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Griechenland-Urlaub: So schön ist die Halbinsel Mani des Peloponnes

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Griechenland-Urlaub: So schön ist die Halbinsel Mani des Peloponnes

Die bunten Häuser des Hafens von Gytheio auf der Mani-Halbinsel sind ein echter Hingucker.

Geheimtipp in Griechenland: Mani ist ein Urlaubsjuwel

Ein kleiner Geheimtipp in Griechenland ist die Mani-Region. Dort, im Süden der Halbinsel Peloponnes, können Reisende abseits des Massentourismus auch im Herbst bestens wandern oder sogar baden.

Griechenland-Urlaub: So schön ist die Halbinsel Mani des Peloponnes

Brigitte Vetter

Kernig, wild, trocken und noch immer vom Massentourismus verschont – so lässt sich die Mani-Region im Süden der griechischen Halbinsel Peloponnes beschreiben. Das Landschaftsbild prägen mächtige Bergzüge, dichte Laubwälder, schmale Strände in kleinen Buchen und malerische Bergdörfer mit antiken Ruinen sowie zahlreichen Verteidigungstürmen.

Denn genauso rau wie die Natur ist auch die Geschichte dieser Gegend. So gab es im Kampf um die fruchtbarsten Länder noch bis ins 20. Jahrhundert Clankriege und das Gesetz der Blutrache. Gleichzeitig gilt die Mani-Region als einzige in Griechenland, die nie länger von fremden Mächten beherrscht wurde. Die fast fensterlosen Wohntürme zur Verteidigung zeugen noch heute davon.

Griechenland-Urlaub: So schön ist die Halbinsel Mani des Peloponnes

Geschlechtertürme, Dorf auf Mani Halbinsel, Peleponnes, Griechenland

Baden im Herbst – in der Mani ist das möglich

Mittlerweile wurden viele dieser Türme zu Hotels umgebaut und heißen Touristinnen und Touristen willkommen. Als Urlaubsziel ist die Halbinsel aber weniger bekannt, obwohl das Meer auch noch im Herbst über 20 Grad hat. Umspült vom Messenischen sowie Lakonischen Golf und erwärmt durch die griechische Sonne, ist auch noch im Oktober ein Badeurlaub möglich.

Touristisch bedeutsam sind nur wenige Orte der Mani. Dazu zählen Kardamìli am Fuße des Taygetos-Gebirges, der bei Pauschalreisenden begehrte Badeort Stoupa mit seinen weitläufigen Sandstränden und die Hauptstadt Areopoli. Wir stellen dir einige Orte vor, die du unbedingt sehen solltest.

Griechenland-Urlaub: So schön ist die Halbinsel Mani des Peloponnes

Der Sandstrand in Stoupa der Mani, Peloponnes.

Ein Besuch in Areopoli

Trotz der nur rund 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gilt Areopoli als die Hauptsiedlung der Inneren Mani. Kleine Cafés und Tavernen säumen die Hauptstraße. Auf dem Stadtplatz mit dem Denkmal des einheimischen Helden Petros Mavromichalis spielt sich nahezu das gesamte Leben ab. Besonders sehenswert ist außerdem die kleine Steinkirche mit einem Glockenturm.

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Restaurant in Areopoli auf der Halbinsel Mani.

Der malerische Hafen Limeni südlich von Areopoli verbindet die Architektur der Mani mit dem blauen Meer und köstlichem Essen. Rings um das Ufer finden sich einige Tavernen, die ihre Tische auf Steinplattformen nahe dem kristallklaren Wasser positioniert haben. Einen Strand gibt es zwar nicht, die Felsen lassen sich jedoch für ein Sonnenbad nutzen. 

Zum Angebot

Entdecke die Diros- oder Katafygi-Höhle

Eine Bootsfahrt durch einen Höhlenkomplex – das ist in den Diros-Höhlen möglich. Denn die Höhle bei Pyrgos Dirou  umfasst einen eigenen See. Bei einer kostenpflichtigen Tour von etwa 40 Minuten laufen Besuchende durch enge Pässe und fahren mit einem Boot durch eine Höhle. In der 15.400 Meter langen Höhlenformation am Rande der Mani, kurz hinter dem Ort Areopoli, lassen sich beeindruckende Gesteinsformationen sowie Tropfsteine verschiedener Formen und Farben entdecken. 

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Die Tropfsteinhöhle bei Pyrgos Dirouer der Mani-Halbinsel, Peloponnes.

Ein echter Insider-Tipp ist hingegen die Höhle Katafygi. Die nahezu unbekannte Höhle, die sich von Agios Dimitrios etliche Kilometer unter der Erde erstreckt, ist gut für ein kleines Abenteuer. Allerdings bietet sie keinerlei Infrastruktur. Zur Besichtigung solltest du festes Schuhwerk tragen, mindestens zwei Taschenlampen und Ersatz-Batterien mitnehmen und vor deinem Aufbruch jemandem Bescheid sagen, dass du dort hingehst. 

Kap Tenaro – die Südspitze der Halbinsel Mani

Den südlichsten Punkt des griechischen Festlands bildet der Leuchtturm am Kap Tenaro. Da es auf dem rund zwei Kilometer langen Pfad keinen Schatten gibt, solltest du besonders in den Sommermonaten viel Wasser mitnehmen. Das Besondere auf dem Weg an die Südspitze der Mani: Die Straßen werden schmaler, die Landschaft zusehends karger und die Wehrtürme der Manioten höher. Allerdings nicht höher als 20 Meter, denn die Höhe ist per Gesetz festgeschrieben, schreibt „Peloponnes.Insel-Leben“. 

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Der Leuchtturm im Kap Tenaro auf der Halbinsel Mani.

Dort, tief im Süden, kannst du einsam durch die schroffe Natur wandern, ohne von anderen großartig gestört zu werden. Touristinnen und Touristen gibt es kaum, ebenso wie Einheimische. Der Weg führt an felsigen Buchten, Bergen und einer Ruine mit Mosaiken aus hellenistischer Zeit vorbei. Bei einem Parkplatz nahe dem Leuchtturm bietet die Nische einer verfallenen Kirche Platz, um mit Kerzen des Gottes Poseidon zu gedenken. 

Ganz in der Nähe zum Kap lockt wiederum einer der wenigen Sandstrände der Region Besuchende an. Der Strand in Marmári hat gleich zwei große sandige Buchten mit flachem Wasser, die von felsigen Hügeln umgeben sind.

Wandern durch die Mani

Die Halbinsel Mani ist auch bekannt für ihre vielen wunderschönen Wanderwege – insbesondere im Norden der Mani rund um Kardamili. Dort wanderst du durch grüne Laubwälder und entlang mächtiger Bergzüge. 

Beispielsweise kannst du auch eine relativ lange Rundtour in die Berge mit tollen Aussichten und abgelegenen Bergdörfern begehen. Die Strecke führt dich 30 Kilometer über kaum befahrene Straßen und eine wunderschöne Schlucht von und nach Kardamili.

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Kardamili auf der griechischen Mani-Halbinsel, Peloponnes.

Der kleine Ort befindet sich am Fuße des Taygetos-Gebirges. Der historische Ortskern ist zwar fast gänzlich verlassen, doch der kleine Hafen des Ortes ist sehr belebt. Dort buhlen Tavernen und Cafés um Reisende, die dort in der Hauptsaison täglich verweilen. Eine kleine Sehenswürdigkeit, die eine Wanderung wert ist, ist die verfallene Kirche Agia Sophia. Sie befindet sich oberhalb des Ortes. 

Quellen

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