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Der irre Reise-Weltrekord des Milliardärs Richard Garriott

Der irre Reise-Weltrekord des Milliardärs Richard Garriott

Richard Garriott ist nicht nur ins Weltall, sondern nun auch zum Boden des Marianengrabens gereistFoto: Collage / Getty Images / dpa picture alliance

Richard Garriott ist wohl das, was viele Menschen als „reichen Exzentriker“ bezeichnen würden. Der Milliardär, der sein Vermögen als einer der ersten Videospiel-Entwickler machte, hat sich beispielsweise mit „Britannia Manor“ ein Haus voller Falltüren und Geheimgängen gebaut. Er ist Teil der „Society for Creative Anachronism“, einer internationalen Vereinigung von Menschen, die am Mittelalter interessiert sind. Und er sammelt Skelette, ausgestopfte Vögel und konservierte Gehirne. Doch neben diesen außergewöhnlichen Hobbys hat er noch einen anderen, extraordinären Zeitvertreib: Reisen an Orte, die kaum jemand besuchen kann.

Schon in den 90er Jahren begann er, außergewöhnliche Orte zu bereisen. So tauchte er etwa 1998 zum Wrack der Titanic, wie es auf seiner Website heißt. Im selben Jahr unternahm er seine erste von zwei Expeditionen zum Südpol. Wenig später bereiste er auch das Äquivalent auf der anderen Seite der Welt, den Nordpol. Doch die Erde war Garriott schon bald nicht mehr genug. 2008 ging er dann auf eine Reise, von der die meisten Menschen nur träumen können: Er reiste in den Weltraum.

Vom Weltraum zu tiefsten Punkt am Meeresboden

Am 12. Oktober 2008 war Richard Garriott Teil einer zweiwöchigen Mission an Bord der ISS. Dort veranstaltete er unter anderem die erste Kunstausstellung im Weltraum und produzierte Videos darüber, wie es ist, im Weltraum zu leben. Mit dieser Reise wurde Garriott, dessen Vater ein US-Astronaut ist, der sechste Weltraumtourist überhaupt. Doch das reichte ihm scheinbar noch nicht, denn kürzlich hat er seine jüngste Extrem-Reise beendet. Eine Reise, die ihn zum tiefsten Punkt der Ozeane brachte: dem Marianengraben.

Der irre Reise-Weltrekord des Milliardärs Richard Garriott

Richard Garriott 2008 neben seinem Vater, dem US-Astronauten Owen Garriott kurz bevor er zu seiner Weltraummission antrittFoto: Getty Images

Die Reise habe insgesamt 12 Stunden gedauert, alleine das Abtauchen zum 11 Kilometer tiefen Mariannengraben dauerte vier Stunden, wie unter anderem der „Mirror“ berichtete. Bei seinem Aufenthalt am Grund des Pazifiks machte Garriott Fotos, sammelte Proben und nahm einen kurzen Film auf.

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Richard Garriotts irrer Reise-Weltrekord

Garriott ist nun einer von nur 14 Menschen, die jemals zum Grund des Marianengrabens gereist sind. Und mit der Vollendung dieser Reise hält er nun zudem einen Weltrekord, der schwer zu brechen sein wird. Er ist der einzige Mensch weltweit, der je Nord- und Südpol bereist hat, am tiefsten bereisbaren Punkt der Erde und außerdem im Weltall war.

Es ist übrigens nicht der erste Weltrekord, den Garriott aufgestellt hat. Den ersten schaffte er bereits 2008 bei seiner Weltraumreise. Damals brachte er in der ISS einen „Geocache“ in Form eines kleinen Metallanhängers an. Geocaching ist eine Art digitale Schatzsuche, bei der mit GPS Gegenstände gesucht werden. Auf der Website „geocaching.com“ schreibt Garriott über die Aktion, dass er hofft, dass in Zukunft mehr Menschen diese Reise auf sich nehmen können. Das gilt wohl auch für den Grund des Mariannengrabens, denn auch hier hinterließ er einen solchen Metallanhänger. Grundsätzlich wolle Garriott mit seinen außergewöhnlichen Reisen einfach Menschen inspirieren. Mal schauen, an welchen Ort ihn dieser Wunsch als nächstes bringt…

Quellen

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