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Wildcampen in Kroatien: Ist das erlaubt?

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Wildcampen in Kroatien: Ist das erlaubt?

Wildcampen in Kroatien – zwischen kristallklarem Meer, atemberaubenden Buchten und wilder Natur.

Wildcampen in Kroatien: Ist das erlaubt?

Abseits der Zeltplätze in der Naturlandschaft Kroatiens übernachten, Abenteuer erleben und absolute Freiheit verspüren – das klingt traumhaft! Doch ist das Wildcampen in Kroatien überhaupt erlaubt?

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Alina Paul

Kroatien ist mit seiner berauschenden Mischung aus kristallklarem Meer, atemberaubenden Buchten und wilder Natur ein reines Campingparadies! Dort findet jeder den richtigen Campingplatz: vom kleinen, einfachen Stellplatz mit familiärem Charakter bis hin zu voll ausgebauten Plätzen mit vielfältigen Angeboten ist alles dabei.

Wer jedoch das vollkommene Freiheitsgefühl und pure Naturromantik sucht und dabei unabhängig von Campingplätzen im Freien übernachten möchte, stellt sich die Frage nach dem Wildcampen.

Die Gesetzeslage zum Wildcampen in Kroatien

Die Gesetzeslage zum Wildcampen in Kroatien ist eher ernüchternd. Denn wild zu zelten oder frei mit dem Camper zu stehen ist im ganzen Land strikt untersagt. Das betrifft nicht nur öffentlichen Grund und Boden, sondern auch private Flächen. Dementsprechend ist auch das Wildcampen mit Erlaubnis des Grundbesitzers nicht gestattet. Selbst Biwakieren, also das Nächtigen ohne (Zelt-)Dach, ist in Kroatien verboten.

Wildcampen am Meer – so sieht es konkret aus

Die Küstengegend in Kroatien hat eine ausgedehnte Infrastruktur, ist stark bebaut und touristisch optimal erschlossen. Rund 90 Prozent der Campingplätze befinden sich an der Küstenlinie. Auch deshalb wird es nicht gern gesehen, wenn dort in der freien Natur das Zelt aufgeschlagen oder der Camper abgestellt wird.

Besonders dort sowie in Nationalparks wird auf die Umsetzung des Verbots geachtet und regelmäßig kontrolliert. Wer erwischt wird, kann mit einer Strafe von bis zu 400 Euro rechnen.

Wildcampen in Kroatien: Ist das erlaubt?

Wildes Campen am Meer – Rocky Beach in Istria.

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Wildcampen im Inland – ist das möglich?

Das wilde Zelten ist im Inland genauso verboten wie in allen anderen Teilen Kroatiens. Allerdings ist das Hinterland touristisch weniger erschlossen und ruhiger als die Küstengegend. Die Einheimischen dort sind in der Regel entspannt und haben selten etwas dagegen, wenn jemand im Freien übernachten möchte. Es wird hier auch seltener kontrolliert.

Trotzdem ist das Wildcampen auch dort offiziell verboten – und gerade in entlegeneren Gebieten kann es sogar gefährlich sein. Ehemalige Kriegsgebiete wurden in Kroatien nicht vollständig geräumt, und es könnten noch Minen oder Blindgänger im Boden liegen.

Tipps zum Wildcampen in Kroatien

Generell gilt für das Camping und Roadtrips in Kroatien:

  • Gefährliche Regionen meiden: In Kroatien wurden ehemalige Kriegsgebiete nicht vollständig geräumt. Es besteht die Gefahr, dort auf Minen und Blindgänger zu stoßen. Daher darfst du in folgenden Regionen keinesfalls die Wege verlassen:
    a. Zadar und Umgebung
    b. Velebit und Umgebung
    c. mit Warnschildern gekennzeichnete Flächen und abgezäunte Wege
  • Um kein unnötiges Risiko einzugehen, solltest du auch Jagdgegenden und anderweitig gefährliche Gebiete meiden.

Wildcampen in Kroatien: Ist das erlaubt?

Bei Roadtrips durch Kroatien gibt es einige Punkte zu beachten.

  • Im Einklang mit der Natur: Die Natur ist unser Zuhause. Damit das so bleibt, sollten Camperinnen und Camper keinen Müll oder anderweitige Spuren hinterlassen. Bringe für deinen Trip daher ausreichend Müllbeutel mit. Gerade das Ökosystem Wald reagiert äußerst sensibel auf Eingriffe von außen. Achte auf eine niedrige Geräuschkulisse, mache kein Feuer (oder nur auf ausgewiesenen Plätzen) und verhalte dich respektvoll gegenüber der Natur und den Menschen.
  • Gute Vorbereitung: Abseits klassischer Pfade ist die Infrastruktur nur bedingt ausgebaut, sodass der nächste Supermarkt einige Kilometer entfernt liegen könnte. Daher solltest du dich gut mit Lebensmitteln und Wasser eindecken, um auch für längere Durststrecken gewappnet zu sein.
  • Praktische Apps: Die Apps iOverlander und Park4Night sind hilfreiche Tools, um mit dem Zelt oder dem Camper einen guten Spot zum Übernachten zu finden. Beide funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Nutzerinnen und Nutzer können auf den Plattformen ihre Erfahrungen zu von ihnen erprobten Stellen teilen und die jeweiligen Koordinaten angeben. So findest du in wenigen Minuten passende Plätze zum Übernachten. Die Apps zeigen jedoch nicht nur Plätze zum Wildcampen, sondern helfen auch, kostenpflichtige Stellplätze und Campingplätze in der Region zu finden.

Quellen

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