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Corona-Lage in Portugal – Algarve laut RKI kein Risikogebiet mehr

Corona-Lage in Portugal – Algarve laut RKI kein Risikogebiet mehr

Die Algarve gilt laut RKI nicht mehr als Risikogebiet. Im Foto: der Praia da Marinha.Foto: Getty Images

Corona-Lage in Portugal – Übersicht

  • Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal
  • Kein Beförderungsverbot mehr für Portugal
  • Portugals Öffnungsschritte aus dem Lockdown
    • Was ab dem 5. April in Portugal gilt:
    • Was ab dem 19. April in Portugal gilt:
    • Was ab dem 3. Mai in Portugal gilt:
  • Die Corona-Infektionslage in Portugal
  • Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt
  • Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?
  • Was gilt bei der Einreise nach Portugal?
  • Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal

Seit dem 14. März gilt Portugal laut RKI nicht mehr als Virusvariantengebiet. Auch gelten die Regionen Alentejo, Centro, Norte, die autonome Region Azoren und nun auch die Algarve nicht mehr als Risikogebiete. Somit warnt auch das Auswärtige Amt (AA) nicht mehr vor Reisen in diese Regionen.

Der Großraum Lissabon und die autonome Region Madeira jedoch bleiben weiter als Risikogebiete eingestuft. Entsprechend rät das Auswärtige Amt von Reisen ab. Allerdings ist damit zu rechnen, dass zeitnah auch der Großraum Lissabon von der Risikogebietsliste des RKI genommen wird. Hier liegen die Inzidenzen stabil unter 50.

Kein Beförderungsverbot mehr für Portugal

Da das RKI Portugal nun nicht mehr als Virusvariantengebiet einstuft, besteht seit dem 14. März auch kein Beförderungsverbot mehr für das Land.

Zuletzt wies Portugal stark rückläufige Corona-Infektionsraten auf. Mittlerweile liegt die 7-Tagesinzidenz für Portugal laut TRAVELBOOK-Berechnungen bei 33,76 und somit unter dem Niveau von Deutschland. Im Januar hatte der Wert in Portugal noch mehr als 800 betragen, in manchen Regionen überstieg er sogar die Schwelle von 1000.

Auch die Zahl der aktiven Corona-Infektionen sinkt weiter, aktuell sind 33.699 Menschen mit dem Virus infiziert. Im Januar lag die Zahl bei mehr als 180.000. Der über Monate besonders stark betroffene Norden liegt bei einer 7-Tagesinzidenz von 25,43. Auf der Inselgruppe der Azoren liegt der Wert bei 38,71 und in der beliebten Urlaubsregion Algarve bei 15,96.

Der weiterhin vom RKI als Risikogebiet eingestufte Großraum Lissabon weist weiter rückläufige Inzidenzen auf, aktuell liegt der Wert bei 38,64. Die Inselgruppe Madeira liegt bei der 7-Tage-Inzidenz noch über dem Wert von 50, nämlich bei derzeit 106,19 mit weiter sinkender Tendenz.

Am 27. Januar war mit 16.432 Neuinfektionen der bisherige Pandemie-Höchstwert gemeldet worden. Die höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnete das Land ebenfalls am 27. sowie erneut am 30. Januar mit jeweils 303 Verstorbenen.

Bis zum 31. März gilt in Portugal noch der Gesundheitsnotstand

Seit dem 15. Januar befindet sich Portugal in einem harten Lockdown. Der Gesundheitsnotstand gilt noch bis zum 31. März. Dieser sogenannte „estado de emergência“ war bereits im Frühjahr ausgerufen worden. Seine Folgen für die Bürger und Urlauber sind wesentliche Einschränkungen und Pflichten. Zudem ermöglicht er es der Regierung, zahlreiche weitere Maßnahmen zu verhängen. Dazu zählen u. a. die Möglichkeit zur verpflichtenden Messung der Körpertemperatur, etwa bei der Arbeit, im Personenverkehr, in Bildungseinrichtungen, Einkaufszentren, Sport- und kulturellen Einrichtungen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Corona-Tests verpflichtend zu machen und einzufordern (etwa bei der Ein- und Ausreise, in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und Pflegeheimen sowie Gefängnissen).

Des Weiteren kann die Regierung für Maßnahmen notwendige Ressourcen aus dem privaten und sozialen Bereich anfordern sowie bestimmte Personengruppen aktivieren, um bei der Kontaktverfolgung zu unterstützen. Zum Beispiel Lehrer, die aktuell nicht für Unterricht eingesetzt werden, oder Soldaten.

Portugals Öffnungsschritte aus dem Lockdown

Am 11. März stellte die Regierung um Premierminister António Costa ihre Lockerungspläne vor. Im Kern bleibt der Lockdown aber bis nach Ostern bestehen. Ziel ist es, Familienzusammenkünfte über die Feiertage zu verhindern. Das laxe Vorgehen um die Weihnachtszeit war einer der Gründe für die Explosion der Infektionszahlen im Januar. Die Lockerungen gelten vorbehaltlich steigender Inzidenzzahlen.

Seit dem 15. März gilt:

  • Kindertagesstätten und Vorschulen dürfen wieder öffnen und Erstklässler wieder an Präsenzunterricht teilnehmen
  • Der Handel kann Türverkauf anbieten
  • Buchhandlungen, Bibliotheken, Friseursalons, Nagelstudios und Autohändler dürfen wieder eröffnen

Was ab dem 5. April in Portugal gilt:

  • Schüler der zweiten und dritten Jahrgangsstufe können am Präsenzunterricht teilnehmen
  • Läden bis zu 200 Quadratmetern können wiedereröffnen
  • Erlaubnis von Wochenmärkten und Öffnung von Kunstgalerien mit vorheriger Genehmigung der Kommune
  • Öffnung von Museen
  • Sport mit niedrigem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu vier Personen wieder erlaubt
  • Fitnessstudios dürfen wieder eröffnen, Gruppenkurse bleiben untersagt

Was ab dem 19. April in Portugal gilt:

  • Höhere Jahrgangsstufen dürfen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen und Universitäten dürfen wieder eröffnen
  • Eröffnung von Kinos, Theatern und Veranstaltungszentren
  • Läden und Einkaufszentren dürfen wieder eröffnen
  • Restaurants, Cafés und Konditoreien dürfen wieder eröffnen, allerdings mit nur vier bzw. sechs Gästen (wenn ein Außenbereich existiert) und maximal bis 22 Uhr werktags bzw. 13 Uhr am Wochenende
  • Sport mit mittlerem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu sechs Personen wieder erlaubt

Was ab dem 3. Mai in Portugal gilt:

  • Mit Wirkung vom 3. Mai entfallen die Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Restaurants, Cafés und Konditoreien. Die Begrenzung bei der Anzahl an Gästen erhöht sich auf sechs bzw. zehn Gäste (wenn ein Außenbereich existiert)
  • Sport ist draußen und drinnen (Fitnessstudios) ohne Einschränkungen wieder erlaubt
  • Größere Veranstaltungen drinnen und draußen sind mit begrenzten Teilnehmerzahlen wieder erlaubt

Des Weiteren gelten bis Ostern u. a. folgende Maßnahmen:

  • Es gilt weiter eine allgemeine Ausgangssperre, Lebensmitteleinkäufe, Apothekenbesuche oder sonstige wichtige Erledigungen (Arztbesuche, Pflege von Angehörigen etc.) sind möglich.
  • Am Wochenende vom 20./21. März sowie im Zeitraum vom 26. März bis zum 5. April ist es verboten, die Gemeinde zu verlassen
  • Die Grenze zu Spanien bleibt bis nach Ostern geschlossen

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Die Corona-Infektionslage in Portugal

Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal

Aktuell gibt es in Portugal insgesamt 33.699 aktive Covid-19-Infektionen. Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal nach Regionen im Überblick laut TRAVELBOOK-Berechnungen:

Region 7-Tagesinzidenz
Großraum Lissabon 38,64
Norden 25,43
Algarve 15,96
Madeira 106,19
Azoren 38,71
Portugal gesamt 33,76

Stand: 19. März 2021; Quelle: Direção-Geral da Saúde (Daten) / TRAVELBOOK (Inzidenzberechnung)

Auch interessant: Corona-Risikogebiete – die Regelungen in Europa im Überblick

Die Einstufung eines Landes oder einer Region als Risikogebiet erfolgt durch das RKI in einem zweistufigen Prozess. „Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab“, heißt es auf der RKI-Seite. In einem zweiten Schritt werde nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschritten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliege. Kriterien sind:

  • Infektionszahlen
  • Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend)
  • Testkapazitäten und durchgeführte Tests pro Einwohner
  • ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens
  • Verlässlichkeit der Informationen

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Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt

Portugal gilt ab dem 14. März nicht mehr als Virusvarianten-Gebiet. Es besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts (Ausnahmen siehe oben). Für Menschen, die sich in den zehn Tagen vor ihrer Einreise nach Deutschland in einem Virusvarianten- oder Hochrisikogebiet aufgehalten haben, gelten besonders strenge Regelungen. Dazu zählen laut RKI:

  • Nachweis (ärztliches Zeugnis oder Testergebnis) über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bereits bei der Einreise. Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.
  • Nachweis muss dem Beförderer (Zug-Unternehmen, Airline etc.) zur Überprüfung vorgelegt werden.
  • Bundespolizei kann bei den Kontrollen den Nachweis verlangen.
  • Beförderer können bei Fehlen eines Nachweises Tests durchführen.

Außerdem müssen sich Reisende vor der Einreise digital anmelden und sich direkt nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben. Hier gelten die Regelungen der Bundesländer.

Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?

Aktuell gibt es für Urlauber aus Deutschland keine Quarantänepflicht, wenn sie das portugiesische Festland besuchen.

Seit Ende Januar 2021 ist eine Einreise auf dem Landweg laut dem Auswärtigen Amt jedoch nur dann möglich, „wenn ein Wohnsitz in Portugal (in der Regel das „Certificado de Registo de Cidadão da União Europeia“) nachgewiesen werden kann oder zu beruflichen (Grenzpendler) oder gewerblichen Zwecken“. Über andere Ausnahmen entscheiden die Grenzbeamten.

Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Bei der Einreise aus Deutschland auf dem Luftweg muss der Fluggesellschaft aktuell vor Abflug ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der maximal 72 Stunden alt ist. Ausnahme: Kinder unter zwei Jahren.

Um eine Kontaktverfolgung gewährleisten zu können, müssen über den Luftweg einreisende Passagiere anhand eines „Passenger Locator“-Formulars Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen. Zudem wird am Flughafen per Infrarotkameras die Körpertemperatur gemessen. Übersteigt diese 38 Grad, müssen Reisende mit weiteren Untersuchungen und Quarantäne rechnen.

Für die Azoren und Madeira gelten andere Regelungen: So wird bei der Einreise ein negativer Corona-Test verlangt, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer keinen Test hat, kann ihn bei der Ankunft machen und muss bis zum Testergebnis in Quarantäne bleiben.

Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Was beinhaltet die Versicherung?

Da Portugal stark auf den Tourismus angewiesen ist, bietet das Land Reisenden gegen Gebühr nun auch eine Corona-Versicherung an – in Kooperation mit der Firma Bónus Seguros. Die Versicherung greift bei „unvorhergesehenen Ereignissen im Zusammenhang mit Covid-19“ und ermöglicht Rückerstattungen bei Flugstornierungen oder -unterbrechungen, heißt es auf der portugiesisch- bzw. englischsprachigen Webseite von Portugal Travel Insurance. Beim genaueren Blick auf die enthaltenen Leistungen fällt allerdings auf, dass diese recht allgemein gehalten sind. So wird beispielsweise eine Unterstützung bei Gepäckdiebstahl in Portugal zugesichert – was mit Covid-19 nichts zu tun hat.

Relevanter für Urlauber sind die unter dem Punkt „Vollständige Deckung bei unvorhersehbaren Situationen“ vermerkten Leistungen. Im Krankheitsfall bietet die Versicherung eine Deckung der…

  • … Arzt- und Krankenhauskosten in Portugal
  • … Kosten für die Nachsorge bei einem Krankenhausaufenthalt
  • … Rückreisekosten im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls

Die Preise der Corona-Versicherung für Portugal

Die Kosten für die Versicherung richten sich nach der Dauer des Aufenthalts in Portugal.

  • bis zu 10 Tagen: 37,20 Euro pro Person
  • 10 bis 15 Tage: 43,20 Euro pro Person
  • 16 bis 30 Tage: 48,20 Euro pro Person
  • 30 bis 60 Tage: 65,20 Euro pro Person

Corona-Lage in Portugal – Algarve laut RKI kein Risikogebiet mehr

„Die Regierung trägt die Verantwortung für die Situation“

„Ich erlebe die Situation in Portugal zwar derzeit nur aus der Ferne, allerdings stehe ich im regelmäßigen Austausch mit meiner dort lebenden Familie. Alle vor Ort empfinden Erleichterung angesichts der stark rückläufigen Neuinfektionszahlen. Allerdings weiß jeder auch: Das Virus verzeiht keinerlei Nachlässigkeiten. Auch deshalb hat die portugiesische Regierung nun aus ihrem Fehler gelernt und möchte – anders als noch zu Weihnachten – die Alltagseinschränkungen, die seit dem 15. Januar gelten, bis nach Ostern verlängern.“ – Nuno Alves, Editorial Director TRAVELBOOK

Mit Material von Reuters

Quellen

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