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Urlaub trotz Corona: Diese Ziele sind keine Risikogebiete mehr

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Urlaub trotz Corona: Diese Ziele sind keine Risikogebiete mehr

Strand und Wellen auf Rhodos – die griechische Insel gilt nicht als Corona-Risikogebiet.

Urlaub im März: Diese Ziele sind keine Risikogebiete mehr

Reisen in Deutschland sind bis Ende März praktisch verboten – Urlaub im Ausland hingegen nicht. Allerdings sind fast alle Länder in Europa Corona-Risikogebiete. Wo wäre Urlaub ohne Konsequenzen möglich? Ein Überblick.

Urlaub trotz Corona: Diese Ziele sind keine Risikogebiete mehr

Maike Geißler

Stay at home – so lautet aus Sicht der Bundesregierung die Devise. Sie hat im Zuge des harten Lockdowns aufgrund nach wie vor hoher Corona-Neuinfektionszahlen sowie sich verbreitender Mutationen des Virus ein Verbot für touristische Übernachtungen in Deutschland ausgesprochen. 

Reisen ins Ausland sind erlaubt – aber nicht erwünscht

Paradox: Eine Reise ins Ausland bleibt hingegen möglich, solange die Grenze geöffnet ist und das Ziel die Einreise erlaubt. Einen Urlaub in anderen Ländern kann die deutsche Regierung nicht verbieten.

Wer trotz des Appells, auf alle nicht zwingend notwendigen Reisen zu verzichten, einen Urlaub plant, dem werden jedoch in vielen Fällen Steine in den Weg gelegt. Denn die allermeisten Länder der EU gelten aus deutscher Sicht ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiet. Damit gelten für Reiserückkehrer mehrere Regeln:

  1. Nach der Rückreise in Deutschland müssen die Urlauber in eine zehntägige Quarantäne, die erst mit einem Corona-Test ab Tag fünf verkürzt werden kann.
  2. Für Rückkehrer aus Risikogebieten (Inzidenz über 50) gilt eine Corona-Testpflicht, spätestens 48 Stunden nach der Einreise.
  3. Für Rückkehrer aus Virusmutanten-Gebieten oder Hochinzidenzgebieten (Inzidenz über 200) gilt die Testpflicht vor der Einreise. Ein negativer Corona-Test muss bereits beim Check-in vorgelegt werden können, in Deutschland kontrolliert die Bundespolizei.

Umgekehrt verbieten immer mehr Länder in Europa deutschen Urlaubern die Einreise. Dazu zählen beispielsweise Tschechien, Norwegen und Belgien. Es gibt aber einige Ausnahmen, wo ein Urlaub wieder möglich ist – ohne Quarantäne bei der Rückkehr.

Urlaub in Europa ohne Quarantäne für Deutsche nach der Rückkehr

Denn in einigen Regionen wäre ein Urlaub derzeit ohne Konsequenzen möglich. Sie gelten nicht mehr als Risikogebiet, und das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung aufgehoben. Hier gibt’s den Überblick (Stand: 15. März 2021).

Regionen in Spanien und auf den Balearen

Über mehrere Monate hinweg galt Spanien aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen als Risikogebiet – vom Januar bis Februar 2021 sogar als Hochinzidenzgebiet. Mittlerweile hat sich die Lage etwas beruhigt, sodass in einigen Regionen auf dem spanischen Festland und auf den Balearen die Inzidenz wieder stabil unter 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Vor Reisen in folgende autonome Gemeinschaften wird daher seit dem 14. März seitens des Auswärtigen Amtes nicht mehr gewarnt:

  • Kastilien-La Mancha
  • Extremadura
  • La Rioja
  • Murcia
  • Valencia

Bei der Rükkehr nach Deutschland aus einem dieser Gebiete entfällt also die Quarantänepflicht. Reisen nach Spanien waren ohnehin durchweg für deutsche Urlauber möglich. Weiterhin ist aber ein Corona-Test (PCR oder TMA) vor der Abreise nötig, der bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ein Antigen-Schnelltest wird nicht akzeptiert. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Vor dem Flug müssen Urlauber außerdem ein Online-Formular auf dem „Spain Travel Health“-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, teilt das Auswärtige Amt mit. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenlose SpTH-App erfolgen. Die Registrierung kann frühestens 48 Stunden vor beabsichtigter Einreise erfolgen. In Ausnahmefällen kann auch ein Formular in Papierform ausgefüllt werden.

Balearen: Mallorca, Menorca, Ibiza und Co.

Während die Kanaren weiterhin als Risikogebiet gelten, stehen die Balearen seit dem 14. März nicht mehr auf der Liste des RKI. Nach einem Urlaub auf Mallorca, Menorca oder Ibiza können sich Rückkehrer also in Deutschland frei bewegen, die Quarantänepflicht entfällt. 

Aber: Die Balearen-Regierung hat kürzlich Regeln festgelegt, die über die Zeit bis nach Ostern gelten sollen, das berichtet die „Mallorca Zeitung“. Wichtig für Urlauber sind vor allem die folgenden Einschränkungen:

  • Restaurants und Bars dürfen nur bis 17 Uhr öffnen, sitzen dürfen Gäste drinnen und draußen. Zwischen 17 und 22 Uhr darf noch Essen zum Mitnehmen gekauft werden. Die Restaurants im eigenen Hotel dürfen Gäste natürlich auch abends besuchen. 
  • Auf Mallorca gilt eine generelle nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.
  • Discos bleiben geschlossen, Kinos und Theater dürfen mit Auflagen öffnen.

Und auch für die Einreise auf die Balearen ist ein Corona-Test (PCR oder TMA) vor der Abreise nötig, der bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ein Antigen-Schnelltest wird nicht akzeptiert. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Vor dem Flug müssen Urlauber ein Online-Formular auf dem „Spain Travel Health“-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, teilt das Auswärtige Amt mit. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenlose SpTH-App erfolgen. Die Registrierung kann frühestens 48 Stunden vor beabsichtigter Einreise erfolgen. In Ausnahmefällen kann auch ein Formular in Papierform ausgefüllt werden.

Portugal

In Portugal gelten die Regionen Alentejo, Centro und Norte sowie die Azoren nun seit dem 14. März nicht mehr als Risikogebiete. Die Einreiseregeln unterscheiden sich aber zwischen dem Festland und den Azoren.

Auf dem portugiesischen Festland gilt für Einreisende aus Deutschland die Pflicht, einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden vor Abflug entnommen wurde, gegenüber der Fluggesellschaft vor Abflug nachzuweisen. Diese Pflicht gilt nicht für Kinder unter zwei Jahren. Reisende müssen bei Einreise auf dem Luftweg eine elektronische Reiseanmeldung machen. Eine Einreise über den Landweg ist nur noch möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal nachgewiesen werden kann, so das Auswärtige Amt (AA).

Diese Regeln gelten bei der Einreise auf die Azoren

Bei der Einreise auf die Azoren muss 72 Stunden vor Abflug ein Fragebogen online ausgefüllt werden, mit welchem der Reisende für die Einreise einen Barcode erhält. Außerdem muss bei der Einreise ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht länger als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde. Davon ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Bei einem Aufenthalt von mehr als sieben Tagen soll ein weiterer Test am sechsten Tag sowie am zwölften Tag nach dem ersten Test erfolgen. Reisende müssen sich laut dem AA dafür mit der Gesundheitsbehörde des Aufenthaltsorts in Verbindung setzen.

Kroatien

Auch Kroatien hat einige Regionen, die nicht mehr als Risikogebiet gelten. Bereits seit dem 7. März sind Reisen in die Gespannschaften Bjelovar-Bilogora, Istrien, Krapina-Zagorje und Pozega-Slawonien wieder ohne Quarantäne bei der Rückkehr möglich.

Mit einem negativen PCR-Testergebnis, das bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein darf, ist die Einreise ohne Quarantänepflicht vor Ort möglich. Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. Zur Vermeidung langer Wartezeiten bei einem Grenzübertritt empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online zu hinterlegen, heißt es vom Auswärtigen Amt.

Urlaub außerhalb von Europa

Du willst trotz der Corona-Pandemie ins außereuropäische Ausland? Tatsächlich gibt es weltweit Ziele, die Touristen einreisen lassen. Wir haben dir die Lage für Fernreisen im Winter in einem Überblick zusammengefasst. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Karibik: Inseln ohne Reisewarnungen

  • Bahamas: Negativer, maximal sieben Tage alter Corona-Test ist bei der Einreise vorzuweisen, ein weiterer Test erfolgt bei Einreise.
  • Grenada: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter Corona-Test sind Pflicht.

Afrika-Urlaub: Staaten ohne Reisewarnung

  • Ruanda: Online-Registrierung und maximal fünf Tage alter negativer Corona-Test sind Pflicht; bei der Einreise wird erneut getestet – Quarantäne bis zum Ergebnis in einer staatlichen Einrichtung.
  • Uganda: Maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test; Kontakt zu Einheimischen ist verboten; für Touristen sind nur bestimmte Gegenden geöffnet.

Quellen

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