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Die 10 teuersten Länder weltweit zum Leben

Die 10 teuersten Länder weltweit zum Leben

Blick von Hamilton aus – der Hauptstadt von Bermuda. Die Lebenshaltungskosten sind hier besonders hoch.Foto: Getty Images

Das Land, das derzeit als das teuerste der Welt zum Leben gilt, liegt im Nordatlantik, ist britisches Überseegebiet und besteht aus mehreren Inseln. Die Rede ist von Bermuda, das zwar der britischen Krone unterstellt, aber dennoch weitestgehend autonom ist.

Die Lebenshaltungskosten auf Bermuda sind „Numbeo“ zufolge derzeit die höchsten weltweit. Vor allem die Miete sowie Lebensmittel und damit auch Restaurantbesuche sind teuer. Dafür gelten die Bermudas als Steuerparadies: Es gibt weder Steuern auf Gewinne und Erträge noch eine Einkommens- oder Mehrwertsteuer. Dazu sind die Sozialabgaben sehr niedrig.

Wie die teuersten Länder der Welt errechnet werden

In den Preisindex von „Numbeo“ fließen unter anderem die Kosten für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Nahverkehr, Benzin, Strom, Heizung, Wasser und Internetzugang mit ein, sowie für einen Kleinwagen und die Wohnungs- bzw. Hausmiete. Auf den Bermudas, wo die Reichen gerne ihren Urlaub verbringen, ist all das hochpreisig. Zudem wird im Ranking auch die Kaufkraft im jeweiligen Land berücksichtigt.

Um eine Vergleichbarkeit der Daten zu ermöglichen, wurde das Preisniveau in New York mit dem Wert 100 angesetzt und als Basis genommen. Demnach ist Bermuda mit einem Index von 146,04 bei den Lebenshaltungskosten fast 50 Prozent teurer als der Big Apple. Gefolgt wird Bermuda von der Schweiz auf dem zweiten und von Norwegen auf dem dritten Platz.

Deutschland rangiert mit einem Index von 65,58 in dem insgesamt 139 Länder umfassenden Ranking auf Platz 34 – man lebt also hierzulande deutlich günstiger als in New York.

Die 10 teuersten Länder laut „Numbeo“ im Überblick:

  1. Bermuda (146.04)
  2. Schweiz (123,35)
  3. Norwegen (100,90)
  4. Island (94,86)
  5. Barbados (92,37)
  6. Jersey (92,02)
  7. Israel (88,05)
  8. Dänemark (84,12)
  9. Bahamas (84,00)
  10. Singapur (83,98)

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Wo es günstig zum Leben ist

Am preiswertesten ist das Leben in Pakistan, das mit einem Wert von 19,92 laut „Numbeo“ das günstigste Land der Erde ist. Dort zahlen die Menschen für die ausgewählten Güter, Dienstleistungen und die Miete im Schnitt knapp 80 Prozent weniger als in New York. Ähnlich günstig ist es in Afghanistan (20,37) und Indien (24,43).

Die 10 günstigsten Länder zum Leben im Überblick:

  1. Pakistan (19,92)
  2. Afghanistan (20,37)
  3. Indien (24,43)
  4. Kolumbien (26,72)
  5. Algerien (26,87)
  6. Kosovo (27,05)
  7. Usbekistan (27,31)
  8. Tunesien (27,87)
  9. Nepal (28,29)
  10. Türkei (28,31)
  11. Kasachstan (28,68)

Das gesamte Ranking mit allen 139 Ländern finden Sie hier.

Kritik an den Zahlen

Die Zahlen von „Numbeo“ sind mit Vorsicht zu genießen. Bei der Ermittlung der Verbraucherpreise ist der Warenkorb entscheidend, der berücksichtigt wird. Hier fließen auch immer Faktoren ein, die einen länderübergreifenden Vergleich schwierig machen.

Beispiel: Da Alkohol im Iran verboten ist und dessen Konsum harte Strafen zur Folge haben kann, spielt der Kauf von Alkohol im Alltag der Iraner eine viel geringere Rolle als etwa in Deutschland. Dennoch taucht Bier im Warenkorb von „Numbeo“ auf und wird mit einem Preis beziffert. Allerdings ergibt es wenig Sinn, Güter miteinander zu vergleichen, die in einem Land verboten sind und entsprechend wenig konsumiert werden, und in dem anderen Land – in diesem Fall Deutschland – als Nationalgetränk gelten.

Ein weiteres Problem stellt die unglaubliche Masse an Daten dar, die bei „Numbeo“ erfasst wird und die im Detail nicht überprüfbar ist. Weltweit kann jeder die Datenbank mit Preisinformationen füllen. Parallel dazu greift die Webseite auf Shop-Daten oder ähnliches zurück. Mithilfe von Filtern werden die Zahlen bereinigt und Durchschnittswerte errechnet. Problematisch ist hier jedoch, dass die Datenlage für einige Regionen und Länder besser ist als bei anderen. Je weniger Nutzer Preise eingeben, desto höher ist die potenzielle Fehlerquote. Um möglichst aktuell zu bleiben, greift „Numbeo“ nur auf Zahlen zurück, die nicht älter als 18 Monate sind.

Quellen

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