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Terror, Putsch & Corona: Wie sicher ist ein Urlaub in der Türkei 2021?

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Terror, Putsch & Corona: Wie sicher ist ein Urlaub in der Türkei 2021?

Die Lage in der türkischen Metropole Istanbul hat sich wieder beruhigt.

Wie sicher ist ein Urlaub in der Türkei 2021?

Die Türkei gehört zu den Reisezielen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis und hat eine abwechslungsreiche Landschaft sowie eine interessante Kultur zu bieten. Viele Urlauber wollen aber wissen: Wie sicher ist es dort?

Terror, Putsch & Corona: Wie sicher ist ein Urlaub in der Türkei 2021?

Leonie Zimmermann

Große Gastfreundschaft, eine vielfältige Kultur und beeindruckende Landschaften: Die Türkei gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. In den vergangenen Jahren hat das Image des Reiseziels allerdings unter politischen Spannungen und terroristischen Anschlägen gelitten. Und auch, wenn sich trotzdem immer noch Abertausende für eine Reise in das abwechslungsreiche Land entscheiden, haben die Ereignisse in der Vergangenheit viele Menschen verunsichert. Dabei ist der Ausnahmezustand in dem beliebten Urlaubsland bereits seit 2018 wieder beendet. 

Badeorte in der Türkei sind sicher 

Aber wie sicher ist ein Urlaub in der Türkei wirklich? Ein Blick auf die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zeigt: In touristischen Badeorten brauchen Reisende – sofern das vorhersehbar ist – keine Angst vor einem Anschlag haben. Denn in keiner der Touristen-Hochburgen der Türkei gab es in den vergangenen Jahren einen Anschlag oder andere Turbulenzen. 

Das liegt unter anderem auch daran, dass der Tourismus in der Türkei ein wichtiger Wirtschaftszweig ist. Wenn du also eine Reise an die Türkische Ägais, Türkische Riviera, Lykische Küste oder nach Kappadokien planst, dann brauchst du dir keine Sorgen über ein erhöhtes Sicherheitsrisiko machen. 

In Istanbul ist mittlerweile Ruhe eingekehrt

Das Gleiche gilt übrigens auch für eine Reise nach Istanbul. Dort gab es in den vergangenen Jahren einige Komplikationen, wie die Unruhen durch den militärischen Putschversuch Jahr 2016 und terroristische Anschläge. Seitdem ist allerdings Ruhe eingekehrt in der beliebten Metropole. Und mittlerweile gehört Istanbul wieder zu den beliebtesten Reisezielen weltweit für einen Städtetrip. Eine Kleinigkeit solltest du dabei aber trotzdem beachten: Meide gelegentliche Demonstrationen am Taksim Platz, denn dabei kommt es hin und wieder zu Auseinandersetzungen. 

Ist die türkische Hauptstadt Ankara sicher? 

In der türkischen Haupstadt herrschen grundsätzlich hohe Sicherheitsvorkehrungen, vor allem in der Umgebung von Sehenswürdigkeiten. Auch dort gab es seit 2016 keinen Anschlag mehr. Von großen Menschenversammlungen und Demonstrationen sollten Reisende sich trotzdem auch dort fernhalten. 

Ganz egal, ob in einem der vielen touristischen Badeorte der Türkei, der Vulkan-Region Kappadokien oder eine der türkischen Metropolen; deinen Ausweis solltest du immer dabei haben. Denn wenn du dich bei einer Kontrolle nicht ausweisen kannst, dann kann das teuer werden. 

Sind Deutsche in der Türkei überhaupt willkommen?

In den vergangenen Jahren kam es in der Türkei immer mal wieder zu Verhaftungen von Deutschen. Solange du dich aber nicht der Gülen-Bewegung anschließt, bei Demonstrationen teilnimmst oder im Internet gegen die türkische Regierung herziehst, brauchst du vor einer möglichen Inhaftierung keine Angst haben. 

Im Gegenteil: In den touristischen Gebieten des Landes können sich Urlauber auf eine große Gastfreundschaft gegenüber Deutschen freuen. Viele Gegenden des Landes sind nämlich vom Tourismus abhängig und freuen sich über die Urlaubsgäste. Da besonders viele Menschen aus Deutschland (4,9 Millionen in 2019) dorthin reisen, sind die Menschen in den touristischen Badeorten an Deutsche gewöhnt. 

Die Corona-Lage in der Türkei

Ein Thema, das seit Pandemiebeginn 2020 wichtig geworden ist, ist die Corona-Lage. Ähnlich wie in Deutschland, wird auch in der Türkei seit Anfang 2021 gegen das Virus geimpft. Außerdem befindet sich das Land derzeit noch im Lockdown, will aber im April die Urlaubssaison einläuten. Das sagte zumindest der türkische Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy der lokalen Zeitung Hürriyet. Demnach rechne die türkische Regierung damit, dass bereits im März weniger als 1000 Menschen an dem Coronavirus erkranken. 

Diese optimistische Planung ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Denn bereits im vergangenen Jahr hat die Türkei die Infektionszahlen manipuliert, um den Tourismus wieder hochfahren zu können. Wenn du eine Reise in die Türkei planst, solltest du dich also unbedingt auf der Seite des Auswärtigen Amtes und in lokalen Medien über die aktuelle Situation informieren. Bisher haben sich in der Türkei rund 2,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, rund 26.900 sind daran gestorben. 

Reisewarnung für die Grenzgebiete der Türkei

Während an der Türkischen Agais oder an der lykischen Küste zahlreiche Urlauber am Strand entspannen, liegen andere Regionen des Landes direkt neben einem Kriegsland. Das Auswärtige Amt rät deshalb von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak ab. Eine Reise nach Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Batman, Siirt, Mardin, Şırnak und Hakkâri gilt also als gefährlich.

Sonstige Gefahren, die im Türkei-Urlaub warten könnten

Da sich Moskitos in der Türkei besonders wohl fühlen, kommt es häufig zu einem Moskito-Stich, wodurch auch verschiedene Krankheiten übertragen werden können. Davor kannst du dich aber gut mit einem Spray oder einem Moskitonetz schützen. 

Der Verkehr in der Türkei ist nicht mit dem in Deutschland vergleichbar. Die Fahrer eröffnen gerne mal eine neue Spur, wo eigentlich keine ist und fahren kreuz und quer. Es lohnt sich also, besonders aufzupassen, auch als Fußgänger. 

In großen Menschenmengen kommt es außerdem manchmal zu Raubüberfällen, in Clubs treiben sogenannte Scams ihr Unwesen. Sie betäuben ihre Opfer mit einem Medikament im Drink und stehlen ihnen dann alles, was sie besitzen. Aber auch hier kannst du mit einem offenen Auge das Schlimmste verhindern. 

Quellen

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