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Highlights auf Föhr: Die besten Sehenswürdigkeiten der Insel

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Highlights auf Föhr: Die besten Sehenswürdigkeiten der Insel

Blick auf Wyk vom Wasser aus.

Nordische Schönheit: Die besten Sehenswürdigkeiten auf Föhr

Kleine Insel, große Abenteuer: Im Urlaub auf Föhr locken nicht nur Nordsee und Wattenmeer, sondern auch sprechende Grabsteine, Windmühlen und ein Ringwall. Willkommen zur Friesentour und den Highlights der Insel!

Highlights auf Föhr: Die besten Sehenswürdigkeiten der Insel

Jasmin Kreulitsch

Föhr-Urlaubende sind sich einig: Die Insel ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich schön, außergewöhnlich vielseitig, außergewöhnlich spannend. In der Mitte der Nordfriesischen Inseln gelegen, herrscht auf Föhr ein besonderes Flair. Um das mit allen Sinnen zu spüren, lohnt sich eine ausgiebige Tour über die Insel – zu den besten Sehenswürdigkeiten auf Föhr.

Nordseeheilbad Wyk 

Alle Wege führen auf Föhr nach Wyk, der einzigen Stadt der Insel. Der Badebetrieb in Wyk begann bereits im Jahre 1819, somit gilt der Ort als erstes Seebad in Schleswig-Holstein. Heute ist das Städtchen das Herz der Insel, wo stets viel los ist – egal ob am Strand oder in der Innenstadt. Hierher kommt, wer einkaufen, essen oder ausgehen möchte.

Highlights auf Föhr: Die besten Sehenswürdigkeiten der Insel

Wyk ist Dreh- und Angelpunkt für Urlauber. Hier legen die meisten Schiffe ab.

Der Tourismus konzentriert sich auf die Promenade Sandwall, die als eine der schönsten Flaniermeilen Deutschlands gilt. Und auch wenn das Nachtleben auf Föhr im Vergleich zur Inselschwester Sylt eher schläft, gibt es angesagte Treffpunkte. Am Strand von Wyk gelten die zwei Surfbars „Pitschi’s“ und „Schapers“ als Szene-Location.

Friesenmuseum

In Wyk befindet sich das wichtigste Museum der Insel, das eines der ältesten Heimatmuseen Schleswig-Holsteins ist. Im „Friesenmuseum“, dessen Eingang aus zwei gewaltigen Unterkieferknochen eines Blauwals besteht, gibt es die umfangreichste kulturgeschichtliche Sammlung der Nordfriesischen Inseln.

Highlights auf Föhr: Die besten Sehenswürdigkeiten der Insel

Im „Friesenmuseum“ gibt es die umfangreichste kulturgeschichtliche Sammlung der nordfriesischen Inseln.

Besonders spannend ist die Geschichte der Seefahrt und des Walfangs, da beides auf Föhr und den anderen Nordfriesischen Inseln einst eine große Rolle spielte. Auf dem Museumsgelände steht auch das älteste Haus der Insel. Es stammt aus dem Jahr 1617 und ist komplett eingerichtet.

Sprechende Grabsteine

Die Geschichte der Seefahrt entdeckst du auch, wenn du dir die sprechenden Grabsteine von Föhr anguckst. Kapitäne, die früher zum Walfang in See stachen und damit reich wurden, ließen ihre Grabsteine nicht nur mit Anker, Herz und Kreuz – den Symbolen der christlichen Seefahrt – verzieren, sondern auch ihre Lebensgeschichte in den Stein meißeln.

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Auf den Friedhöfen der mittelalterlichen Kirchen St. Laurentii in Süderende, St. Johannes in Nieblum und St. Nikolai in Boldixum stehen die "sprechenden Grabsteine".

So wurden ihre Grabsteine nicht nur mit Namen und Daten bestückt, sondern mit kleinen Romanen. Die Inschriften drehten sich um Familien- und Berufsleben der Walfänger und Kapitäne, aber auch um besondere Ereignisse. Auf den Friedhöfen der drei mittelalterlichen Kirchen St. Laurentii in Süderende, St. Johannes in Nieblum und St. Nikolai in Boldixum kannst du heute die sprechenden Grabsteine besichtigen.

Friesendom

Die Kirchen auf Föhr erzählen eine lange Geschichte und sind absolut sehenswert. Die St.-Johannis-Kirche in Nieblum ist die älteste und größte der mittelalterlichen Kirchen auf Föhr. Sie stammt aus dem elften Jahrhundert. Wegen ihrer typischen Bauweise wird sie auch als „Friesendom“ bezeichnet.

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Die St. Johannis Kirche in Nieblum ist als Friesendom bekannt.

Spannend ist auch die Lage: Die Kirche steht auf einem aufgeworfenen Hügel über dem Übergang von der Geest zur Marsch am nördlichen Dorfeingang von Nieblum und damit vier Meter über dem Meeresspiegel. Deshalb kann man vom Wasser aus den Vierkant-Kirchturm der St.-Johannis-Kirche gut sehen.

Goting Kliff

Die einzige Steilküste der Insel liegt im Ortsteil Goting der Gemeinde Nieblum. Das Goting Kliff entstand während der Saale-Eiszeit, ist circa 1,7 Kilometer lang und hat eine Höhe von bis zu neun Metern. Der Besuch lohnt sich, denn die Kulisse ist umwerfend.

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Das Goting Kliff entstand während der Saale-Eiszeit.

Am besten kommt man zu Fuß oder mit dem Rad und verbindet den Ausflug mit einem langen Spaziergang am Strand. Danach kannst du im „Kliff Café“ einkehren und die Föhrer Spezialitäten kosten: Friesentorte, eine geschichtete Torte mit mehreren Lagen aus Schlagsahne, Pflaumenmus und Blätterteig, und Tote Tante, Kakao mit einem Schuss Rum und Schlagsahne.

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Windmühlen von Föhr

Einst gab es auf Föhr zahlreiche Mühlen, die von Seefahrern als Orientierung genutzt wurden. Heute sind nur noch fünf Mühlen erhalten in den Ortschaften Wyk, Oldsum, Borgsum und Wrixum.

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Auf Föhr gibt es fünf historische Windmühlen.

In Wyk gibt es zwei Windmühlen. Auf dem Gelände des Friesenmuseums steht eine Bockwindmühle, die noch über ihr ursprüngliches Mahlwerk verfügt. Die andere Wyker Windmühle befindet sich in Privatbesitz. In Wrixum, Oldsum und Borgsum gibt es drei Holländerwindmühlen. Die Oldsumer Mühle wird heute als Wohnhaus genutzt, die Wrixumer Mühle als Restaurant.

Friesenhäuser auf Föhr

Föhr ist wie Sylt und Amrum bekannt für Friesenhäuser. Auf der Insel gibt es unzählige Häuser in der regionstypischen Bauweise. Die schönsten entdeckt man in Nieblum. Hier reiht sich ein reetgedecktes Friesenhaus mit den typischen Friesenwällen und Heckenrosen an das andere.

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Ein typisch reetgedecktes Friesenhaus in Wyk auf Föhr.

Das älteste Friesenhaus befand sich einst in Alkersum: Es wurde 1617 erbaut, 1927 abgetragen und auf dem Gelände des Friesenmuseums originalgetreu wiederaufgebaut, wo es besichtigt werden kann.

Lembecksburg in Borgsum

In der Föhrer Marsch nordwestlich von Borgsum begegnest du im Urlaub auf Föhr den Wikingern. Hier befindet sich mit der Lembecksburg ein Ringwall aus dem neunten und zehnten Jahrhundert. Dieser diente einst als Flucht- und Schutzburg vor den Wikingern.

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Lembecksburg ist ein Ringwall aus dem 9./10. Jahrhundert.

Die Anlage ist kreisförmig errichtet, hat einen Umfang von circa 450 Metern und eine Höhe von 13 Metern. Bei Ausgrabungen in den 1950er-Jahren wurden Keramikscherben aus der Eisenzeit gefunden. Heute vermutet man, dass schon vor den Friesen, die die Insel etwa im siebten Jahrhundert in Besitz nahmen, Menschen hier lebten.

Wattwanderung nach Amrum

Wer den Schwesterinseln noch näher kommen möchte, sollte eine ausgedehnte Wattwanderung machen – und auf dem Meeresboden von Föhr nach Amrum wandern. Die wechselnden Wasserstände machen es möglich, weit ins Watt zu gehen. 

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Eine Wattwanderung von Föhr nach Amrum beginnt in Dunsum.

Die Strecke nach Amrum wird gern als „Perle unter den Wattwanderungen“ bezeichnet. Es geht in etwa drei Stunden und auf einer Strecke von acht Kilometern von Dunsum auf Föhr zur Nordspitze von Amrum. Der Rückweg erfolgt mit der Fähre.

Weinverkostung auf dem Weingut Waalem

Es klingt schräg, ist aber tatsächlich ein kulinarisches Highlight auf Föhr: eine Verkostungstour auf dem Weingut Waalem in Greveling. Tatsächlich wird auf der Insel Wein gekeltert – mitten im rauen Nordseeklima und auf dem einzigen Weingut an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins.

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Auf Föhr gibt es das einzige Weingut an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins.

Ursprünglich war der Weinanbau auf der Insel nur ein Experiment, doch die Idee ging auf. Heute machen die Reben des Weinguts Waalem circa 20 Prozent des schleswig-holsteinischen Weinanbaugebietes aus. Die Weine werden auf der Insel angebaut, geerntet und abgefüllt – und verlassen Föhr erst zum Verkauf.

Quellen

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