald ein gegenseitig anerkanntes Dokument zum Nachweis der Corona-Impfen einführen. Der Anstoß dafür kam von Spanien, Portugal und Griechenland. Die Länder hatten beim EU-Gipfel Mitte Januar gefordert: „Die Menschen, die geimpft sind, müssen frei reisen dürfen.“

Aber: Der Impfpass soll vorerst keine Wirkung haben, es ist auch noch unklar, welche Daten erfasst werden und ob der gelbe Impfpass der Weltgesundheitsorganisation WHO übernommen werden könnte. Ob Geimpfte also europaweit quarantänefrei reisen dürfen, steht noch nicht fest. 

Quellen

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