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Kanaren-Urlaub: Alles, was du wissen musst

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Kanaren-Urlaub: Alles, was du wissen musst

Die wunderschöne Playa de las Teresitas auf Teneriffa.

Kanaren-Urlaub: Alles, was du wissen musst

Vor der westafrikanischen Küste liegen außergewöhnliche spanische Inseln mitten im Atlantik: Die Kanaren garantieren bestes Wetter das ganze Jahr. Wir haben alle Infos, die du für den Urlaub brauchst.

Kanaren-Urlaub: Alles, was du wissen musst

Jasmin Kreulitsch

Die Kanarischen Inseln sind eine Inselgruppe, die aus sieben Hauptinseln und weiteren kleineren Inseln besteht. Mitten im Atlantik zeigt Spanien hier sein außergewöhnliches Gesicht, denn die Kanaren sind aus Vulkanen entstanden. Im Urlaub erwarten dich deshalb paradiesische Strände mit Palmen genauso wie schwarze Vulkanstrände. Du hast Lust auf die Kanaren? Dann nichts wie los! Wir haben alle Infos, die du brauchst! 

Anreise auf die Kanarischen Inseln

Mit dem Flugzeug

Die Hauptinseln der Kanaren werden regelmäßig von vielen Flughäfen Europas aus angeflogen. Die wichtigsten Flughäfen sind Teneriffa-Süd (TFS), Las Palmas (LPA) auf Gran Canaria, Puerto del Rosario (FUE) auf Fuerteventura und Arrecife (ACE) auf Lanzarote.

Direktflüge von Deutschland aus auf die Kanarischen Inseln gibt es unter anderem von Lufthansa, Iberia, Condor, Ryanair, Tuifly, SunExpress und Germania. Die Flugzeit auf die Kanaren beträgt von Deutschland aus im Schnitt vier bis fünf Stunden. Dank Billig-Airlines kann die Anreise sehr günstig werden. Mit etwas Glück ergatterst du ein Ticket schon ab 30 Euro.

Auf den Kanaren angekommen, besteht die Möglichkeit, von einer Insel zur anderen zu fliegen. Diese Routen werden von der Kanarischen Fluglinie Binter Canarias bedient.

Mit der Fähre

Die Inseln sind untereinander und mit dem spanischen Festland mit Fähren verbunden, Teneriffa und Gran Canaria haben je einen großen Seehafen, der Haupthafen ist der Hafen von Las Palmas. Die meisten Verbindungen werden vom Fred. Olsen Express und der Linie Armas angeboten.

Die Verbindungen sind allerdings nicht immer direkt und es kann sein, dass du einen Zwischenstopp auf einer der größeren Inseln einlegen musst. Eine typische Verbindung ist beispielsweise die Strecke von Lanzarote nach Fuerteventura. Diese wird stündlich von Fred. Olsen bedient. Der Katamaran braucht nur zwölf Minuten.

Urlaub buchen

Pauschalurlaub

Buchst du gern Flug und Hotel in einem? Dann ist ein Pauschalurlaub richtig für dich. Hier kaufst du deine Reise im Paket und bekommst die Anreise und die Übernachtungen zusammen. Zusätzlich entscheidest du, ob du nur Frühstück oder Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bekommen willst.

Kanaren-Urlaub: Alles, was du wissen musst

Strand Playa de Argaga und Finca Argayall im Abendlicht auf La Gomera.

All-inclusive

Machst du gern in All-inclusive-Clubs Urlaub? Dann ist ein All-inclusive-Paket perfekt, das du in einem Reisebüro oder online buchst und das alles beinhaltet – von Flug und Hotel bis hin zu Transfer und Vollverpflegung. Bei dieser Urlaubsform musst du dir vor Ort über gar nichts mehr Gedanken machen, da wirklich alles inkludiert ist.

Individuell

Magst du es individuell und stellst du dir gern einen Urlaub nach deinem Geschmack zusammen, solltest du nach dem Baustein-Prinzip arbeiten und die einzelnen Teile aneinanderfügen: Zuerst die Region auswählen und entsprechende Flüge buchen, dann eine Unterkunft suchen und Programmpunkte vor Ort fixieren.

Anbieter

Gute Adressen für Pauschal- und All-inclusive-Urlaube in Spanien sind zum Beispiel Tui, Gulet, ltur, FTI oder DER Tour. In den Suchmasken online kann man genau angeben, welche Leistungen man sich wünscht, und bekommt dann passende Angebote angezeigt. Günstige Reisen im Pauschalbereich kann man auch bei Hofer Reisen und bei Aldi Reisen ergattern.

Möchtest du individuell reisen, ist im ersten Schritt der Flug wichtig. Flugangebote im Vergleich findest du auf Seiten wie Opodo, Momondo oder Skyscanner. Es kann sich auch lohnen, direkt bei den Airlines nach Flügen zu suchen. Iberia, Vueling oder Volotea sind beispielsweise spanische Fluglinien.

Wie teuer ist ein Kanaren-Urlaub?

Spanien ist im Vergleich zu manch anderen europäischen Reisezielen verhältnismäßig günstig. Das Preisniveau der Mittelmeerländer ist in etwa gleich, die Kanarischen Inseln liegen preistechnisch in etwa auf dem Niveau von Deutschland. Manche Waren (zum Beispiel Parfum, Benzin, Zigaretten) sind wesentlich billiger als im spanischen Mutterland, da auf den Inseln keine spanischen Umsatzsteuern erhoben werden.

Zum Angebot

Laut einer Umfrage von Tripadvisor sind die drei kleinsten der Kanarischen Inseln am günstigsten. Auf La Palma, El Hierro und La Gomera liegen die Hotelkosten auf dem Archipel unter den anderen Inseln. Als teuerste Inseln gelten Fuerteventura und Teneriffa. Aber: Der Urlaub hier ist günstiger als auf den Balearen. Laut einer Studie der Ferienhaus-Suchmaschine Hometogo kostet eine Woche Sommerurlaub auf Teneriffa im Schnitt 760 Euro (während es 5250 Euro auf der Balearen-Insel Ibiza sind).

Da die Kanaren eine Ganzjahresdestination sind, spielt auch die Reisezeit eine große Rolle. Als beste Reisezeit für die Kanaren gelten die Monate April bis Oktober, da steigen die Preise. In der Nebensaison zwischen Herbst und Frühling ist weniger los. Dann sinken auch die Preise ein wenig und du kannst bei der Unterkunft sparen. Allerdings sind die Unterschiede nicht so groß. Da die Kanaren eine Ganzjahresdestination sind, sind die Unterschiede der Preise in der Haupt- und Nebensaison nicht allzu groß. Die preislich günstigste Reisezeit liegt zwischen Januar und Mai.

Beste Reisezeit

Die Kanaren werden nicht grundlos Inseln des ewigen Frühlings genannt. Denn das Klima hier ist ganzjährig mild. Das liegt an der Lage der Inselgruppe zwischen dem 27. und 29. Breitengrad. Politisch gesehen gehören die Kanarischen Inseln zu Spanien, geografisch liegt die Inselgruppe jedoch in Afrika. Das Ergebnis: frühlingshaftes Klima das ganze Jahr.

Die meisten Sonnentage erwarten dich auf Gran Canaria – hier gibt es 320. Der wärmste Monat ist der August mit elf Sonnenstunden und bis zu 29 Grad Celsius. Nach Temperaturmessungen gelten Lanzarote und Fuerteventura als wärmste Inseln der Kanaren, da sie am nächsten am afrikanischen Festland liegen und weil aufgrund des Flachlands ein arides Klima mit weniger Niederschlägen herrscht.

Die Wassertemperatur liegt im Durchschnitt bei 18 Grad Celsius. Am wärmsten ist das Wasser im Sommer und im April, Mai, September und Oktober. Im Winter kann das Meer durchaus wild sein: Dann steigt die Atlantikströmung und das Wasser ist unruhig. Baden steht dann zwar nicht auf dem Programm, Surferinnen und Surfer finden aber perfekte Bedingungen vor!

Im Winter auf die Kanaren

Das Klima auf den Kanaren ist ganzjährig mild. Natürlich ist das Wetter in den Wintermonaten anders als im Sommer, aber klar ist: T-Shirt-Wetter gibt es allemal. Der kälteste Monat auf den Kanaren ist der Januar mit etwa sechs Sonnenstunden pro Tag und bis zu 20 Grad Celsius – was im Vergleich zum deutschen Winter ganz klar das Paradies ist.

Das Klima auf den einzelnen Inseln ist unterschiedlich aufgrund der Lage der Inseln und aufgrund der Berge, die das Wetter beeinflussen. Generell gilt: Die östlich gelegenen Inseln Lanzarote und Fuerteventura sind ganzjährig warme Reiseziele. Am wärmsten ist es im Januar auf Gran Canaria und Lanzarote, wo es oft Maximaltemperaturen von bis zu 21 Grad gibt.

Die schönsten Strände auf den Kanaren

Schwarze Vulkanstrände, mit Palmen gesäumte Buchten oder Dünen, so weit das Auge reicht: Die Strände auf den Kanaren könnten unterschiedlicher kaum sein. Gemeinsam haben sie nur eines: Der Traumurlaub ist garantiert!

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Nicht nur einer der bekanntesten Strände der Kanaren, sondern von ganz Spanien, ist die Playa de Maspalomas auf Gran Canaria.

Playa de Maspalomas

Nicht nur einer der bekanntesten Strände der Kanaren, sondern von ganz Spanien, ist die Playa de Maspalomas auf Gran Canaria. Das liegt an den beeindruckenden Dünen, die den Strand und seine Kulisse so einzigartig machen.

Der breite und feinsandige Küstenabschnitt erstreckt sich über zwölf Kilometer, dazu gibt es eine Uferpromenade mit hippen Cafés und schicken Restaurants. Ein Highlight ist der Besuch des 68 Meter hohen Leuchtturms Faro de Maspalomas zum Sonnenuntergang.

Playa de Las Teresitas

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Die Strände Las Teresitas gelten als Aushängeschild der Kanareninsel Teneriffa.

Die Strände Las Teresitas gelten als Aushängeschild der Kanareninsel Teneriffa. Im Norden der Insel im Dorf San Andrés gelegen, bezaubert der Strand mit goldgelbem Sand und unzähligen Palmen.

Der durch die schützenden Molen bedingte ruhige Wellengang macht den Strand ideal für Familien mit kleineren Kindern, die hier ganz entspannt im Wasser planschen können.

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Im Nordosten der Insel Fuerteventura gehören die Playas de Corralejo zu den schönsten Stränden.

Playas de Corralejo

Fuerteventura hat den Ruf, dass seine Strände besonders rau und wild sind, doch es gibt auch Ausnahmen: Im Nordosten der Insel gehören die Playas de Corralejo nicht nur zu den schönsten Stränden der Insel, sondern von ganz Spanien.

Das liegt an dem kristallklaren Wasser und den breiten Sandstränden, die umgeben von malerischen und butterweichen Dünen sind.

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Im Norden von Lanzarote bezaubert die Playa Famara.

Playa Famara

Im Norden von Lanzarote bezaubert die Playa Famara auf über 6000 Metern mit goldbraunen Strand und den gleichnamigen Klippen im Hintergrund. Weil der Strand sehr lang und breit ist, verteilen sich die Besucherinnen und Besucher gut.

Am häufigsten kommen Surferinnen und Surfer, Spaziergänger und Spaziergängerinnen sowie Sonnenuntergang-Fans. Beim Schwimmen musst du vorsichtig sein: Die Wellen sind hier hoch und es gibt Unterströmungen.

Die kanarische Küche

Die spanische Küche ist mediterran geprägt, das ist auch auf den Kanaren so. Wichtige Bestandteile sind Knoblauch und Olivenöl, Fisch und Meeresfrüchte, Kartoffeln und frisches Gemüse. Die Kartoffeln spielen eine besondere Rolle und werden auf den Kanaren nicht geschält oder gepellt, sondern mit Schale gegart und serviert. Dazu gibt es die beiden Soßen Mojo rojo (der scharfe rote Mojo) und Mojo verde (der nicht scharfe grüne Mojo).

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Landestypischer Fischteller mit Garnelen, Muscheln, Weißfisch, Tintenfisch, Salzkartoffeln.

Fleisch wird auf den Kanaren gern traditionell zubereitet, zum Beispiel Schweine- und Rinderbraten am Stück oder kurz gebraten, aber auch gerne als Eintopf wie im Inselgericht Ropa vieja mit Fleisch, Kichererbsen, Gemüse und Kartoffeln. Ein Klassiker ist Baifito en adobo, gebratenes Zicklein, das in einer Marinade aus Weißwein, Knoblauch, Petersilie, Thymian, Paprika, Lorbeerblättern und Salz eingelegt und anschließend gebraten wird.

Quellen

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