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Urlaub auf dem spanischen Festland – die schönsten Orte

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Urlaub auf dem spanischen Festland – die schönsten Orte

Cuenca in der spanischen Region Kastilien-La Mancha gehört zu den schönsten Orten auf dem Festland.

Die schönsten Orte für Urlaub auf dem spanischen Festland

Barcelona, Madrid, Sevilla – das sind die üblichen Verdächtigen, wenn man an die bekanntesten Orte in Spanien denkt. Abseits der Strände und Städte locken im Spanien-Urlaub aber auch die Dörfer auf dem Festland.

Urlaub auf dem spanischen Festland – die schönsten Orte

Jasmin Kreulitsch

Wer im Spanien-Urlaub zwischendurch abseits des Mainstreams reisen möchte, sollte den Blick von der Küste in Richtung Festland richten. Denn abseits der typischen Ferienorte zeigt Spanien sein authentischstes und ehrlichstes Gesicht dort, wo die Touristenmassen fehlen: in urigen Bergdörfern und historischen Orten mit langer Geschichte. Individuell und megainteressant: die sieben schönsten Orte auf spanischen Festland.

Ronda (Andalusien)

Andalusien ist bekannt für seine weißen Dörfer, als eines der schönsten gilt schon immer Ronda unweit von Málaga. Ernest Hemingway schrieb einst über Ronda, dass „die ganze Stadt und ihre Umgebung eine romantische Kulisse ist“. Das stimmt: Die Stadt thront exponiert auf einem Felsplateau oberhalb der Schlucht El Tajo. Diese trennt die Neustadt, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, von der Altstadt aus der Zeit der maurischen Herrschaft.

Urlaub auf dem spanischen Festland – die schönsten Orte

Andalusien ist bekannt für seine weißen Dörfer, als eines der schönsten gilt schon immer Ronda unweit von Málaga.

Die Altstadt, die „Ciudad Vieja“, bezaubert mit einer Mischung aus nordafrikanischen und spanischen Traditionen und jenen berühmten weißen Häusern, die eng an eng errichtet wurden. Mittendrin reihen sich Rondas Sehenswürdigkeiten aneinander: die Casa del Gigante, das Archäologische Museum, die Kirche Santo Espíritu und die Stierkampfarena, eine der ältesten Spaniens. Tipp: Die Ruta de los Pueblos Blancos, die „Straße der Weißen Dörfer“, führt durch eine Landschaft nördlich von Cádiz zu rund 20 bis 30 weißen Dörfern.

Cuenca (Kastilien-La Mancha)

Nur eine Stunde von Madrid entfernt sind Las Casas Colgadas, die „hängenden Häuser“, von Cuenca eine Augenweide. Die historische Festungsstadt Cuenca liegt auf einem 956 Meter hohen Felsplateau zwischen den Schluchten der Flüsse Huécar und Júcar. Wegen ihrer einzigartigen Lage und dem mittelalterlichen Stadtbild wurde Cuenca im Jahr 1996 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Mit knapp 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Cuenca nicht groß, aber dennoch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz der spanischen Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha. Das Herz der Stadt liegt an der Plaza Mayor, die von der Kathedrale, dem Rathaus, dem Kloster Convento de las Petras und anderen Gebäuden umschlossen ist. In einem der „hängenden Häuser“ befindet sich das Museum für spanische abstrakte Kunst, in dem Werke von Antoni Tàpies, Eduardo Chillida oder Antonio Saura ausgestellt sind.

Alquézar (Aragonien)

Im Norden von Spanien, in den südlichen Ausläufern der Pyrenäen, thront auf einer Anhöhe das Dorf Alquézar, das zu Recht zum spanischen Kulturgut (Conjunto Histórico) erklärt wurde und auf der Liste der schönsten Dörfer Spaniens steht. Der denkmalgeschützte Mittelalterort erhebt sich zwischen den tiefen Schluchten über dem Rio Vero, ganz oben auf dem Felsen dominiert die Wehrkirche Santa María la Mayor das Dorf und die Umgebung.

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Blick auf den Ort Alquézar in der spanischen Provinz Huesca.

Es ist auch der Rio Vero, der die Umgebung prägt. Der Fluss lädt an verschiedenen Stellen zum Baden ein, und es gibt Kalksteinhöhlen und Wasserfälle. Wer Alquézar besucht, sollte sich unbedingt Zeit zum Wandern nehmen und zum Beispiel die Ruta de las Pasarelas del Vero entlanggehen: Das ist ein Wanderweg, der streckenweise am Fluss entlang in luftiger Höhe verläuft.

Segovia (Kastilien und León)

Ein weiteres Bergdorf in exponierter Lage befindet sich in der Region Kastilien und León an den Ausläufern der Sierra de Guadarrama. Segovia liegt auf einem 1000 Meter hohen Felsplateau und wurde der Sage nach im Jahre 1076 vor Christus von Herkules dem Ägypter gegründet. Im Mittelalter war der Ort eine der Residenzen der spanischen Könige.

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Ein römisches Aquädukt – Unesco-Weltkulturerbe in Segovia.

Heute ist Segovia Universitätsstadt und Provinzhauptstadt und die gesamte Altstadt gehört mit den alten Stadtmauern, der Kathedrale und dem Alcázar von Segovia zum Unesco-Welterbe. Das eigentliche Highlight ist das Aquädukt von Segovia, das in der Blütezeit des römischen Imperiums errichtet wurde und jahrhundertelang frisches Quellwasser aus den Bergen der Sierra de Fuenfría in die Stadt führte.

Cáceres (Extremadura)

Eine der weniger bekannten Regionen und zugleich die ärmste Region Spaniens ist Extremadura im Südwesten der Iberischen Halbinsel. Wer im Urlaub Touristenmassen entgehen will, ist hier genau richtig. Ein absolutes Highlight ist Cáceres, einer der schönsten mittelalterlichen Orte in Spanien. Die historische Altstadt Barrio Monumental wurde als Unesco-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

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Der Hauptplatz in Cáceres ist ein beliebter Anlaufpunkt.

Die Altstadt wird durch ihre Mauer in zwei Zonen abgegrenzt: innerhalb und außerhalb der Mauer. Der Teil innerhalb der Mauern ist als historische Altstadt bekannt. Das Zentrum bildet die Plaza Mayor, die umgeben ist von Bars und Restaurants. Good to know: Cáceres ist bekannt für seine Restaurants. Im Jahre 2015 trug die Stadt den Titel „Spanische Hauptstadt der Gastronomie“.

Consuegra (Kastilien-La Mancha)

Schon mal gegen Windmühlen gekämpft? Im Spanien-Urlaub wird diese Redewendung in der Provinz Toledo real. Denn der Ort Consuegra in der Region Kastilien-La Mancha soll der Schauplatz des Kampfes von Ritter Don Quijote gegen Windmühlen gewesen sein, eine Geschichte, die vom spanischen Nationaldichter Miguel de Cervantes geschrieben wurde.

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Beliebtes Fotomotiv: Die weißen Windmühlen von Consuegra.

Consuegra wurde einst am Fuß des Cerro Calderico von den Römern gegründet. Berühmt ist das Dorf für seine beeindruckende Burg mit einem alles überragenden Bergfried – und für jene elf Windmühlen, über die Miguel de Cervantes schrieb. Don Quijote gab es zwar nicht wirklich, die Windmühlen sind aber eine der wichtigsten Attraktionen in Spanien. Fünf der Mühlen bewahren bis heute den vollständigen Mechanismus.

Santiago de Compostela (Galicien)

Es gibt einen Ort im Norden Spaniens, über den scheiden sich die Geister. Zu voll und überlaufen sagen die einen, ein Must-see sagen die anderen. Klar ist: Der Jakobsweg ist untrennbar mit Spanien verbunden – und so auch die Stadt Santiago de Compostela. Jeder Pilger und jede Pilgerin, der oder die den Jakobsweg geht, hat ein Ziel vor Augen: den Endpunkt der 800 Kilometer langen Wanderung bei der Kathedrale von Santiago aus dem elften Jahrhundert.

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Berühmt und Anlaufstelle für Pilgerinnen und Pilgerer: Santiago de Compostela.

Unter dem Hochaltar der Kirche befindet sich die Krypta mit dem silbernen Schrein, der die Gebeine von Jakobus beinhalten soll. Das Bauwerk gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Spanien, mit mehreren Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr. Die Altstadt von Santiago de Compostela gehört zusammen mit der Kathedrale und dem Jakobsweg zum Unesco-Weltkulturerbe. Tipp: Die Rúa do Franco ist die bekannteste Straße, in der du viele galicische Spezialitäten kosten kannst.

Quellen

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