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Südschweden: Die schönsten Radrouten

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Südschweden: Die schönsten Radrouten

Auf dem Kattegattleden sind Radfahrerinnen und -fahrer immer in der Nähe der schwedischen Westküste unterwegs – wie hier bei Ugglarp.

Die schönsten Radrouten im Süden von Schweden

Wälder und Wiesen, Felder und Felsklippen, Seen und Sandstrände: Bei einer Radtour in Südschweden ist landschaftliche Abwechslung garantiert. Auf diesen Strecken lohnt sich eine Fahrt besonders – eine Auswahl.

KS

Katrin Schreiter

Schweden ist seit Langem sattelfest: Tausende Kilometer ausgeschilderte Strecken bilden ein weites Radwegenetz. Doch was sagt schon diese Zahl – es kommt schließlich auch auf das Umfeld an. Und da hat vor allem der Süden des Landes jede Menge Vielfalt zu bieten.

Kattegattleden: An der Westküste entlang

Immer der Küste entlang vorbei an Sandstränden, Dünen und Felsklippen, durch Wiesen, Wälder und idyllische Küstenstädtchen: Der Touristenradweg Kattegattleden führt von Helsingborg in Skåne durch die Region Halland bis hinauf nach Göteborg. Auf 370 Kilometern bietet er eine abwechslungsreiche Landschaft – und das so gut wie ohne Unterbrechung. Denn der Großteil des Wegs ist autofrei.

Die Kattegatroute ist in acht Abschnitte unterteilt – jeder hat seinen ganz eigenen Reiz. Sie beginnt in einer der ältesten Städte Skandinaviens, in Helsingborg. Doch bevor es aufs Rad geht, sollte man dem Küstenort einen Besuch abstatten und zum Beispiel den mittelalterlichen Turm Kärnan besteigen und den spektakulären Blick auf die Stadt und das Meer genießen. Auch das 1897 eingeweihte neugotische Rathaus mit seiner dekorativen Fassade, den auffälligen Buntglasfenstern und dem hohen Glockenturm ist ein Hingucker.

Südschweden: Die schönsten Radrouten

Die Route des Kattegattleden ist auisgeschildert.

Auch auf der Strecke gibt es viele gute Gründe, eine Pause einzulegen: am Ufo-Monument im Wald Kronoskogen, am Grabfeld mit 220 eisenzeitlichen Gräbern in Påarp oder am Boots- und Seefahrtsmuseum in Onsala. Und schnell mal zwischendurch ins Wasser springen? Geht immer!
 

Sydostleden: Durch drei Provinzen

Der Radweg Sydostleden umfasst eine Strecke von fast 300 Kilometern – er führt von Växjö nach Simrishamn durch die drei beliebten Provinzen Småland, Blekinge und Skåne und lässt sich gut in sieben Etappen aufteilen.

Abfahrtsort ist Växjö, die nördlichste Stadt auf der Route. Hier lohnt sich ein Stopp am Teleborgs Slott, am Schwedischen Glasmuseum oder am Utvandrarnas Hus, dem Haus der Emigranten. Auf der Tour warten auf die Radfahrerinnen und Radfahrer zahlreiche Abwechslungen: Sie rollen an einsamen Seen und an historischen Bahnanlagen vorbei sowie über die Sölvesborgsbron – Europas längste Fußgänger- und Fahrradbrücke, die abends beleuchtet ist.

Auch der Besuch des Naturausstellungszentrums Naturum in Kristianstad, das auf Pfählen steht, ist ein Erlebnis. Hier können Besucherinnen und Besucher in den Bächen nach Flohkrebsen suchen, Fische in den Aquarien betrachten und am Panaromafenster nach anderen Tieren Ausschau halten.

Südschweden: Die schönsten Radrouten

Auf dem Sydostleden kommen die Radelnden an der Kaffestugan Alunbruket vorbei – Skanes ältestem Café in einem Fachwerkhaus außerhalb von Brösarp.

Am Ende der Strecke wartet Simrishamn mit seinen beliebten Ausstellungen: Sehenswert sind vor allem das Österlens Museum, das Fahrzeugmuseum Autoseum sowie die bemalten Schaltschränke des Kunstprojekts Österlen Electric Totem.
 

Sydkustleden: Die Küste fest im Blick

Der Sydkustleden ist der dritte nationale Radwanderweg in Südschweden. Der Südküstenweg führt von Simrishamn in Österlen, wo der Sydostleden endet, bis Helsingborg an die Westküste, wo sich der Kattegatleden anschließt.
Die 260 Kilometer lange Tour entlang der Küste lässt sich gut in sechs kürzeren Etappen bewältigen. Dabei bleibt genügend Zeit, um unterwegs Station zu machen. In Ystad bietet sich ein Bummel durch das Zentrum mit seinen 300 historischen Fachwerkhäusern an und in der Hafenstadt Trelleborg ein Besuch der historischen Wikingerburg Trelleborgen. Ornithologinnen und Ornithologen planen sicherlich einen Halt auf der Halbinsel Falsterbo ein. Hier wurden bereits mehr als 340 Vogelarten gesichtet.

Zum Angebot

Frische Brise, Meeresrauschen, Möwengeschrei – wenn der Wind von hinten kommt, ist man von Skanör schnell nach Mälmö gerollt. Wie wär’s mit einem Einkaufsbummel im Szeneviertel Möllan? Auch einen Abstecher zum architektonischen Wahrzeichen Turning Torso sollte man einplanen.

Südschweden: Die schönsten Radrouten

Die Großstadt Malmö ist einer der ­Höhepunkte am Sydkustleden.

Die Fahrt von Malmö nach Landskrona lässt sich bequem in zwei Stunden bewältigen. Für eine Abkühlung zwischendurch bieten sich die flachen Sandstrände von Lomma oder das traditionelle Badehaus Bjerreds Saltsjöbad an.

Unionsleden: Bis nach Norwegen

Der Unionsleden führt auf 360 Kilometern von Karlstad am Vänernsee bis Moss am norwegischen Oslofjord. Der Name bezieht sich auf die Zeit zwischen 1814 und 1905, als Schweden und Norwegen noch eine Union waren.
Wer die Tour in Karlstad beginnt, könnte einen schwierigen Start haben. Warum? Weil Karlstad im Mündungsdelta des Klarälven liegt und man am Vänern – Schwedens größtem See – traumhafte Badestellen findet. Zum Glück hat der Radweg noch weitere Highlights zu bieten: verträumte Waldwege, weite Felder und viele schöne Seen, die zum Schwimmen einladen.

Den Unionsleden radelt man bequem in sieben Etappen. Empfehlenswert ist der Besuch der alten Fengersforsmühle in der Nähe von Fröskog. Sie beherbergt heute eine Künstlergemeinschaft und ein aufschlussreiches Industriemuseum. Wer zwischendurch mal an Bord gehen möchte, kann in Bengtsfors auf einem der Passagierschiffe eine kleine Spritztour auf dem Kanal machen.

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Der Unionsleden führt über viele Waldwege bis nach Moss am norwegischen Oslofjord.

Endstation ist in Moss. In der Stadt am Oslofjord wurde 1814 eine Übereinkunft zwischen Norwegen und Schweden unterzeichnet, die einen Waffenstillstand zwischen Norwegen und Schweden regelte. Ein Bummel durch die Møllebyen (Mühlenstadt) ist für viele Besucherinnen und Besucher ein Muss.

Götakanal: Am Blauen Band Schwedens

Die Gegend um den Götakanal eignet sich ebenfalls für eine Tour auf dem Sattel – sehr beliebt ist zum Beispiel das Radeln auf dem Treidelweg, der von Sjötorp am Vänernsee am Blauen Band Schwedens entlangführt. Auf der 87 Kilometer langen Strecke passieren die Radfahrerinnen und Radfahrer zwar wenige Ortschaften, dafür sorgen die zahlreichen Schleusen, die für den Wasserverkehr die Höhenunterschiede ausgleichen, für unterhaltsame Abwechslung.

Eine der eindrucksvollsten ist die Anlage bei Berg am Westufer des Roxen. Hier werden mithilfe von sieben Schleusen fast 20 Höhenmeter überwunden. Ein Schauspiel, dass vor allem im Sommer zahlreiche Besucherinnen und Besucher fasziniert.

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Am Götakanal lohnt es sich, auch mal für ein paar Stunden von Rad zu steigen und die Natur zu genießen.

Auch am Götakanal lohnt es sich, für ein paar Stunden vom Rad zu steigen und aufs Wasser zu gehen. Ausflugsboote laden zu kurzen Spritztouren ein, die Kanaldampfer sogar zu längeren Kreuzfahrten. Außerdem gibt es an vielen Orten entlang des Kanals Boote, Kanus und Kajaks zum Ausleihen.

Quellen

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