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Urlaub an Ostern: Wie stehen die Chancen, dass er 2021 möglich wird?

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Urlaub an Ostern: Wie stehen die Chancen, dass er 2021 möglich wird?

Dürfen die Deutschen an Ostern 2021 reisen? Über diese Frage wird in Deutschland aktuell heftig debattiert.

Wie stehen die Chancen für den Oster-Urlaub im Jahr 2021?

Die Sehnsucht nach Urlaub ist groß – viele Menschen hatten sich auf eine Reise zu Ostern 2021 gefreut. Aber: Gibt es im zweiten Corona-Jahr eine Chance auf Entschleunigung am Meer oder Erholung in den Bergen?

Urlaub an Ostern: Wie stehen die Chancen, dass er 2021 möglich wird?

Maike Geißler,

Leonie Zimmermann

In gut sechs Wochen ist Ostern – und normalerweise sind die Ferien eine beliebte Zeit für den ersten Urlaub des Jahres mit der Familie, Freunden, dem Partner oder der Partnerin. Doch Quarantäneregeln, geschlossene Grenzen und Hotels sorgen dafür, dass Reisen im Frühjahr kompliziert bleibt. Wir bringen dich in folgenden Fragen auf Stand:

  • Diskussion in Deutschland: Wie realistisch ist Reisen an Ostern 2021? 
  • Dürfen die Hotels in Deutschland an Ostern öffnen?
  • Werden Tagesausflüge an Ostern erlaubt?
  • Wird der Osterurlaub in Spanien, Griechenland oder der Türkei möglich?
  • Dürfen Geimpfte früher wieder in den Urlaub fahren?

Fällt der Urlaub an Ostern wieder aus?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Osterurlaub in Deutschland wegen der Corona-Pandemie gar gänzlich ausgeschlossen: „Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Oster-Urlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben”, sagte Kretschmer der „Bild am Sonntag”. Durch eine zu große Mobilität würden die Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung zerstört. Damit entfachte er eine hitzige Diskussion in Deutschland.

Deutliche Unterstützung erhielt er aber bisher nur von Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD). Kein anderer Ministerpräsident will den Urlaub an Ostern bereits jetzt abschreiben. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther etwa kann wenig mit Kretschmers Aussage anfangen. „Jeder hat Verständnis dafür, dass wir keine Zusicherung machen können, was in sechs bis sieben Wochen möglich ist. Aber genauso sollten wir uns davor hüten, jetzt schon zu sagen, was in sechs bis sieben Wochen nicht möglich ist“, sagte er dem Sender RTL. Das Bundesland ist durch seine Küsten an Nord- und Ostsee bei Urlaubern sehr beliebt.

Auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), bleibt zurückhaltend. Auf der einen Seite wäre mit vorschnellen Öffnungen „keinem gedient“. Auf der anderen will er Lockerungen nicht ausschließen und verweist in diesem Zuge auf die gesunkenen Neuinfektionszahlen. Vor sieben Wochen lag die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 158 neu gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner. „Heute sind wir bei 59 Fällen pro 100.000 Einwohner.“ Und in knapp sieben Wochen ist Ostern.

Hotel-Öffnungen in Deutschland erst ab Inzidenz von 20?

Ob die Hotels an Ostern öffnen dürfen, dazu gibt es bislang keine klare Aussage. Die Bundesländer hatten an Stufenplänen für Lockerungen erarbeitet – die orientierten sich aber nicht an einem festen Zeitpunkt, sondern am Infektionsgeschehen.

Beispielsweise gibt es ein Papier des Landes Berlin, das im Zuge der jüngsten Konferenz von Bund und Ländern diskutiert wurde, und über das „Business Insider“ berichtete. Demnach richten sich die weiteren Öffnungsschritte vor allem an den Inzidenzwerten 35, 20 und 10 sowie weiteren dynamischen Faktoren aus. Dazu zählt auch der R-Wert, der unter 1 liegen muss. Denn dieser zeigt an, wie viele Menschen ein Mensch ansteckt. Perspektivisch könnte auch die Impfquote eine Rolle spielen.

Hotels dürften laut diesem Drei-Stufen-Plan erst ab einer Inzidenz von unter 20 wieder für Touristen öffnen – Fitness- und Wellnessangebote dürften die Betriebe aber erst bei einer Inzidenz von unter 10 wieder aufnehmen. Restaurants dürften bereits bei einer Inzidenz von unter 35 (und unter Berücksichtigung weiterer Faktoren) geöffnet werden. Jedoch gäbe es strenge Vorgaben bezüglich der Gästeanzahl und der Öffnungszeiten.

Über mögliche weitere Öffnungsschritte soll beim nächsten Gipfel von Bund und Ländern am 3. März diskutiert werden.

Tagesausflüge zu Ostern 2021

Wenn schon kein Urlaub, dann wenigstens ein Ausflug? Nach dieser Devise werden viele Menschen an Ostern handeln wollen. Allerdings gilt es hier einige Dinge zu beachten – aktuell appelliert die Bundesregierung, auf alle touristischen Ausflüge zu verzichten. Ein Bundesland hat sogar dicht gemacht: Derzeit ist die Einreise aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern für touristische Zwecke verboten. Wann das wieder erlaubt wird, ist derzeit unklar.

In Hotspots – also Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner – können Tagesausflüge verboten sein. In vielen Bundesländern greift dann die lokale Maßnahme „zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt“. Tagestouristische Ausflüge sind „explizit“ kein triftiger Grund. Aktuell (Stand 16. Februar) überschreiten laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) nur noch fünf Landkreise in Deutschland diesen Wert – drei in Bayern sowie je einer in Niedersachsen und Thüringen.

Je nachdem, wie sich die pandemische Lage bis Ostern entwickelt, könnte das Einfluss haben auf die Billigung von regionalen und überregionalen Ausflügen.

Was wird aus dem Oster-Urlaub 2021 in Europa?

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hatte sich im „FAZ“-Podcast etwas optimistischer gezeigt und gesagt: „Der Oster-Urlaub wird vielleicht ein kleiner Einstieg zurück in das Reisen sein.“ Eine verstärkte Rückkehr des Reiseverkehrs halte er für das zweite Quartal für realistisch – wenn die Impfungen fortschreiten und die Inzidenzen sinken. Je nachdem, wie sich das Infektionsgeschehen in anderen Ländern Europas gestalte, könne man Reisen dann auch europaweit wieder ermöglichen und die Einreise- sowie Quarantänebestimmungen schrittweise zurückfahren.

Verboten ist die Reise ins Ausland zwar nicht, jedoch greifen angesichts der deutlich ansteckenderen Mutationen des Coronavirus in der EU weitere Einschränkungen um sich, die den Urlaub erschweren: Deutschland, Frankreich und Belgien haben beispielsweise die Reisebeschränkungen erneut verschärft. Belgien verbietet nun touristische Reisen ins Ausland, Deutschland will das Einreiseverbot aus Virusmutationsgebieten verlängern.

Und die Blickrichtung der EU-Abgeordneten scheint klar: Sicherheit vor Reisefreiheit. So sagte etwa Peter Liese, CDU-Gesundheitsexperte im EU-Parlament, der „Welt“: „Es ist wegen der Mutationen des Coronavirus dringend erforderlich, Reisen stärker zu regulieren und eine gewisse Zeit noch strenger zu sein.“ Auch EU-Justizkommissar Didier Reynders findet: „Was wir jetzt brauchen, ist eine gemeinsame europäische Anstrengung, Menschen von nicht notwendigen Reisen abzuhalten.“

Dürfen Geimpfte früher in den Urlaub fahren?

Ein weiteres Szenario, auf das vor allem viele Urlaubsländer Europas derzeit setzen, ist die Reisefreiheit für Geimpfte. So spricht sich der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis schon länger dafür aus, dass Urlaub für diejenigen möglich ist, die sich bereits haben impfen lassen. Auch Spanien und Malta plädieren für dieses Vorgehen. Andere Urlaubsziele wie Madeira, Polen, Island und die Seychellen haben die Quarantäne oder Testpflicht für geimpfte Einreisende bereits ausgesetzt. 

Trotzdem ist das Szenario zumindest flächendeckend eher unwahrscheinlich, denn bisher ist nur ein Bruchteil der Deutschen beziehungsweise Europäer überhaupt geimpft – und es ist noch nicht ganz klar, wie lange der Impfschutz anhält. Kanzlerin Angela Merkel hatte Privilegien für Geimpfte dementsprechend zunächst eine Absage erteilt.

Aber: Die EU arbeitet derzeit an einem einheitlichen Impfpass, der langfristig schon für Lockerungen beim Reisen sorgen könnte. Bis Ostern allerdings wird das noch nicht wirklich Thema sein.

Wollen die Deutschen überhaupt reisen?

Strengere Einschränkungen gegen das auflodernde Fernweh der Menschen – ob das gelingt? Aktuelle Analysen zeigen: Im Vergleich zum ersten Lockdown halten sich die Leute derzeit weitaus weniger an die Ausgangssperren und Bewegungseinschränkungen. Experten sprechen von Corona-Müdigkeit. Ob die auch in Bezug auf Reisen auftritt? 

Einer aktuellen Umfrage der Ferienhaussuchmaschine HomeToGo zufolge ist die Reiselust der Deutschen auf jeden Fall vorhanden. Demnach planen 70 Prozent der Befragten in diesem Jahr mindestens einen Urlaub, 57 Prozent von ihnen träumen von einer Reise im Frühjahr.

Dass der Urlaub aber bereits an Ostern realistisch ist, daran glauben nur die wenigsten, wie eine zweite Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt. Ganze 79 Prozent rechnen demnach an Ostern noch mit starken Einschränkungen. 

Anders sieht das für den Sommer 2021 aus: Hier zeigen sich die Deutschen durchaus zuversichtlich, was die Urlaubspläne angeht. Laut der HomeToGo-Analyse planen die meisten einen Trip in den warmen Monaten des Jahres. Dabei liegt der Fokus klar auf Natur, Ferienhaus und Eigenanreise. 

Und das sind die beliebtesten Reiseziele der Deutschen für den Oster-Urlaub 2021 anhand der Suchanfragen: 

  1. Ostsee
  2. Nordsee
  3. Bayern
  4. Dänemark
  5. Niederlande

Quellen

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