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Corona-Lage in Portugal – alles zu Einreise, Maßnahmen, Inzidenzen

Corona-Lage in Portugal – alles zu Einreise, Maßnahmen, Inzidenzen

Das portugiesische Festland gilt laut RKI nicht mehr als Risikogebiet. Im Foto: der Praia da Marinha an der Algarve.Foto: Getty Images

Corona-Lage in Portugal – Übersicht

  • Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal
  • Portugals Öffnungsschritte aus dem Lockdown
    • Seit dem 5. April gilt
    • Was ab dem 19. April in Portugal gilt
    • Was ab dem 3. Mai in Portugal gilt
  • Die Corona-Infektionslage in Portugal
  • Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt
  • Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?
  • Was gilt bei der Einreise nach Portugal?
  • Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal

Seit Wochen weist Portugal konstant niedrige Infektionsraten auf. Derzeit liegt die 7-Tagesinzidenz für Portugal laut TRAVELBOOK-Berechnungen bei 41,52 und somit weit unter dem Niveau von Deutschland. Im Januar hatte der Wert in Portugal noch mehr als 800 betragen, in manchen Regionen überstieg er sogar die Schwelle von 1000. Die 7-Tages-Inzidenzen der einzelnen Regionen finden Sie weiter unten.

In der Folge hat das RKI seine Einstufung angepasst: Zurzeit gilt das gesamte portugiesische Festland nicht mehr als Risikogebiet. Somit warnt auch das Auswärtige Amt (AA) nicht mehr vor Reisen in das Land. Einzig die Inselgruppe Madeira bleibt weiter als Risikogebiet eingestuft.

Trotz der vergleichsweise niedrigen Infektionsraten bleibt das Land vorsichtig, zuletzt stiegen die Ansteckungen wieder leicht. Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Schnitt ansteckt, überstieg die Schwelle von 1.

Bis zum 15. April gilt in Portugal noch der Gesundheitsnotstand

Seit dem 15. Januar befindet sich Portugal in einem harten Lockdown. Der Gesundheitsnotstand gilt noch bis zum 15. April. Dieser sogenannte „estado de emergência“ war bereits im Frühjahr ausgerufen worden. Seine Folgen für die Bürger und Urlauber sind wesentliche Einschränkungen und Pflichten. Zudem ermöglicht er es der Regierung, zahlreiche weitere Maßnahmen zu verhängen. Dazu zählen u. a. die Möglichkeit zur verpflichtenden Messung der Körpertemperatur, etwa bei der Arbeit, im Personenverkehr, in Bildungseinrichtungen, Einkaufszentren, Sport- und kulturellen Einrichtungen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Corona-Tests verpflichtend zu machen und einzufordern (etwa bei der Ein- und Ausreise, in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und Pflegeheimen sowie Gefängnissen).

Des Weiteren kann die Regierung für Maßnahmen notwendige Ressourcen aus dem privaten und sozialen Bereich anfordern sowie bestimmte Personengruppen aktivieren, um bei der Kontaktverfolgung zu unterstützen. Zum Beispiel Lehrer, die aktuell nicht für Unterricht eingesetzt werden, oder Soldaten.

Portugals Öffnungsschritte aus dem Lockdown

Am 11. März hatte die Regierung um Premierminister António Costa ihre Lockerungspläne vorgestellt. Diese sehen eine stufenweise Rücknahme der Beschränkungen vor.

Seit dem 15. März gilt

  • Kindertagesstätten und Vorschulen sind wieder offen und Erstklässler können wieder an Präsenzunterricht teilnehmen
  • Der Handel kann Türverkauf anbieten
  • Buchhandlungen, Bibliotheken, Friseursalons, Nagelstudios und Autohändler dürfen wieder eröffnen

Seit dem 5. April gilt

  • Schüler der zweiten und dritten Jahrgangsstufe können am Präsenzunterricht teilnehmen
  • Läden bis zu 200 Quadratmetern haben wieder geöffnet
  • Erlaubnis von Wochenmärkten und Öffnung von Kunstgalerien mit vorheriger Genehmigung der Kommune
  • Öffnung von Museen
  • Sport mit niedrigem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu vier Personen wieder erlaubt
  • Fitnessstudios dürfen wieder eröffnen, Gruppenkurse bleiben untersagt

Was ab dem 19. April in Portugal gilt

  • Höhere Jahrgangsstufen dürfen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen und Universitäten dürfen wieder eröffnen
  • Eröffnung von Kinos, Theatern und Veranstaltungszentren
  • Läden und Einkaufszentren dürfen wieder eröffnen
  • Restaurants, Cafés und Konditoreien dürfen wieder eröffnen, allerdings mit nur vier bzw. sechs Gästen (wenn ein Außenbereich existiert) und maximal bis 22 Uhr werktags bzw. 13 Uhr am Wochenende
  • Sport mit mittlerem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu sechs Personen wieder erlaubt

Was ab dem 3. Mai in Portugal gilt

  • Mit Wirkung vom 3. Mai entfallen die Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Restaurants, Cafés und Konditoreien. Die Begrenzung bei der Anzahl an Gästen erhöht sich auf sechs bzw. zehn Gäste (wenn ein Außenbereich existiert)
  • Sport ist draußen und drinnen (Fitnessstudios) ohne Einschränkungen wieder erlaubt
  • Größere Veranstaltungen drinnen und draußen sind mit begrenzten Teilnehmerzahlen wieder erlaubt

Einreisebeschränkungen bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklung hat Portugal die Einreisebeschränkungen für Urlauber verlängert. So gibt es noch bis zum 15. April an der Grenze zu Spanien weiter Kontrollen zu Lande und auf Flüssen. Darüber hinaus ist auch weiterhin der touristische Schienenverkehr zwischen Spanien und Portugal ausgesetzt.

Portugals Tourismus-Staatssekretärin: „Werden dafür kämpfen, dass wir alle wieder reisen können“

Die Corona-Infektionslage in Portugal

Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal

Aktuell gibt es in Portugal insgesamt 25784 aktive Covid-19-Infektionen. Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal nach Regionen im Überblick laut TRAVELBOOK-Berechnungen:

Region 7-Tagesinzidenz
Norden 37,28
Großraum Lissabon 39,40
Centro 22,01
Alentejo 32,08
Algarve 69,57
Madeira 70,44
Azoren 117,37
Portugal gesamt 41,52

Stand: 12. April 2021; Quelle: Direção-Geral da Saúde (Daten) / TRAVELBOOK (Inzidenzberechnung)

Auch interessant: Corona-Risikogebiete – die Regelungen in Europa im Überblick

Die Einstufung eines Landes oder einer Region als Risikogebiet erfolgt durch das RKI in einem zweistufigen Prozess. „Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab“, heißt es auf der RKI-Seite. In einem zweiten Schritt werde nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschritten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliege. Kriterien sind:

  • Infektionszahlen
  • Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend)
  • Testkapazitäten und durchgeführte Tests pro Einwohner
  • ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens
  • Verlässlichkeit der Informationen

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Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt

Portugal gilt bis auf die Inselgruppe Madeira nicht mehr als Risikogebiet. Allerdings müssen Rückkehrer bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen. Dazu schreibt das Bundesgesundheitsministerium: „Alle Einreisende, die per Flugzeug ab 30. März 0 Uhr in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, müssen sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Crews sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen. Von der Testpflicht sind Personen ausgenommen, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben.“ Die dem Test zugrundeliegende Abstrichnahme dürfe grundsätzlich höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein.

Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?

Aktuell gibt es für Urlauber aus Deutschland keine Quarantänepflicht, wenn sie das portugiesische Festland besuchen.

Seit Ende Januar 2021 ist eine Einreise auf dem Landweg laut dem Auswärtigen Amt jedoch nur dann möglich, „wenn ein Wohnsitz in Portugal (in der Regel das „Certificado de Registo de Cidadão da União Europeia“) nachgewiesen werden kann oder zu beruflichen (Grenzpendler) oder gewerblichen Zwecken“. Über andere Ausnahmen entscheiden die Grenzbeamten.

Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Bei der Einreise aus Deutschland auf dem Luftweg muss der Fluggesellschaft aktuell vor Abflug ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der maximal 72 Stunden alt ist. Ausnahme: Kinder unter zwei Jahren.

Um eine Kontaktverfolgung gewährleisten zu können, müssen über den Luftweg einreisende Passagiere anhand eines „Passenger Locator“-Formulars Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen. Zudem wird am Flughafen per Infrarotkameras die Körpertemperatur gemessen. Übersteigt diese 38 Grad, müssen Reisende mit weiteren Untersuchungen und Quarantäne rechnen.

Für die Azoren und Madeira gelten andere Regelungen: So wird bei der Einreise ein negativer Corona-Test verlangt, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer keinen Test hat, kann ihn bei der Ankunft machen und muss bis zum Testergebnis in Quarantäne bleiben.

Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Was beinhaltet die Versicherung?

Da Portugal stark auf den Tourismus angewiesen ist, bietet das Land Reisenden gegen Gebühr nun auch eine Corona-Versicherung an – in Kooperation mit der Firma Bónus Seguros. Die Versicherung greift bei „unvorhergesehenen Ereignissen im Zusammenhang mit Covid-19“ und ermöglicht Rückerstattungen bei Flugstornierungen oder -unterbrechungen, heißt es auf der portugiesisch- bzw. englischsprachigen Webseite von Portugal Travel Insurance. Beim genaueren Blick auf die enthaltenen Leistungen fällt allerdings auf, dass diese recht allgemein gehalten sind. So wird beispielsweise eine Unterstützung bei Gepäckdiebstahl in Portugal zugesichert – was mit Covid-19 nichts zu tun hat.

Relevanter für Urlauber sind die unter dem Punkt „Vollständige Deckung bei unvorhersehbaren Situationen“ vermerkten Leistungen. Im Krankheitsfall bietet die Versicherung eine Deckung der…

  • … Arzt- und Krankenhauskosten in Portugal
  • … Kosten für die Nachsorge bei einem Krankenhausaufenthalt
  • … Rückreisekosten im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls

Die Preise der Corona-Versicherung für Portugal

Die Kosten für die Versicherung richten sich nach der Dauer des Aufenthalts in Portugal.

  • bis zu 10 Tagen: 37,20 Euro pro Person
  • 10 bis 15 Tage: 43,20 Euro pro Person
  • 16 bis 30 Tage: 48,20 Euro pro Person
  • 30 bis 60 Tage: 65,20 Euro pro Person

Corona-Lage in Portugal – alles zu Einreise, Maßnahmen, Inzidenzen

„Die Regierung trägt die Verantwortung für die Situation“

„Ich erlebe die Situation in Portugal zwar derzeit nur aus der Ferne, allerdings stehe ich im regelmäßigen Austausch mit meiner dort lebenden Familie. Alle vor Ort empfinden Erleichterung angesichts der stark rückläufigen Neuinfektionszahlen. Allerdings weiß jeder auch: Das Virus verzeiht keinerlei Nachlässigkeiten. Auch deshalb hat die portugiesische Regierung nun aus ihrem Fehler gelernt und möchte – anders als noch zu Weihnachten – die Alltagseinschränkungen, die seit dem 15. Januar gelten, größtenteils bis nach Ostern verlängern.“ – Nuno Alves, Editorial Director TRAVELBOOK

Mit Material von Reuters

Quellen

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