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Urlaub an Ostern: Wo wird er trotz Corona-Lockdown möglich?

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Urlaub an Ostern: Wo wird er trotz Corona-Lockdown möglich?

Ostern an den Strand? Das ist auch im Jahr 2021 unsicher.

Urlaub an Ostern: Wo wird er trotz Lockdown möglich?

Die Sehnsucht nach Urlaub ist groß – viele Menschen hatten sich auf eine Reise zu Ostern 2021 gefreut. Aber: Gibt es im zweiten Corona-Jahr eine Chance auf Entschleunigung am Meer oder Erholung in den Bergen?

Urlaub an Ostern: Wo wird er trotz Corona-Lockdown möglich?

Maike Geißler

Die Osterferien starten in vielen Bundesländern schon an diesem Freitag – normalerweise ist die Zeit im Frühjahr beliebt für den ersten Urlaub des Jahres mit der Familie, Freunden, dem Partner oder der Partnerin. Doch egal, ob ein Kurzurlaub über die Osterfeiertage an der Ostsee, Erholung in einer Ferienwohnung in den Bergen oder die erste Reise nach Mallorca mit den Kindern: Quarantäneregeln, geschlossene Grenzen und Hotels sorgen dafür, dass das Urlaub im Frühjahr kompliziert bis unmöglich bleibt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben beim Corona-Gipfel am Montag darüber diskutiert, was in diesem Jahr möglich wird. Fest steht: Der generelle Lockdown wird bis zum 19. April verlängert. Gibt’s trotzdem eine Chance auf Urlaub? Wir bringen Reisende in folgenden Fragen auf Stand:

  • Wo wird Urlaub an Ostern 2021 in Deutschland möglich? 
  • Dürfen die Hotels in Deutschland an Ostern öffnen?
  • Welche Rolle spielen die Gratis-Schnelltests für den Osterurlaub?
  • Muss ich nach dem Urlaub auf Mallorca in Quarantäne?
  • Dürfen Geimpfte früher wieder in den Urlaub fahren?
  • Werden Tagesausflüge an Ostern erlaubt?
  • Darf ich zu meiner Familie reisen?

Ist Urlaub an Ostern 2021 in Deutschland möglich?

Die Küstenländer wollten den Osterurlaub eigentlich retten – zumindest im Kleinen. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen ihren Bürgerinnen und Bürgern „kontaktarmen Osterurlaub“ in Ferienhäusern, Ferienwohnungen und im Wohnmobil ermöglichen. Dafür haben auch die Regierungschefs Manuela Schwesig (SPD), Daniel Günther (CDU) und Stephan Weil (SPD) beim Bund-Länder-Gipfel am 22. März geworben. Doch sie konnten sich nicht durchsetzen.

Wann öffnen die Hotels in Deutschland?

In den Osterferien werden die Hotels in Deutschland nicht öffnen dürfen – der generelle Lockdown wird bis zum 19. April verlängert. Das trifft auch das touristische Beherbergungsverbot. Übernachtungen sind weiterhin nur in Sonderfällen gestattet, etwa wenn man beruflich unterwegs ist. In den allermeisten Ländern darf man auch nicht in Hotels übernachten, um Verwandte zu besuchen – nur dann, wenn dafür ein dringender Grund vorliegt. Das gilt auch für Ostern.

An welcher Inzidenz die Öffnung von Hotels hängt, dazu gibt es indes weiterhin keine Aussage. Die Bundesländer hatten an Stufenplänen für Lockerungen gearbeitet – die orientierten sich aber nicht an einem festen Zeitpunkt, sondern am Infektionsgeschehen.

Beispielsweise kursierte bereits Mitte Februar ein Papier des Landes Berlin, das im Zuge einer Konferenz von Bund und Ländern diskutiert wurde und über das „Business Insider“ berichtet hatte. Hotels und Ferienwohnungen sollten laut diesem Drei-Stufen-Plan erst ab einer Inzidenz von unter 20 wieder für Touristen öffnen dürfen – Fitness- und Wellnessangebote dürften die Betriebe aber erst bei einer Inzidenz von unter 10 wieder aufnehmen. Restaurants dürften bereits bei einer Inzidenz von unter 35 (und unter Berücksichtigung weiterer Faktoren) geöffnet werden. Jedoch gäbe es strenge Vorgaben bezüglich der Gästeanzahl und der Öffnungszeiten.

Welche Rolle spielen Corona-Schnelltests für den Osterurlaub?

Seit dem 8. März können sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Für Urlaub in Deutschland hat das keine Auswirkungen – Lockerungen gibt es nicht. Für Reisen ins Ausland haben Schnelltests bereits jetzt einen Einfluss, denn einige Länder akzeptieren für die Einreise das negative Ergebnis eines Antigen-Schnelltests. Dazu zählen Italien und Schweden.

Tagesausflüge zu Ostern 2021

Wenn kein Osterurlaub, dann wenigstens ein Ausflug? Nach dieser Devise werden viele Menschen an Ostern handeln wollen. Allerdings gilt es hier einige Dinge zu beachten – aktuell appelliert die Bundesregierung, auf alle touristischen Ausflüge zu verzichten. Ein Bundesland hat sogar dicht gemacht: Derzeit ist die Einreise aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern für touristische Zwecke verboten. Wann das wieder erlaubt wird, ist derzeit unklar.

In Hotspots – also Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner – können Tagesausflüge verboten sein. In einigen Bundesländern greift dann die lokale Maßnahme „zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt“. Tagestouristische Ausflüge sind „explizit“ kein triftiger Grund. Aktuell (Stand 22. März) überschreiten laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 34 Landkreise in Deutschland diesen Wert.

Je nachdem, wie sich die pandemische Lage noch bis Ostern entwickelt, könnte das Einfluss haben auf die Billigung von regionalen und überregionalen Ausflügen.

Darf ich wenigstens zu meinen Verwandten reisen?

Einem Osterbesuch bei der Familie steht grundsätzlich nichts im Weg, aber: Es dürfen sich nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mit zählen. Eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen über die Feiertage – wie etwa an Weihnachten, als Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen möglich waren – wird es zu Ostern nicht geben.

Außerdem werden Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt, die kostenlosen Coronatest-Angebote zu nutzen – sich also vor dem Zusammenkommen testen zu lassen.

Was wird aus dem Osterurlaub 2021 in Europa?

Verboten ist die Reise ins Ausland zwar nicht, jedoch greifen angesichts der deutlich ansteckenderen Mutationen des Coronavirus in der EU weitere Einschränkungen um sich, die den Urlaub erschweren: Deutschland hatte kürzlich die Reisebeschränkungen erneut verschärft.

Die Bundesregierung weist darauf hin, „dass bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend ist und dass eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Rückkehr besteht.“ Diese kann nur mit einem negativen Corona-Test ab Tag fünf vorzeitig beendet werden. Bei Rückreisen aus „Virusvariantengebieten“ geht das nicht, es muss sogar eine strikte Quarantäne von 14 Tagen eingehalten werden.

Was aber ist mit Reisezielen, in denen die Inzidenz gar nicht so hoch ist? Beispiel Mallorca: Auf der beliebten Insel ist sie deutlich gesunken, daher hatte die Bundesregierung die Reisewarnung am 14. März auch aufgehoben. Doch der Reiseansturm der Deutschen auf die Insel sorgt bei der Bundesregierung für Besorgnis – und der Urlaub an Ostern könnte wieder mit deutlich mehr Problemen verbunden sein.

Coronatestpflicht für alle Reiserückkehrer

Eine Quarantäne für Mallorca-Rückkehrer wird zwar nicht wiedereingeführt. Bei der Rückkehr sollen die Touristen nun zumindest auf Corona getestet werden, bevor sie auf der Insel ins Flugzeug steigen. Das soll künftig grundsätzlich für alle Flüge nach Deutschland und für alle Reisenden gelten – unabhängig davon, ob sie in einem Corona-Risikogebiet waren oder zu welchem Zweck sie nach Deutschland kommen.

Außerdem erwarten Bund und Länder von den Fluggesellschaften, dass sie in den Osterferien keine zusätzlichen Flüge auf die Lieblingsinsel der Deutschen anbieten.

Dürfen Geimpfte früher in den Urlaub fahren?

Ein weiteres Szenario, auf das vor allem viele Urlaubsländer Europas derzeit setzen, ist die Reisefreiheit für Geimpfte. Die EU arbeitet derzeit an einem einheitlichen Impfpass, der im Sommer oder Herbst flächendeckend für Lockerungen beim Reisen sorgen könnte. Andere Reiseziele wie Madeira, Polen, Island und die Seychellen haben die Quarantäne oder Testpflicht für geimpfte Einreisende bereits ausgesetzt. 

Der Impfpass ist aber für den Osterurlaub irrelevant. Denn bisher ist nur ein Bruchteil der Deutschen beziehungsweise Europäer überhaupt geimpft – und es ist noch nicht ganz klar, wie lange der Impfschutz anhält. 

Ab dem Herbst sollen aber spätestens Vorteile für Geimpfte kommen. Denn Reiseveranstalter Alltours war mit einer Ankündigung vorweggeprescht, die für eine hitzige Diskussion gesorgt hat: In den Hotels der eigenen Marke Allsun sollen voraussichtlich ab dem 31. Oktober – je nach Impfstand – nur Menschen einchecken dürfen, die eine Corona-Impfung haben.

Quellen

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