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Bahn plant zu Weihnachten 50.000 Sitzplätze mehr

Bahn plant zu Weihnachten 50.000 Sitzplätze mehr

Rund um die Feiertage sollen in Deutschland viel mehr Züge fahren als bislang. Insgesamt sind rund 50.000 zusätzliche Sitzplätze geplant.Foto: Christoph Soeder/dpa

Die große Nachfrage an Weihnachten stellt die Deutsche Bahn jedes Jahr vor Herausforderungen. Nun will sich der Konzern mit Tausenden zusätzlichen Sitzplätzen rüsten. Rund um Weihnachten sollen in Deutschland viel mehr Züge fahren als bislang. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kündigte eine deutliche Ausweitung des Bahnverkehrs an.

„Im Weihnachtsfernverkehr 2021 bietet die Bahn 510.000 Sitzplätze pro Tag und damit 50.000 Plätze mehr als im Vorjahr“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag). Darüber hinaus plant die Bahn für die Tage des Weihnachtsverkehrs sogenannte Verstärkerzüge einzusetzen. Dies führe nochmal zu „mehreren tausend Sitzplätzen pro Tag“, kündigte Scheuer an.

Angebot der Deutschen Bahn wächst

Ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember steige das Angebot der Bahn um elf Prozent, heißt es. Die Bahn richtet etwa neue Verbindungen mit dem ICE-Sprinter (Schnellzug, der kaum zwischen Start- und Zielbahnhof hält) zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin sowie zwischen München und Nordrhein-Westfalen ein. Außerdem soll eine neue IC-Linie zwischen Frankfurt und Münster beziehungsweise Dortmund entstehen.

Das Bahn-Angebot wächst nicht nur im Vergleich zum ersten Corona-Winter, sondern auch zur Vor-Corona-Zeit. Laut Verkehrsministerium werden im Dezember 2021 rund 63.000 Sitzplätze pro Tag mehr angeboten als im Dezember 2019.

Mehr Sitzplätze in der Bahn zu Weihnachten? Bahnbrechend.

Es gibt Dinge, von denen sagt man, sie seien so sicher wie das Amen in der Kirche. Welch passender Vergleich, wenn es doch um das beliebteste christliche Fest in Deutschland geht, Weihnachten. Denn wenn sonst alles unsicher ist – auf die vollen Züge in den Tagen vor, nach und sogar an den Feiertagen (looking at you, Zweiter Weihnachtsfeiertag) kann man sich verlassen.

Seit 10 Jahren mache ich dieses Spiel schon mit. Jedes Jahr wieder versuche ich, möglichst schnell die Urlaubstage für Weihnachten auszuhandeln, allein, um schon einen Zug zu buchen. Natürlich mit Sitzplatzreservierung, denn sonst kann man mit Sicherheit auf dem Gang sitzen. Dabei ist es, wie mit dem ersten Schnee: Jahr für Jahr hat der Bahnkunde das Gefühl, die Deutsche Bahn würde dieses Chaos das erste Mal mitmachen.

Insofern ist es natürlich eine nahezu grandiose Leistung, dass man nun gegen das bislang scheinbar als unvermeidlich hingenommene Chaos angehen will. Nur bleibt die Frage: warum erst jetzt? Denn bahnbrechend ist die Idee nun wirklich nicht.

Larissa Königs, Redaktionsleitung TRAVELBOOK

mit Material der dpa

Quellen

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