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Ab Juni können Bahnreisende bei Verspätung die Entschädigung per App beantragen

Ab Juni können Bahnreisende bei Verspätung die Entschädigung per App beantragen

Bei der Bahn gibt es bald die Möglichkeit, Erstattungen wegen Verspätungen in einer App zu beantragenFoto: dpa Picture Alliance

„Wir lösen unser Versprechen ein. Bahnkund*innen können ab 1. Juni mit wenigen Klicks ihre Entschädigung digital einreichen.“ Das verkündete Bahn-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz in einer Pressemitteilung. Wer jetzt also einen Teil des Ticketpreises erstattet haben möchte, muss das ab dem 1. Juni nicht mehr per Brief oder im Reisezentrum der Bahn machen. Bei einem mobil gekauften Ticket gibt es dann die Möglichkeit, die Entschädigung wegen einer Verspätung über die App der Bahn einzufordern. „Die Erstattung über das Smartphone ist künftig kinderleicht und mit wenigen Klicks in fünf Minuten erledigt“, sagte Lutz nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Unsere Kunden müssen keine Zugnummern mehr heraussuchen oder Fahrkarten einreichen. Damit machen wir die Entschädigung deutlich einfacher.“

Übersicht

  • So beantragen Sie bei der Bahn eine Entschädigung bei Verspätungen
  • Wie hoch ist die Entschädigung bei einer Verspätung?

Die Online-Erstattung ist Teil des digitalen Umbaus der Bahn. Nach und nach baut der Konzern seine App, den DB-Navigator, um und aus. Zugtickets können bereits darüber gebucht werden. 80 Prozent aller Buchungen würden inzwischen online abgewickelt, hieß es laut Bahn. Ebenfalls möglich ist das Einchecken im Zug per Smartphone. Auch die automatische Übertragung von Reservierungen bei einem unplanmäßigen Zugwechsel ist möglich. Die neue Erstattungsoption bedeute aber nicht das Ende des Fahrgastrechte-Formulars, betonte die Bahn. Wer will, kann sein Geld weiter über den Papier-Weg zurückfordern.

Der Fahrgastverband Pro Bahn befürwortet die neue Möglichkeit. „Das gehört zu einer modernen Eisenbahn dazu, dass man dieses Erstattungsformular elektronisch ausfüllen kann“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der dpa. „Wichtig ist, dass die Bahn daneben auch weiter das analoge Fahrgastrechte-Formular anbietet. Es gibt immer noch viele Menschen, die diesen Weg bevorzugen.“

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So beantragen Sie bei der Bahn eine Entschädigung bei Verspätungen

Bislang müssen Reisende nach einer Verspätung ihre Entschädidung noch mit einem Papierformular einfordern. Im besten Fall sollte auf dem Formular direkt von der Bahn bestätigt werden, dass eine Verspätung vorliegt. Dafür kann man sich das Formular im Zug bereits aushändigen lassen oder einem der Reisezentren der Deutschen Bahn. Alternativ kann es auch ausgedruckt werden, hier finden Sie das Formular.

Das Formular muss nun händisch ausgefüllt werden bevor es zusammen mit dem zu erstattenden Ticket verschickt wird. Entweder wird der Antrag per Post an den Konzern geschickt oder er wird bei einem der Reisezentren in den Bahnhöfen abgeben. Seit Jahren kritisieren Kunden das aufwendige Prozedere.

Wie hoch ist die Entschädigung bei einer Verspätung?

Die Höhe der Erstattung hängt bei der Bahn immer von der Höhe der Verspätung ab. Ab einer Stunde Verspätung überweist die Bahn ein Viertel des ursprünglichen Fahrpreises zurück, ab zwei Stunden die Hälfte. Das ist der Höchstsatz einer Erstattung bei der Deutschen Bahn – auch wenn man die Verspätung zehn Stunden beträgt, bekommen Reisende maximal 50 Prozent des Fahrpreises zurück.

Quellen

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