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Corona-Lage in Portugal – Infektionsraten weiter auf niedrigem Niveau

Corona-Lage in Portugal – Infektionsraten weiter auf niedrigem Niveau

Die portugiesische Algarve gehört neben Madeira und den Azoren zu den drei Corona-Risikogebieten aus Sicht des RKI. Das restliche Land weist sehr niedrige Inzidenzen auf. Im Bild: der Weg zum Praia da Bordeira.Foto: Getty Images

Corona-Lage in Portugal – Übersicht

  • Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal
  • Welche Maßnahmen zurzeit in Portugal gelten
    • Seit dem 15. März gilt
    • Seit dem 5. April gilt
    • Seit dem 19. April gilt
    • Seit dem 1. Mai gilt
  • Ampel-System an den Stränden in Portugal
  • Was gilt bei der Einreise nach Portugal?
  • Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?
  • Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt
  • Die Corona-Infektionslage in Portugal
  • Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal

Seit Wochen weist Portugal konstant niedrige Infektionsraten auf. Derzeit liegt die 7-Tagesinzidenz für das Land laut TRAVELBOOK-Berechnungen bei 26,48 und somit weit unter dem Niveau von Deutschland. Im Januar hatte der Wert in Portugal noch mehr als 800 betragen, in manchen Regionen überstieg er sogar die Schwelle von 1000. (Die aktuellen 7-Tages-Inzidenzen der einzelnen Regionen finden Sie weiter unten.)

Trotz der schrittweisen Lockerungen blieben die Corona-Inzidenzen zuletzt stabil niedrig, was neben den allgemeinen Maßnahmen auch auf die Impfkampagne sowie eine Immunität in der Bevölkerung aufgrund überstandener Infektionen zurückzuführen ist.

Wegen der stabilen Corona-Lage gilt Portugal mit Ausnahme der Algarve und der Inselgruppen Madeira und Azoren aus Sicht der Robert-Koch-Institus (RKI) derzeit nicht als Risikogebiet.

Welche Maßnahmen zurzeit in Portugal gelten

Seit dem 1. Mai gilt in Portugal nicht mehr die höchste Warnstufe. Auf den sogenannten „estado de emergência“ folgte der „estado de calamidade“, der noch bis zum 16. Mai gilt.

Seit dem 15. März gilt

  • Kindertagesstätten und Vorschulen sind wieder offen und Erstklässler können wieder an Präsenzunterricht teilnehmen
  • Der Handel kann Türverkauf anbieten
  • Buchhandlungen, Bibliotheken, Friseursalons, Nagelstudios und Autohändler dürfen wieder eröffnen

Seit dem 5. April gilt

  • Schüler der zweiten und dritten Jahrgangsstufe können am Präsenzunterricht teilnehmen
  • Läden bis zu 200 Quadratmetern haben wieder geöffnet
  • Erlaubnis von Wochenmärkten und Öffnung von Kunstgalerien mit vorheriger Genehmigung der Kommune
  • Öffnung von Museen
  • Sport mit niedrigem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu vier Personen wieder erlaubt
  • Fitnessstudios dürfen wieder eröffnen, Gruppenkurse bleiben untersagt

Seit dem 19. April gilt

  • Höhere Jahrgangsstufen dürfen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen und Universitäten dürfen wieder eröffnen
  • Eröffnung von Kinos, Theatern und Veranstaltungszentren
  • Läden und Einkaufszentren dürfen wieder eröffnen
  • Restaurants, Cafés und Konditoreien dürfen wieder eröffnen, allerdings mit nur vier bzw. sechs Gästen (wenn ein Außenbereich existiert) und maximal bis 22 Uhr werktags bzw. 13 Uhr am Wochenende
  • Sport mit mittlerem Infektionsrisiko ist in Gruppen von bis zu sechs Personen wieder erlaubt

Seit dem 1. Mai gilt

  • Mit Wirkung vom 3. Mai entfallen die Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Restaurants, Cafés und Konditoreien. Die Begrenzung bei der Anzahl an Gästen erhöht sich auf sechs bzw. zehn Gäste (wenn ein Außenbereich existiert)
  • Sport ist draußen und drinnen (Fitnessstudios) ohne Einschränkungen wieder erlaubt
  • Größere Veranstaltungen drinnen und draußen sind mit begrenzten Teilnehmerzahlen wieder erlaubt

Die tatsächlichen Lockerungen entscheiden sich nach den Neuinfektionen in den einzelnen Gemeinden. Hier gibt es drei Stufen, die je nach Inzidenz bedeuten, dass eine Region zu den Maßnahmen aus vorherigen Öffnungsschritten zurückkehren muss.

Die Maßnahmen vom 15. März gelten aktuell für Odemira und Portimão, die vom 5. April für Aljezur, Resende und Carregal do Sal, und die vom 19. April für Paredes, Miranda do Douro e Valongo.

Ampel-System an den Stränden in Portugal

Wie bereits im vergangenen Jahr gilt auch in dieser Saison ein Ampelsystem, das darüber informieren soll, wie voll die Strände sind. Mithilfe der App „Info Praia“ (Google Play | Apple App Store) oder auf der Website kann man die Situation vorab prüfen.

  • Grün: relativ leer (Auslastung bis ca. 33 Prozent)
  • Gelb: halbwegs voll (Auslastung zwischen ca. 33 und 66 Prozent)
  • Rot: voll (Auslastung von mehr als 66 Prozent)

Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Seit dem 1. Mai ist die Grenze zum Nachbarland Spanien wieder geöffnet. Bei der Einreise aus Deutschland auf dem Luftweg muss der Fluggesellschaft aktuell vor Abflug ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der maximal 72 Stunden alt ist. Ausnahme: Kinder unter zwei Jahren.

Um eine Kontaktverfolgung gewährleisten zu können, müssen über den Luftweg einreisende Passagiere anhand eines „Passenger Locator“-Formulars Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen. Zudem wird am Flughafen per Infrarotkameras die Körpertemperatur gemessen. Übersteigt diese 38 Grad, müssen Reisende mit weiteren Untersuchungen und Quarantäne rechnen.

Für die Azoren und Madeira gelten andere Regelungen. Hier wird bei der Einreise ein negativer Corona-Test verlangt, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer keinen Test hat, kann ihn bei der Ankunft machen und muss bis zum Testergebnis in Quarantäne bleiben.

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Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?

Aktuell gibt es für Einreisende aus Deutschland keine Quarantänepflicht, wenn sie das portugiesische Festland besuchen.

Ausnahmen gelten für Reisende, die sich in den 14 Tagen vor Einreise in einem Schengen-Land mit einer 14-Tages-Inzidenz von mehr als 500 Fällen pro 100.000 Einwohner, in Südafrika oder Brasilien aufgehalten haben. Sie müssen sich direkt nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

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Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt

Der Großteil des portugiesischen Festlandes gilt nicht mehr als Risikogebiet. Allerdings müssen Rückkehrer bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen. Dazu schreibt das Bundesgesundheitsministerium: „Alle Einreisende, die per Flugzeug ab 30. März 0 Uhr in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, müssen sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Crews sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen. Von der Testpflicht sind Personen ausgenommen, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben.“ Die dem Test zugrundeliegende Abstrichnahme dürfe grundsätzlich höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen möchte, verpflichtet sich zu einer zehntägigen Quarantäne direkt im Anschluss an die Einreise. Diese kann frühstens nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Reiserückkehrer müssen sich vor ihrer Abreise außerdem digital anmelden.

Die Corona-Infektionslage in Portugal

Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal

Aktuell gibt es in Portugal insgesamt 22.833 neue Covid-19-Infektionen (Stand: 4. Mai 2021). Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal nach Regionen im Überblick laut TRAVELBOOK-Berechnungen:

Region 7-Tagesinzidenz
Norden 34,15
Großraum Lissabon 22,07
Centro 13,12
Alentejo 6,67
Algarve 29,20
Madeira 45,26
Azoren 44,07
Portugal gesamt 27,41

Stand: 4. Mai 2021; Quelle: Direção-Geral da Saúde (Daten) / TRAVELBOOK (Inzidenzberechnung)

Auch interessant: Corona-Risikogebiete – die Regelungen in Europa im Überblick

Die Einstufung eines Landes oder einer Region als Risikogebiet erfolgt durch das RKI in einem zweistufigen Prozess. „Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab“, heißt es auf der RKI-Seite. In einem zweiten Schritt werde nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschritten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliege. Kriterien sind:

  • Infektionszahlen
  • Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend)
  • Testkapazitäten und durchgeführte Tests pro Einwohner
  • ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens
  • Verlässlichkeit der Informationen

Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Was beinhaltet die Versicherung?

Da Portugal stark auf den Tourismus angewiesen ist, bietet das Land Reisenden gegen Gebühr nun auch eine Corona-Versicherung an – in Kooperation mit der Firma Bónus Seguros. Die Versicherung greift bei „unvorhergesehenen Ereignissen im Zusammenhang mit Covid-19“ und ermöglicht Rückerstattungen bei Flugstornierungen oder -unterbrechungen, heißt es auf der portugiesisch- bzw. englischsprachigen Webseite von Portugal Travel Insurance. Beim genaueren Blick auf die enthaltenen Leistungen fällt allerdings auf, dass diese recht allgemein gehalten sind. So wird beispielsweise eine Unterstützung bei Gepäckdiebstahl in Portugal zugesichert – was mit Covid-19 nichts zu tun hat.

Relevanter für Urlauber sind die unter dem Punkt „Vollständige Deckung bei unvorhersehbaren Situationen“ vermerkten Leistungen. Im Krankheitsfall bietet die Versicherung eine Deckung der…

  • … Arzt- und Krankenhauskosten in Portugal
  • … Kosten für die Nachsorge bei einem Krankenhausaufenthalt
  • … Rückreisekosten im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls

Die Preise der Corona-Versicherung für Portugal

Die Kosten für die Versicherung richten sich nach der Dauer des Aufenthalts in Portugal.

  • bis zu 10 Tagen: 37,20 Euro pro Person
  • 10 bis 15 Tage: 43,20 Euro pro Person
  • 16 bis 30 Tage: 48,20 Euro pro Person
  • 30 bis 60 Tage: 65,20 Euro pro Person

Corona-Lage in Portugal – Infektionsraten weiter auf niedrigem Niveau

„Die Situation in Portugal sollte jetzt entspannt bleiben“

„Ich bin zuversichtlich, dass die Inzidenzen in Portugal trotz der Lockerungen niedrig bleiben werden. Unter anderem deshalb, weil ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung womöglich vor einer Infektion geschützt sein könnte.
Seit Pandemie-Beginn gab es 837.715 offizielle Corona-Infektionen (Stand: 4. Mai 2021). Defensiv gerechnet könnte man eine Dunkelziffer von circa 1,7 Millionen annehmen. Das wären dann etwa rund 2,5 Millionen durch eine Infektion ganz oder teilweise Immunisierte. Hinzu kommen rund 2,5 Millionen Erstgeimpfte bzw. fast 900.000 vollständig Geimpfte. Das bedeutet: Fast die Hälfte der Portugiesen könnte eine gewisse oder gar komplette Immunität gegen das Coronavirus aufweisen. Rechnet man mit rund 500.000 Impfungen pro Woche und raschen sowie effektiven Maßnahmen, wenn lokal wieder erhöhte Neuinfektionen registriert werden, dann könnte das zeitlich reichen, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten, bis die Impfkampagne weitreichende Wirkung zeigt. Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass die Pandemie-Situation einen Sommerurlaub in Portugal möglich macht.“ – Nuno Alves, Editorial Director TRAVELBOOK

Quellen

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