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Lost Places in den USA: Poesie der Vergänglichkeit

Poesie der Vergänglichkeit
Lost Places in den USA: Momente der Ewigkeit am Highway-Rand

Aufgegebene Tankstellen, verwaiste Motels und einsame Häuser – der Fotograf Heribert Niehues reiste 240.000 Kilometer durch die Vereinigte Staaten, um melancholische Motive am Straßenrand aufzuspüren.

Lost Places in den USA: Poesie der Vergänglichkeit

von Till Bartels

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Lost Places in den USA: Poesie der Vergänglichkeit

© Heribert Niehues/Delius Klasing

Bild 1 von 13 der Fotostrecke zum Klicken  Eine typische Kombination von Diner und Tankstelle am Highway-Rand, die Heribert Niehues in der kalifornische Mojave-Wüste für den Bildband „Poesie der Vergänglichkeit“ fotografierte.

Heribert Niehues ist "bekennender Oldtimer-Fan", wie er über sich selbst sagt. Und er liebt es, mit dem Auto durch einsame Regionen der Vereinigten Staaten, insbesondere im Mittleren Westen und durch die Wüsten Kaliforniens und Nevada zu fahren.

Dabei hat er einen Blick für Morbides, für sogenannte Lost Places links und rechts am Straßenrand: zerfallende Häuser, vor sich hin rostende Straßenkreuzer und Relikte einer aufgegebenen Infrastruktur der mobilen Gesellschaft wie Motels, Tankstellen und Schnellrestaurants. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie seit Jahren keine Kunden mehr empfangen haben und sich selbst überlassen sind.

Seine Neuentdeckungen hat er in dem Bildband "Poesie der Vergänglichkeit – Lost Places in den USA" dokumentiert, der vor Kurzem im Delius Klasing Verlag erschienen ist. 


Wo sich Klapperschlangen gestört  fühlen

Der opulente Bildband ist mit seinen 200 Fotografien ist aufgeteilt in die Kapitel Tankstellen, Diner und Motels, Gebäude und Automobile, wobei in den Bildlegenden eine genaue Ortsbestimmung bewusst nicht genannt wird, um dem Vandalismus vorzubeugen.

"Ich bin einer, der an keinem rostigen Kotflügel so einfach vorbeifährt", erzählt Heribert Niehues dem stern. Denn nur einen Teil seiner Motive findet er durch Vorab-Recherche mit Hilfe von Google Earth im Internet. Die schönsten Fotos entstanden spontan, fernab der Highways auf einsamen Schotterstraßen.

In solchen Momenten heißt es schnell anhalten. Es galt, Zäune zu überklettern und so manches Verbotsschild zu missachten. Beim Weg zu den windschiefen Gebäuden durch das hohe Gras trug der Fotograf stets festes Schuhwerk, denn auf ein Klapperschlangennest stieß er mehr als einmal.

Auf den Seiten der Fotostrecke oben zeigen wir einige seiner schönsten Aufnahmen.

Quellen

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