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Reisen im Sommer – EU stellt Details für Corona-Impfpass vor

Reisen im Sommer – EU stellt Details für Corona-Impfpass vor

Mit der Einführung eines digitalisierten Impfass könnte Urlaub schon bald wieder sicherer werden Foto: dpa picture alliance

Die EU-Kommission will noch im Juni den digitalen Impfnachweis verabschieden. Mit dem Impfpass soll Urlaub wieder leichter möglich und damit die europäische Tourismus- und Luftfahrtbranche in der Corona-Krise unterstützt werden. Das sogenannte digitale grüne Zertifikat soll als Nachweis für eine erfolgte Covid-19-Impfung, eine überstandene Erkrankung oder ein negatives Testergebnis dienen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission hervor.

EU-Diplomaten zufolge wird an der technischen Lösung bereits gearbeitet. In diese flössen auch die Erfahrungen aus der Entwicklung der Corona-Warn-Apps mit ein. Das Zertifikat solle nur in der Pandemie zum Einsatz kommen und eine zentrale Speicherung der Daten sei nicht vorgesehen. In Deutschland entwickelt unter anderem die Firma IBM den Impfpass.

Das Zertifikat soll kostenlos und in digitaler wie auch Papierform verfügbar sein und EU-weit lesbar. Ein QR-Code soll die Authentizität des Dokuments gewährleisten. Den EU-Diplomaten zufolge bleibt es den Mitgliedsstaaten überlassen, wozu sie das Impfzertifikat darüber hinaus noch nutzen. Möglich wäre zum Beispiel ein Einsatz beim Einlass in Restaurants.

Was bedeutet der digitale Impfausweis für den Urlaub?

Die schwer von der Corona-Krise getroffene Luftfahrt setzt große Hoffnung auf den Impfpass, der das Reisen in der Pandemie erleichtern könnte. Das Zertifikat sei der Schlüssel für einen Neustart von Reisen und Tourismus in Europa, erklärten die Verbände von Fluggesellschaften und Flughäfen. Es sei darüber hinaus noch ein EU-weiter Fahrplan für einen Abbau der Reisehemmnisse notwendig, den eine Task Force earbeiten müsse. „Ein sicherer Neustart des Flugverkehrs ist möglich“, erklärten unter anderem Airlines for Europe (A4E), der internationale Airline-Verband IATA und die europäische Flughafenlobby ACI. „Die Staaten müssen jetzt ihren Teil dazu beitragen, indem sie koordiniert handeln, um eine weitere Flickschusterei mit fragmentierten Vereinbarungen zu verhindern.“

Bereits Ende Februar hatten die EU-Staaten beschlossen, EU-weit gültige Impfpässe zu entwickeln. Diese sollten innerhalb der kommenden drei Monate hergestellt werden. Der IBM-Impfpass liegt damit ungefähr im Zeitplan. Für den Oster-Urlaub wird er jedoch voraussichtlich noch keine Rolle spielen. Der Grund sind die aktuell noch geringen Impfzahlen.

Kombination aus Impfpass und Teststrategie vor dem Urlaub

Es steht bereits fest, dass der Impfpass alleine nicht darüber bestimmen wird, wer reisen kann. Es wird vermutlich eine Kombination aus Impfpass und Test geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies dabei bereits Ende Februar etwa auf Kinder, die derzeit gar nicht geimpft werden könnten. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte, Sonderrechte aus einem Impfpass abzuleiten, wäre unfair gegenüber Jüngeren, die erst als Letzte geimpft würden.

Tourismusländer wie Griechenland drängen dennoch auf eine schnelle Einführung des digitalen Impfpasses. Sie wollen Touristen etwa aus Israel empfangen, wo die Impfungen besonders weit fortgeschritten sind. In der EU-Kommission hieß es dazu, es sei problematisch, wenn ein Land die Außengrenzen der EU im Alleingang öffnen würde.

Bereits jetzt gibt es trotzdem Länder, die Reisende mit Impfnachweis einreisen lassen, ohne sie anschließend in Quarantäne zu schicken. So zum Beispiel Island, die Republik Moldau, Polen und die Seychellen (mehr dazu lesen Sie hier) .

Nicht notwendige Reisen bleiben eingeschränkt

Die EU-Regierungen waren sich zudem einig, dass weiter strenge soziale Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie vorerst weiter nötig sind. Auch nicht unbedingt notwendige Reisen innerhalb der Staatengemeinschaft müssten eingeschränkt bleiben, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. „Die epidemiologische Lage ist nach wie vor ernst, und die neuen Varianten stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Wir müssen daher strenge Beschränkungen beibehalten und gleichzeitig die Bemühungen zur beschleunigten Bereitstellung von Impfstoffen verstärken.“

(mit Material von Reuters)

Quellen

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