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Naturwunder in NRW: Diese atemberaubenden Orte gibt es wirklich

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Naturwunder in NRW: Diese atemberaubenden Orte gibt es wirklich

Im Eifel-Nationalpark darf die Natur sich wieder frei entfalten.

Wow! Diese Naturwunder gibt es nur in NRW

Verwinkelte Tropfsteinhöhlen, geheimnisvolle Vulkanfelsen, ein wilder Urwald: Das grüne Bundesland Nordrhein-Westfalen bietet atemberaubend schöne und geschichtsträchtige Orte. Wir stellen dir die schönsten vor.

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Janin Minkus

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“, fragte sich schon Goethe. Und tatsächlich, in Deutschland liegen so viele entdeckungswürdige und imposante Orte direkt vor unserer Haustür. Nordrhein-Westfalen etwa wird zu 40 Prozent von Naturparks eingenommen.

Der reisereporter hat das Bundesland genauer unter die Lupe genommen und stellt dir sechs Naturwunder vor, die einen Besuch wert sind.

1. Kluterthöhle in Ennepetal

380 teils bizarre Gänge, Hallen und knapp 5800 Meter unterirdische Seen machen die Kluterthöhle in Ennepetal aus. In der Höhle, die etwa 385 Millionen Jahre alt sein soll, ist außerdem Europas besterhaltenes (versteinertes) Korallenriff zu Hause. Schwämme, Muscheln und Korallen sind dort als versteinerte Lebewesen für die Ewigkeit festgehalten. 

2019 wurde die Kluterthöhle zum Nationalen Naturmonument erklärt. Bereits 1954 wurde sie aufgrund ihres Mikroklimas als Klimahöhle anerkannt und wird auch zu Therapiezwecken für Menschen mit Atemwegserkrankungen genutzt.

Führungen zu unterschiedlichen Themen machen die Kluterthöhle erlebbar. Bei der „Fossilienreise“ geht es beispielsweise bis zum tiefsten Punkt der Höhle hinab zu Korallen und dem Rauschen des Tiefenbachs – inklusive Lichtshow und musikalische Untermalung. Bei der „Erlebnistour“ werden unbeleuchtete Gänge und Engstellen teils kriechend erkundet. 

2. Externsteine im Teutoburger Wald

Die Externsteine ragen imposant in den Himmel über dem Teutoburger Wald: Die riesigen Steine mit dem merkwürdigen Namen sind bis zu 40 Meter hoch und bestehen aus Sandstein. Der wurde vor etwa 70 Millionen Jahren in die Höhe gedrückt, als die Gebirge entstanden. Die Steine waren bereits den Urmenschen bekannt, doch erst im 19. Jahrhundert machte man sie durch das Schlagen von Treppen in den Stein begehbar.

Tipp: Bei geführten Sagen-Wanderungen rund um die 13 grauen Felsen werden die Mythen, die diesem Ort innewohnen, anfassbar. Eine geführte Nachtwanderung mit Taschenlampe ist ebenfalls eine spannende Möglichkeit, diesem Naturwunder aus neuen Perspektiven zu begegnen.

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Imposantes: Die Externsteine im Teutoburger Wald.

3. Neandertal im Kreis Mettmann

Vor gut 160 Jahren wurden in einer Höhle bei Mettmann die sterblichen Überreste des Neandertalers gefunden und machten das Neandertal weltberühmt. Heute wird man in dem Tal fast allen Outdoor- und Geschichtsliebhabern gerecht. Im Neanderthal-Museum kann man tief in die Geschichte eintauchen oder bei einem Ausflug die Idylle der Natur genießen und auf den Spuren des Neandertalers wandern.

Abgerundet wird das Eintauchen in die Vergangenheit durch ein eiszeitliches Wildgehege. Vergessene und urtümliche Tierarten wie Wisente, Tarpane und Auerochsen grasen hier und machen die Zeitreise noch eindrucksvoller.

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Eiszeit-Gesellen: Ein Wisent im Neandertal.

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4. Bruchhauser Steine im Sauerland

Die vier Bruchhauser Steine sind vor Millionen Jahren als Folge von Vulkanen, Erosionen und Faltungen der Erdschichten entstanden. Die beeindruckende Felsformation sind im Rothaargebirge zu finden, unweit des Fachwerkdorfs Bruchhausen. Bis zu 92 Meter ragen die Felsen in den Himmel und der kleinste von ihnen, der Feldstein, ist für Kletterfreunde freigegeben. Wer ihn besteigt, genießt einen fantastischen Blick über das Sauerland.  

Doch nicht nur Menschen ziehen die Vulkanfelsen magisch an, auch die Tier- und Pflanzenwelt findet hier einen einzigartigen Rückzugsort. Seltene Tiere wie Falken und Uhus nutzen die Steine als Brutstätte und für die Gegend untypische arktisch-alpine Pflanzen wachsen an den Steinen.

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Die Bruchhauser Steine thronen majestätisch auf dem Istenberg.

5. Attahöhle und Dechenhöhle im Sauerland

Bei einer gleichbleibenden Temperatur von neun Grad bietet die Attahöhle auf 1,8 Kilometer langen Gängen eine geheimnisvolle Welt. Die Tropfsteinhöhle in Attendorn wurde 1907 durch Zufall bei Sprengungen entdeckt und bis heute tropft es stetig von der Felsdecke der Millionen Jahre alten Stätte. In der eingerichteten Gesundheitsgrotte kannst du die gesundheitsfördernde Höhlenluft einatmen, sie gilt als noch reiner als die am Meer und im Hochgebirge. 

Auch die Dechenhöhle in Iserlohn gehört zu den schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. In ihr wurden zahlreiche fossile Tierknochen gefunden und noch heute entdecken Forschende regelmäßig neue Gänge in dem Höhlenlabyrinth. Das Highlight der Tropfsteinhöhle ist die sogenannte Kaiserhalle, in der eine frei stehende Steinkaskade zu bewundern ist. Kulinarischer Tipp: Beide Höhlen bieten Spezialitäten an. Die Attahöhle bietet in der Tropfsteinhöhle gereiften Käse an, in der Dechenhöhle soll der Dechenhöhlenstollen eine Sünde wert sein.

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Die Dechenhöhle bei einer jährlich stattfindenden künstlerischen Lichtillumination.

6. Nationalpark Eifel

Gut 65 Kilometer von Köln entfernt liegt der Nationalpark Eifel. Er ist ein Konglomerat aus Wald, Wasser und wildem Tierreich. Seit 2004 darf sich die Natur im Nationalpark wieder frei entwickeln – weitestgehend ohne menschliche Eingriffe. Das Ergebnis ist ein Wald, der wieder seine ursprüngliche Gestalt annimmt. Zu den 10.960 Tier- und Pflanzenarten des Urwalds in der Eifel gehören mittlerweile auch 2300 bedrohte Arten. Auch der Wolf soll zurückgekehrt sein.

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Hier lohnt sich das Wandern: Blick vom Nationalpark Eifel auf den Obersee.

Auf dem 86 Kilometer langen Wildnis-Trail quer durch den 110 Quadratkilometer großen Nationalpark lohnt eine Wanderung ganzjährig. Spuren von Tieren, Eiszapfen im Winter oder wilde Narzissen-Meere im Frühling sowie tolle Panorama-Ausblicke locken. Ein weiteres Highlight bietet der Nationalpark in der Dunkelheit. Dann funkelt hier der Sternenhimmel wie an kaum einem anderen Ort in Europa, weshalb der Nationalpark Eifel 2014 zum ersten Sternenpark Deutschlands erklärt wurde. Sogar die Milchstraße ist mit bloßem Auge sichtbar. Die Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ bietet Sternenwanderungen auf dem Gelände an.

Quellen

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