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Impfpass ohne Booster läuft ab: Wann Reisende handeln müssen

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Impfpass ohne Booster läuft ab: Wann Reisende handeln müssen

Ein Impfzertifikat zeigt eine Boosterimpfung – die ist ab 1. Februar für viele Reisen nötig.

Impfpass läuft ab: Wann Reisende handeln müssen

Das Coronavirus spielt auch 2022 beim Reisen eine wichtige Rolle. Ab dem 1. Februar wird die Gültigkeit des digitalen Impfzertifikates in Deutschland und vielen Ländern in Europa verkürzt. Was das für Reisende heißt.

Impfpass ohne Booster läuft ab: Wann Reisende handeln müssen

Maike Geißler

Ohne gültiges Impfzertifikat kommen Reisende derzeit nicht weit. In Deutschland, aber auch bei Reisen ins Ausland ist an vielen Stellen der Impf- oder Genesenenstatus nachzuweisen. Dabei spielt die Gültigkeitsdauer des Nachweises eine große Rolle.

In Deutschland gilt das digitale Impfzertifikat für Personen mit Grundimmunisierung derzeit zwölf Monate lang. Ab 1. Februar wird die Gültigkeit aber auf 270 Tage (neun Monate) verkürzt. Mit dritter Impfung (Booster) gelten sie ab dem Tag der Auffrischungsimpfung derzeit für einen unbegrenzten Zeitraum.

Deutschland passt sich damit dem Vorschlag der EU-Kommission an. Demnach sollten Impfzertifikate in der gesamten Europäischen Union ohne Booster künftig nur noch neun Monate gültig sein. Über die ensprechende Empfehlung des Gremiums hatten die Mitgliedsstaaten bereits Ende Dezember 2021 beraten. Allerdings weichen einige beliebte Reiseländer davon ab – dort läuft das Impfzertifikat sogar früher ab. Und das hat große Folgen für den Urlaub. Ein Überblick:

  • Wo der Corona-Impfpass weniger als 9 Monate gültig ist
  • Wie lange ist mein Impfzertifikat noch gültig?
  • Was ist der EU-Nachweis eigentlich?

In diesen Ländern läuft der Impfpass früher ab

Dänemark: Die Impfzertifikate in Dänemark sind gültig, wenn die vollständige Impfung mindestens 14 Tage und maximal fünf Monate zurückliegt oder die erste Impfdosis innerhalb der letzten 14 bis 42 Tage verabreicht wurde. Ansonsten muss ein negativer PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt) vorgelegt werden.
 

Frankreich: Reisende über 65 Jahre müssen bereits seit dem 15. Dezember nach sechs Monaten geboostert sein, damit das Impfzertifikat gültig bleibt. Bei allen anderen Reisenden ab 18 Jahren darf die Grundimmunisierung mittlerweile nicht länger als sieben Monate zurückliegen, dann muss die Auffrischungsimpfung erfolgen.

Griechenland: In dem Land sind Impfzertifikate ab dem 1. Februar nur noch maximal sieben Monate gültig – es sei denn, es folgt eine Auffrischimpfung. Für über 60-Jährige gilt dies bereits seit Mitte Dezember. Für Reisende hat diese Regelung Folgen: Denn die Einreise ist zwar auch bis neun Monate nach der Zweitimpfung gültig, doch in Griechenland selbst gelten für Urlauberinnen und Urlauber dieselben Regeln wie für die Einheimischen. Der Zutritt zu Innenräumen von bestimmten Einrichtungen wie der Gastronomie ist ausschließlich Geimpften und Genesenen gestattet, es greift die 2G-Regel.

Italien: Auch in Italien wird die Dauer des grünen Zertifikates am 1. Februar auf sechs Monate verkürzt, das teilte die Botschaft in Berlin mit. Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens (unter anderem öffentliche Verkehrsmittel, Hotels und Restaurants) ist für Personen ab zwölf Jahren ein 2G-Nachweis erforderlich.

Impfpass ohne Booster läuft ab: Wann Reisende handeln müssen

In vielen Ländern der EU läuft das Impfzertifikat nach neun Monaten ab. In einigen Ländern verfällt der Impfstatus ohne Booster aber auch schon früher.

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Österreich: Für die Einreise nach Österreich sind Impfzertifikate ab dem 1. Februar 2022 zwar weiterhin 270 Tage gültig, schreibt das Öffentliche Gesundheitsportal des Landes. Allerdings ist ohne Booster ein PCR-Test-Nachweis nötig. Und zudem soll der sogenannte Grüne Pass in Österreich selbst nach der ersten Impfserie (zwei Impfungen oder Genesung + eine Impfung) künftig nur noch 180 Tage, also sechs Monate, gültig sein. Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (drei Impfungen oder Genesung + zwei Impfungen) soll 270 Tage gültig sein. Für den Freizeitbereich in Österreich gilt fast überall 2G, sei es m Hotel, in Gaststätten oder im Skilift. Ohne Booster könnten Reisende also Probleme bekommen.

Zypern: Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz bleibt in Zypern nach der letzten Impfung 213 Tage, also etwa sieben Monate, lang gültig. Das schreibt das Monitoring-Unternehmen A3M.

In diesen EU-Ländern läuft das digitale Impfzertifikat ab dem 1. Februar nach neun Monaten ab: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn.

Wie lange ist mein Impfausweis noch gültig?

Wenn du wissen willst, wie lange dein digitales Impfzertifikat noch gültig ist, dann kannst du das in der App überprüfen.

  • CovPass-App: Unter dem QR-Code musst du auf „Zertifikate anzeigen“ klicken und dann auf das aktuellste gespeicherte Impfzertifikat. Es öffnet sich die Detailansicht, und ganz unten steht das „technische Ablaufdatum“.
  • Corona-Warn-App: Hier musst du das Impfzertifikat aufrufen und auf den QR-Code klicken. Dann ganz nach unten scrollen und das aktuell verwendete Zertifikat auswählen. Es öffnet sich die Detailansicht, und ganz unten steht das „technische Ablaufdatum“.

Was ist der EU-Impfnachweis eigentlich?

Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Deutschland etwa in Apotheken erhältlich ist. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden. Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

Die digitalen Nachweise werden nach Kommissionsangaben mittlerweile in 60 Ländern und Regionen auch außerhalb der EU anerkannt und verwendet. Insgesamt seien bereits mehr als 807 Millionen Zertifikate ausgestellt worden.

Quellen

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