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Die 3 Dinge, die man für perfekte belgische Pommes braucht

Die 3 Dinge, die man für perfekte belgische Pommes braucht

So sehen die perfekten belgischen Pommes aus. Wir verraten, wie Sie sie selbst zubereiten können.Foto: Getty Images

In Belgien gehören sie zum Stadtbild einfach dazu: die Frittenbuden. Dort finden die Belgier das frittierte Glück, köstliche Pommes. Die Frittenbuden-Kultur soll nun sogar zum Weltkulturerbe werden, wenn es nach dem belgischen Pommesverband „Navefri-Unafri“ geht. Die belgischen Pommes an sich sind im Vergleich zu den „deutschen“ Pommes etwas länger, etwas dicker und vor allem: nicht vegetarisch, denn sie werden in tierischem Fett, meist Rindernierenfett, ausgebacken. Doch allein mit diesem Wissen kann man das belgische Street-Food noch nicht perfekt nachkochen.

TRAVELBOOK hat mit dem Pommes-Eperten Bernard Lefèvre von „Navefri-Unafri“ gesprochen und kennt die 3 Dinge, die man für die Zubereitung echter belgischer Pommes braucht.

Die richtige Kartoffel

Wer gute Pommes machen will, muss bei der Basis anfangen: der Kartoffel. „Es ist ein großer Irrglaube, dass alle Kartoffeln frittiert werden können!“, betont Lefèvre. Wichtig ist, dass die Kartoffeln weichkochend sind. Die am besten geeignete Kartoffel für belgische Pommes ist laut dem Experten die Sorte „Bintje“. Aber auch die Sorten „Agria“, „Fontana“ und „Challenger“ könne man gut verwenden. Die Finger sollte man hingegen von allen festkochenden Kartoffelsorten lassen, etwa der „Nicola“ oder der „Charlotte“. Außerdem wichtig: Kartoffeln, die aus gutem Anbau kommen. Lefèvre: „Wenn man will, dass die Kartoffel gut schmeckt, muss man sie auch gut behandeln.“

Die richtige Fritteuse

Wer denkt, Fritteuse sei gleich Fritteuse, der täuscht sich. Geht es nach Lefèvre, so ist die Fritteuse ebenso wichtig für das Gelingen belgischer Pommes wie die Zubereitung an sich. Laut Lefèvre gilt bei den Fritteusen: „The bigger, the better“. Er hat dafür auch eine einfache Erklärung: „Wenn man sich vorstellt, wo man lieber drin schwimmt, in einer mickrigen Badewanne oder in einem Jacuzzi, dann wählt man doch den Jacuzzi!“

Da natürlich nicht jeder eine riesige Fritteuse bei sich zu Hause aufstellen kann oder möchte, sollte man bei der heimischen Zubereitung der belgischen Pommes einfach darauf achten, immer nur kleine Portionen gleichzeitig zu frittieren, damit auch jedes Stäbchen genug Platz im Öl hat.

Die richtige Zubereitung

Wer mit den richtigen Kartoffeln und der richtigen Fritteuse die Grundlagen geschaffen hat, kann sich nun an die Zubereitung wagen. Lefèvre gibt den folgenden Merksatz mit auf den Weg: „First they swim, then they sing, then they swing.“ Also: Erst schwimmen sie, dann singen sie, dann schwingen sie. Was bedeutet das?

Zuerst werden die Pommes im heißen Frittierfett gebadet. Allerdings bei der ersten Runde nicht allzu heiß. „Die Pommes sollten bei etwa 130 bis 140 Grad Celsius quasi im Fett gekocht werden“, erklärt Lefèvre. Danach kommt der Gesangs-Part: Der Pommes-Koch muss nun lauschen, wann sich die Geräusche in der Fritteuse verändern. Nach circa 5 Minuten sollte ein leichtes Plätschern zu hören sein. „Ein blinder Mensch kann so ohne Probleme perfekte Pommes machen. Bei einem Tauben wird es schwieriger“, so Lefèvre.

Haben die Kartoffeln richtig „gesungen“ werden sie herausgenommen, können kurz abkühlen, während das Fett noch einmal aufgeheizt wird. Liegt die Temperatur bei 170 Grad Celsius, „schwingen“ die Pommes ein zweites Mal hinein, um knusprig auszubacken. Auch hier sollte man wieder darauf warten, bis sich der Klang in der Fritteuse verändert – diesmal sollte es circa 3 Minuten dauern. Wer jetzt die Fritten herausnimmt, hat perfekte belgische Pommes.

TRAVELBOOK wünscht: Bon Appetit!

Quellen

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