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Fernweh-Abenteuer in Deutschland – diese Orte musst du sehen

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Fernweh-Abenteuer in Deutschland – diese Orte musst du sehen

Sieht aus wie Nordamerika? Ist aber der Sylvensteinspeicher in Deutschland.

7 Erlebnisse, um in Deutschland um die ganze Welt zu reisen

Für eine Safari, einen Tempelbesuch, eine Gondelfahrt auf dem Kanal oder atemberaubende Sternenhimmel musst du nicht weit reisen – auch in Deutschland warten diese Erlebnisse. Wir verraten Fernweh-Abenteuer, die ganz nah sind.

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Franziska Consolati

Ob mit dem Fahrrad quer durch Island oder zu Fuß 400 Kilometer durch die mongolische Wildnis – Franziska Consolati ist vor der Corona-Krise um die halbe Welt gereist und hat etliche spektakuläre Abenteuer erlebt. Jetzt aber sagt die Globetrotterin: „Ich bin weniger von Fernweh geplagt, seit ich mein Glück nicht mehr nur dort suche, in der Ferne.“

Franziska Consolati hat für ihr neues Buch „In Deutschland um die Welt“ Dutzende exotische Abenteuer aus allen Bundesländern aufgeschrieben, für die sie nicht in die Ferne reisen musste – dem reisereporter verrät sie ihre sieben liebsten Erlebnisse in Deutschland.

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1. Wie in Nordamerika: Paddeln auf dem Sylvensteinspeicher

Vor uns schlängelt sich der Fluss auf seinem Kiesbett, hinter jeder Kurve sieht er anders aus. Das Ufer ist wild, teilweise erinnern umgestürzte Bäume an die Hochwasser und Unwetter im Frühjahr. Die Chancen, seltene Tierarten zu sichten, sind groß. Manchmal stehen röhrende Hirsche am Ufer. Die Berge, die rechts und links aus den dichten Nadelwäldern in den Himmel ragen, machen das Panorama perfekt.

Wir paddeln über den Sylvensteinspeicher im Süden Bayerns – fühlen uns dabei aber wie mitten in Nordamerika. Das geht nicht nur uns so: Denn das Obere Isartal mit seinen bewaldeten Gipfeln und der wilden Flusslandschaft wird als „Klein-Kanada“ bezeichnet.

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Mit dem Kajak auf dem Sylvensteinspeicher fahren: Das ist ein echtes Abenteuer.

2. Whale-Watching wie in Neuseeland: Am Strand von Sylt

Um Wale zu sehen, müssen wir nicht um die Welt reisen. Es reicht, wenn wir uns ein bisschen Zeit nehmen, und uns an den Strand von Sylt setzen: Dort nämlich, in der Nordsee, leben rund 6000 Schweinswale. 

1999 ist rund um Sylt und die übrigen Nordfriesischen Inseln das erste Walschutzgebiet Europas entstanden, das heute Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer ist.

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Dennoch ist die Population gefährdet: Jedes Jahr sterben Hunderte Wale, weil sie als Beifang in Fischernetzen hängen bleiben. Das Konzept zum Schutz der Schweinswale zeigt dennoch erste Erfolge, denn die Wale fühlen sich vor der Küste Sylts wohl: In der Nähe des Weststrandes bringen sie im Frühjahr ihre Kälber zur Welt. Die kommenden Monate halten sich die Familien gern in Strandnähe auf.

3. Einen funkelnden Nachthimmel wie in der Wüste bewundern

Um einen großartigen Sternenhimmel zu erleben, müssen wir nicht bis in die Wüste reisen. Dunkle Orte, über denen Tausende Sterne am Himmel funkeln, gibt es auch in Deutschland: Die International Dark-Sky Association (IDA), die sich seit 30 Jahren gegen Lichtverschmutzung engagiert, hat bis heute weltweit rund 130 Regionen und Orte aufgelistet, in denen künstliches Licht gebannt und der dunkle Nachthimmel geschützt wird.

Vier dieser ausgewiesenen Sternenparks liegen in Deutschland: der Sternenpark Westhavelland in Brandenburg, der Sternenpark Biosphärenreservat Rhön in Hessen, der Sternenpark Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen und der Sternenpark Winklmoosalm in Bayern.

4. Tanzende Kraniche: Mit dem Fernglas auf Vogelsafari

Über 700 eingetragene Vogelschutzgebiete gibt es in Deutschland: Geschützte Regionen mit einer großen Artenvielfalt finden sich in jedem Bundesland, ein paar stechen besonders hervor.

Das Wattenmeer beispielsweise zählt zu den vogelreichsten Gebieten der Welt und ist ein bedeutender Zwischenstopp für Zugvögel. Im Frühjahr und Herbst tummeln sich hier Millionen von Gänsen und Wattvögeln, im Winter kannst du arktische Singvögel beobachten.

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Über 700 eingetragene Vogelschutzgebiete gibt es in Deutschland, so wie am Chiemsee – ab auf Fotosafari!

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zählt für Kraniche zu den bedeutendsten Rastgebieten in ganz Europa. Wenn sie im Herbst gen Süden und im Frühjahr wieder gen Norden fliegen, tummeln sich hier bis zu 50.000 Kraniche gleichzeitig.

5. Wie Venedig: In einer Gondel durch die Kanäle Bambergs schippern

Das Fischerviertel entlang der Regnitz ist Teil der mehr als 1000 Jahre alten Bamberger Altstadt. Die hat längst Geschichte geschrieben: Weil sie mehrere Kriege unversehrt überstanden hat und deswegen bis heute ein gut erhaltenes Denkmal ist, zählt die komplette Altstadt als Unesco-Weltkulturerbe. 2400 Häuser sind geschützt, bis heute sind manche Teile des Ortskerns für Autos gesperrt.

Stattdessen schippern still und ruhig Gondeln durchs Bild und Touristen mit ihnen. Die Bamberger Gondeln sind echte Italiener, Venezianer sogar, denn dort wurden sie nach traditioneller Handwerkskunst gebaut.

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„Klein-Venedig“ in Bamberg ist Unesco-Weltkulturerbe.

6. Karaoke-Bars und Manga-Cafés: Little Tokyo in Düsseldorf

Japanische Schriftzüge der Geschäfte und Restaurants säumen den Straßenrand, Japanerinnen und Japaner machen sich mit Aktentaschen unter dem Arm auf den Weg ins Büro. Der Bäcker verkauft grüne Matcha-Semmeln und welche, die mit gebratenen Nudeln gefüllt sind.

Ein paar Meter weiter eine Karaoke-Bar. Das ist besonders – weil wir gerade nicht durch eine von Tausenden Straßen in Tokio laufen, sondern durch die eine Straße in Little Tokyo. Das liegt in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen mitten im Herzen der Landeshauptstadt Düsseldorf. Unter Japanern, und davon leben in Little Tokyo mehr als 8000, wird Düsseldorf sogar als die deutsche Hauptstadt Japans bezeichnet.

7. Zauber um Sri Kamadchi Ampal: Einen Hindu-Tempel besuchen

Einmal im Jahr, wenn Hindus aus Deutschland und ganz Europa in ihren knallbunten Gewändern durch die Straßen ziehen, in ihrer Mitte ein ebenso bunt geschmückter Wagen mit der Statue einer Göttin, dann sprengt das förmlich das Bild, das wir von einer Stadt am Rande des Ruhrpotts haben. Hamm ist aber nicht nur eine Stadt am Rande des Ruhrgebiets.

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Kavadi-Tänzer mit durchstossenen Wangen beim Sri-Kamadchi-Ampal-Tempelfest in Hamm.

Für Tausende Hindus ist es auch der Ort, in dem sie eine wichtige Verbindung zwischen ihrer indischen und ihrer europäischen Heimat finden. Denn ausgerechnet hier steht der einzige Tempel der Göttin Kamadchi außerhalb Südasiens.

17 Meter hoch ragt der Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel im Industriegebiet von Hamm-Uentrop in den Himmel – und der ist auch dann einen Besuch wert, wenn gerade nicht das Tempelfest stattfindet.

Quellen

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