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Nachtfotografie: Wo Deutschland magisch leuchtet

Nachtfotografie
Entdeckungen von oben: Wo Deutschland magisch leuchtet

Glitzernde Hochhäuser, funkelnde Marktplätze und illuminierte Bahnhöfe – der Luftbildfotograf Robert Grahn zeigt Deutschland nachts aus der Vogelperspektive. So haben Sie das Land noch nie gesehen.

Nachtfotografie:  Wo Deutschland magisch leuchtet

von Till Bartels

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Nachtfotografie:  Wo Deutschland magisch leuchtet

© Robert Grahn/Frederking & Thaler

Bild 1 von 11 der Fotostrecke zum Klicken
Berlin: Potsdamer Platz
Nach der Wiedervereinigung war dieser Platz im Herzen der Stadt eine jahrelange Baustelle. Jetzt leuchtet rot das Dach des Sony Centers und rechts der Leipziger Platz in grün. Dazwischen strahlt mit heller halbrunder Fassade die Konzernzentrale der Deutschen Bahn.

Das Blättern in diesem Buch gleicht einem unendlichen nächtlichen Landeanflug auf eine Stadt in Deutschland. Eigentlich sogar auf viele Orte, die nicht alle über einen Flughafen verfügen. Schräg von oben kann man sich minutenlang ein Detail ansehen, das sonst in nur wenigen Sekunden an einem vorbeizieht.

Robert Grahn, einer der führenden deutschen Luftbildfotografen, hat das Unmögliche möglich gemacht: nachts aus der Vogelperspektive zu fotografieren. Seit 25 Jahren ist er im Luftbildmetier zu Hause und hat sich auf Nachtfotos spezialisiert, der Königsdisziplin der Luftbildfotografie.


Arbeitsalltag in der Nacht

Der gelernte Flugzeugmechaniker, der einst bei der DDR-Fluggesellschaft Interflug eine Ausbildung absolvierte, fliegt mit einer alten Cessna 172 regelmäßig allein über deutsche Metropolen. "'Sie haben den Luftraum über dem Stadtgebiet derzeit für sich allein …' Solche Freigaben sind über Deutschland meistens nur nachts zu hören, übrigens auch schon vor Coronazeiten", schreibt er im Nachwort seines neuesten Bildbandes "Deutschland leuchtet", der im Verlag Frederking & Thaler erschienen ist.

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Zeitraffer


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Video

Seine Aufnahmen von oben entstanden vor allem in kalten, klaren Winternächten bei Vollmond. Erst mit Digitalkameras und einer Lichtempfindlichkeit von 25.000 ISO sind solche Fotos machbar. "Von 100 Aufnahmen bleiben vielleicht 30 gestochen scharfe Motive ohne jede Bewegungsunschärfe übrig", sagt Grahn.

Grahn nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Deutschlandreise und zeigt uns die illuminierten Städte und deren Bauwerke. Dabei musste er ungeheuer viel im Blick haben: nicht nur die möglichen Motive unter ihm, sondern auch die Instrumente seiner Propellermaschine, die Kameras, deren Fernauslöser, die Flugsicherung, die Motorengeräusche und das Nachtflugverbot.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke oben zeigen wir einige seiner Aufnahmen aus dem neuen Bildband. 

Quellen

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