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Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

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Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Entlang des Waldskulpturenwegs im Sauerland stehen elf großformatige Kunstwerke. Dazu gehört auch „Der Krummstab“.

Winterwandern: 7 besondere Touren in Deutschland

Verschneite Wälder, vereiste Seen, klare Luft: Die Schönheit des Winters lässt sich besonders gut beim Wandern genießen. In Deutschland gibt es viele Strecken, die dafür gesichert und präpariert werden.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Sabrina Friedrich

1. Malerwinkel-Rundweg am Königssee im Berchtesgadener Land

Eingebettet zwischen den verschneiten, steil aufragenden Bergen wirkt der winterliche Königssee im oberbayerischen Berchtesgadener Land beinahe wie ein Fjord. Wegen seiner Wassertiefe von bis zu 190 Metern vereist der See nur etwa alle sieben bis zehn Jahre. In allen anderen Jahren ist es ganzjährig möglich, mit dem Schiff darauf zu fahren.

Besondere Aussichten auf den See haben Wanderer, die sich im Winter auf eine Wanderung auf dem Malerwinkel-Rundweg begeben. Dieser führt vom Parkplatz an der Seestraße 3 in Schönau am Nordufer zum Aussichtspunkt Malerwinkel und zurück. Zunächst geht es vorbei an den Bootshütten und Werftgebäuden.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Wer auf dem Malerwinkel-Rundweg im Berchtesgadener Land wandert, hat beste Ausblicke auf den Königssee mit seinen Bootshäusern – auch im Winter.

Schon nach ein paar Metern beginnt der Nationalpark. Erste Weitblicke bieten sich am Café Malerwinkel, das auf einem Felsen oberhalb des Sees steht. Von hier aus führt die Strecke durch den Wald. Vom Aussichtspunkt aus, wo auch mehrere Bänke für eine Rast bereitstehen, haben Wanderer schließlich einen beeindruckenden Blick über den See zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau. Wieder geht es im Wald weiter. Nach einem zweiten Aussichtpunkt kommen die Wanderer kurz vor ihrer Ankunft am Ziel an der Talstation der Jennerbahn vorbei.

Für die etwa 3,8 Kilometer lange Strecke müssen rund eineinhalb Stunden eingeplant werden.

2. Auf dem Waldskulpturenweg im Sauerland

Elf großformatige Kunstwerke von internationalen Künstlern machen eine Wanderung auf dem Waldskulpturenweg im Sauerland in Nordrhein-Westfalen zu einem besonderen Ereignis. Die 23 Kilometer lange Strecke beginnt am Rathaus von Bad Berleburg und endet am Rathaus in Schmallenberg.

Natürlich bietet sich Wanderern unterwegs auch viel sehenswerte Natur. Die Landschaft ist geprägt von Mischwäldern in den Tälern und Fichten in den Kammbereichen. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Schmallenberg, in Grafschaft, in Schanze und in Bad Berleburg. Vom Ortsteil Schanze aus, dem höchstgelegenen Ort am Waldskulpturenweg, haben Wanderer einen tollen Weitblick.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Bei einer Winterwanderung auf dem Waldskulpturenweg kommst du immer wieder an Kunstwerken vorbei – zum Beispiel an „Stein – Zeit – Mensch“.

Wem die Strecke zu lang ist, der läuft einen 11,5 Kilometer langen Rundweg von Schmallenberg-Schanze aus, der an besonders beliebten Kunstwerken wie der Skulptur „Der Krummstab“ vorbeiführt. Ein blaues Tor auf weißem Grund weist Wanderern den Weg.

An jedem Samstag haben Wanderer die Möglichkeit, mit dem Wandertaxi des Schmallenberger Sauerland-Tourismus ganz bequem von Schmallenberg zurück zum Ausgangsort zu kommen oder andersherum. Anmeldungen dafür sind bis freitags, 17 Uhr, unter Telefon (0 29 72) 9 74 00 erforderlich. Kosten: 2 Euro pro Person mit der Schmallenberg-Sauerland-Card, 10 Euro ohne Karte.

3. Auf dem Feldberg-Panoramaweg durch den Schwarzwald

Atemberaubende Aussichten erwarten Wanderer im Winter auf dem 8,8 Kilometer langen Feldberg-Panoramaweg im Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Los geht es in dem Ort Feldberg hinter dem Haus der Natur (Dr.-Pilet-Spur 4). Wie alle anderen Premium-Winterwanderwege ist auch der Panoramaweg mit einem blauen Schild ausgeschildert.

Schon zu Beginn müssen Wanderer die ersten der insgesamt 234 Höhenmeter überwinden. Schon bald werden sie dafür mit einer tollen Fernsicht belohnt. Nach gut einer Stunde erreichen sie die Todtnauer Hütte, wo es auch eine Rodelstrecke gibt. Nicht weit davon entfernt steht die St.-Laurentius-Kapelle am Weg. Am Ziel, der St. Wilhelmer Hütte auf 1400 Höhenmetern, die übrigens die höchstgelegene bewirtschaftete Almhütte in Baden-Württemberg ist, empfiehlt es sich, sich für den Rückweg mit einem deftigen Eintopf und hausgebackenem Brot zu stärken.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Auf dem Feldberg-Panoramaweg im Hochschwarzwald bieten sich dir bei einer Winterwanderung atemberaubende Aussichten.

Für die mittelschwere Strecke sollten etwa drei Stunden eingeplant werden. Weil es unterwegs mehrere Rodelmöglichkeiten gibt, sollten Wanderer einen Schlitten mitnehmen. Der Premium-Winterwanderweg wurde gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt. Er wird täglich geräumt und gewalzt.

4. Von Sankt Andreasberg zum Oderteich im Harz

Der Oberharz ist für seine wundervollen Winterlandschaften bekannt. Diese lassen sich gut auf zahlreichen geräumten Wegen erkunden. Die elf Kilometer lange Wanderung vom niedersächsischen Sankt Andreasberg zum Oderteich, Deutschlands ältester Talsperre, lohnt sich besonders.

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Sankt Andreasberg ist Ausgangspunkt für eine winterliche Wanderung zum Oderteich im Oberharz.

Am Kurhaus (Am Kurpark) der höchstgelegenen Bergstadt des Harzes geht es los in Richtung Rehberger Grabenhaus. Dabei müssen Wanderer einfach den Schildern folgen. Das Einkehren in die historische Waldgaststätte lohnt sich: Während die Besucher im warmen Gastraum sitzen, haben sie die Chance zu beobachten, wie sich draußen an der Futterkrippe das Rotwild stärkt. Für Einzelpersonen mittwochs, freitags und samstags, an den anderen Tagen ist sie Gruppen vorbehalten. Eine Reservierung ist auf jeden Fall erforderlich.

Gut gestärkt geht es dann längs des Rehberger Grabens, der einst als Wassergraben für den Bergbau angelegt wurde, weiter zum Oderteich. Hier erfahren Wanderer viel Wissenswertes über das Unesco-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft. Wer nicht zurückwandern will, nimmt den Bus. Bei starkem Schneefall können die Wanderwege eingeschränkt werden.

5. Im Oberallgäu durch die Breitachklamm

Ein einzigartiges Naturdenkmal ist Ziel einer Winterwanderung im Kleinwalsertal in Bayern: die Breitachklamm. Ausgangspunkt des vier Kilometer langen Rundweges, für den Wanderer etwa zweieinhalb Stunden benötigen, ist der Ort Tiefenbach. Von hier aus geht es direkt in die beeindruckende Felsschlucht (Eintritt für Erwachsene 5 Euro, für Kinder 2 Euro), durch die sich der Weg vorbei an gefrorenen Eisformationen schlängelt.

Auf der Brücke am oberen Eingang, dem Zwingsteg, bietet sich dann ein einzigartiger Ausblick in die Tiefe. Es folgt ein kurzer Anstieg in Richtung Engenkopf. Dafür sind geeignete Schuhe wichtig. Für die Mühe belohnt die anschließende Aussicht. Von oben geht es über die Alpe Dornach dann zurück nach Tiefenbach.

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Die winterliche Breitachklamm im Oberallgäu kannst du sogar bei Fackelwanderungen am Abend erkunden.

Im Winter stehen zweimal wöchentlich (dienstags und freitags) ab jeweils 19 Uhr Nachtwanderungen mit Fackeln zur Breitachklamm auf dem Programm. Dabei erstrahlt das Eis in ganz besonderem Licht und die Schneekristalle funkeln beinahe magisch.

Die Teilnahme kostet 8 Euro pro Person – inklusive Fackel. Sechs- bis 15-Jährige zahlen 4 Euro. Wanderer sollten sich unbedingt informieren, ob die Klamm geöffnet ist. Witterungsbedingt kann es zu Schließungen kommen. In der Gebirgslandschaft rund um Oberstorf im Oberallgäu gibt es mehr als 140 Kilometer gesicherte und präparierte Winterwanderwege.

6. Im Bergischen Land entlang der Wupper

Rund um die Klingenstadt Solingen im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 400 Kilometer markierte Wanderwege. Bei Schnee und Eis wird es wegen steiler Streckenabschnitte allerdings auf vielen eher schwierig. Es empfiehlt sich deshalb eine Wanderung entlang der Wupper. Ein guter Ausgangspunkt ist das Café Haasenmühle (Haasenmühle 1) an der Stadtgrenze zwischen Solingen und Leichlingen.

Von hier aus geht es auf der Brücke an der Nesserather Straße über die Wupper, dann sollten Wanderer an Gut Nesselrath und Leysiefen vorbei dem Fluss folgen. Am Waldrand am Fuß des Wupperbergs lohnt es sich, die sagenumwobene Ruine der Burg Leysiefen zu besuchen. Sie soll einst Lager einer Räuberbande gewesen sein, die hier ihre Schätze vergrub. Am Ausflugslokal Haus Fähr geht es zurück auf die nördliche Wupperseite. Über die Straße Untenrüden, Friedrichstal und Friedrichsaue und den Hohlenpuhlerweg führt die Strecke zum Wipperkotten.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Wenn du bei Solingen im Bergischen Land entlang der Wupper unterwegs bist, kommst du am Wipperkotten vorbei. Melde dich an und sieh dir die Schleifmanufaktur auch von innen an.

Die Existenz der wasserbetriebenen Schleifmühle ist bereits seit 1604 belegt. Es gibt bis heute eine Schleifmanufaktur, die nach Anmeldung besichtigt werden kann (schleiferei-wipperkotten.de). Von hier aus führt der Weg schließlich zurück zur Haasenmühle. Für die rund acht Kilometer lange Strecke sollten Wanderer rund zwei Stunden einplanen.

7. Zur Werraquelle im Thüringer Wald

Zu den beliebten Winterstrecken im Thüringer Wald gehört der Wanderweg zur Werraquelle. Die 5,4 Kilometer lange, mittelschwere Route ist ein Weg von rund 530 Kilometern Winterwegen in dem Mittelgebirge. Wanderer sollten circa zwei Stunden dafür einplanen. Ausgangs- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz des Rennsteighauses an der Hauptstraße in Masserberg, rund eine Stunde Fahrtzeit südlich von Erfurt. Von hier aus heißt es, den Schildern zu folgen.

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Im Thüringer Wald lohnt es sich auch im Winter, zur Werraquelle zu laufen. Achtung: Auf der Strecke sind auch Pferdekutschen unterwegs.

Vorbei an der Schutzhütte Eselsgrund führt der Weg zur Werraquell-Hütte in Fehrenbach. Am Fuß des Eselsbergs entspringt hier die Werra. In dem Gasthaus können sich Wanderer dann für den nächsten Streckenabschnitt – den Weg auf den Rennsteig zur Rennsteigwarte – stärken.

Oben angekommen, werden sie belohnt: Vom Aussichtsturm aus bietet sich auf zusätzlichen 33 Metern Höhe ein 360-Grad-Panoramablick über den Thüringer Wald. Der Rennsteig ist genauso zu sehen wie die Rhön und mit Glück sogar die Veste Coburg. Der Weg wird auch für Fahrten mit dem Pferdeschlitten genutzt.

Die Ausstattung muss stimmen

Beim Winterwandern spielt die richtige Ausstattung eine wichtige Rolle. Besonderen Wert sollten Wanderer auf die Auswahl der passenden Schuhe legen. Diese sollten nicht nur stabil, sondern auch wasser- und kälteresistent sein. Schließlich kann es zum Beispiel vorkommen, dass auf der Strecke vereiste Hangpassagen liegen. Die Sohlen müssen also auch bei Eis und Schnee genug Halt bieten.

Trekkingschuhe sind für solche Witterungsverhältnisse eher nicht geeignet. Um die Füße vor der Bodenkälte zu schützen, empfehlen sich Einlegesohlen mit Thermofußbett. Socken sollten nicht aus Baumwolle bestehen, die schnell feucht wird, sondern aus Schurwolle.

Es kann nicht schaden, auch Grödeln, also Halbsteigeisen, mit sich zu führen. Sie können etwa auf vereisten Hangpassagen oder glatten Straßen angelegt werden und geben dank ihrer Zacken dann stabilen Halt. Für noch mehr Sicherheit sorgen außerdem Teleskopstöcke. Falls die Wege nicht gespurt sind, empfiehlt es sich außerdem, Gamaschen im Rucksack zu haben. Sie verhindern, dass Schnee und Wasser in die Schuhe eindringen.

Wandern im Winter: 7 besondere Touren für den Ausflug in Deutschland

Um dich zwischendurch etwas aufzuwärmen, kann es nicht schaden, eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk mit zu deiner Winterwanderung zu nehmen.

Jeans sind als Hosen eher ungeeignet. Stattdessen sollten Wanderer eher eine Tourenhose oder eine Ski- oder Snowboardhose anziehen, die vor Nässe schützen und den Körper wärmen. Die sonstige Bekleidung sollte nach dem Zwiebelschalenprinzip ausgewählt werden – dann ist man für jede Witterung gerüstet und auch dafür, dass man zwischendurch ins Schwitzen kommt.

Mütze, Handschuhe und Schal dürfen natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie Snacks und eine Thermoskanne mit heißem Tee. Wer sich während einer Pause auf eine feuchte oder sogar schneebedeckte Bank setzen möchte, sollte ein kleines Sitzkissen einpacken. Und weil die Wanderung doch einmal länger dauern kann als geplant, sollte man während der eher dunklen Jahreszeit zur Sicherheit auch eine Stirnlampe mitnehmen.

Quellen

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