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Urlaub trotz Corona in Portugal – alles zu Einreise und Maßnahmen

Urlaub trotz Corona in Portugal – alles zu Einreise und Maßnahmen

Die Corona-Lage in Portugal ist trotz leicht steigender Infektionszahlen insgesamt noch stabil. Im Foto: der Weg zum Praia da Bordeira an der Algarve.Foto: Getty Images

Corona-Lage in Portugal – Übersicht

  • Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal
  • Welche Maßnahmen zurzeit in Portugal gelten
  • Ampel-System an den Stränden in Portugal
  • Was gilt bei der Einreise nach Portugal?
  • Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?
  • Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt
  • Die Corona-Infektionslage in Portugal
  • Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal

Für Urlauber, die Madeira als Reiseziel in Betracht ziehen, gibt es eine gute Nachricht: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Inselgruppe von der Liste der Risikogebiete genommen. Somit warnt auch das Auswärtige Amt nicht mehr vor Reisen dorthin. Allerdings hat das RKI nun die Metropolregion Lissabon nach zuletzt stärker steigenden Infektionszahlen als Risikogebiet eingestuft. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz aktuell bei 75,72. Neben dem Großraum Lissabon gilt derzeit noch die Inselgruppe der Azoren als Risikogebiet.

Im Europavergleich bleiben die Infektionsraten in Portugal noch relativ niedrig, mit zuletzt jedoch steigender Tendenz. Derzeit liegt die 7-Tagesinzidenz für das Land laut TRAVELBOOK-Berechnungen bei 45,75 (Stand: 12. Juni). Zwischenzeitlich lag der Wert bei knapp 30. Im Januar hatte er in Portugal noch mehr als 800 betragen, in manchen Regionen überstieg er sogar die Schwelle von 1000. (Die aktuellen 7-Tages-Inzidenzen der einzelnen Regionen finden Sie weiter unten.)

Einfacher wird nun auch die Einreise nach Portugal. Zuletzt verlangte das Land von allen Urlaubern einen negativen RT-PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, nun reicht schon ein einfacher Antigen-Schnelltest. Mehr dazu weiter unten unter: Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Welche Maßnahmen zurzeit in Portugal gelten

Bereits seit Anfang sind viele der bis dahin restriktiven Maßnahmen nicht mehr in Kraft. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie ging nach fünfeinhalb Monaten am 1. Mai zu Ende. Cafés, Bars und Restaurants sowie Fitnessstudios, Kinos, Theater und andere Kultur- und Freizeitstätten sind wieder offen.

Für die Gastronomie gilt:

  • Schließzeit: 1 Uhr nachts (Einlass nur bis Mitternacht)
  • innen nur maximal sechs, draußen maximal zehn Personen

Für Kultur-Veranstaltungen gilt:

  • bis Mitternacht
  • Veranstaltungsräume dürfen nur bis zu 50 Prozent der Kapazität gefüllt sein

Weiterhin besteht im öffentlichen Raum eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern.

Ausnahmen und aktuell restriktivere Maßnahmen gelten für Landkreise mit höheren Inzidenzen. Dazu zählen:

  • Lissabon
  • Braga
  • Odemira
  • Vale de Cambra

In diesen Landkreisen darf die Gastronomie nur bis 22:30 Uhr öffnen. Auch Kulturveranstaltungen müssen zu dieser Uhrzeit enden.

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Ampel-System an den Stränden in Portugal

Wie bereits im vergangenen Jahr gilt auch in dieser Saison ein Ampelsystem, das darüber informieren soll, wie voll die Strände sind. Mithilfe der App „Info Praia“ (Google Play | Apple App Store) oder auf der Website kann man die Situation vorab prüfen.

  • Grün: relativ leer (Auslastung bis ca. 33 Prozent)
  • Gelb: halbwegs voll (Auslastung zwischen ca. 33 und 66 Prozent)
  • Rot: voll (Auslastung von mehr als 66 Prozent)

Auch am Strand gilt bis zum Erreichen des Platzes, an dem man sich niederlässt, eine Maskenpflicht, und auch immer dann, wenn der von den Behörden empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern nicht möglich ist.

Ein Verstoß kann mit Bußgeldern von bis zu 100 Euro geahndet werden.

Auch sportliche Aktivitäten sind am Strand nicht erlaubt. Eine Ausnahme gilt, wenn die Ampel auf Grün steht.

Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Bei der Einreise aufs portugiesische Festland aus Deutschland über den Luftweg reicht aktuell ein negativer Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Bei einem RT-PCR-Test gilt: maximal 72 Stunden alt. Der negative Antigen- bzw. RT-PCR-Test muss der Fluggesellschaft vor dem Boarding vorgezeigt werden.

Ausnahmen gibt es für Kinder unter zwei Jahren: Diese müssen keinen Test vorweisen.

Um eine Kontaktverfolgung gewährleisten zu können, müssen über den Luftweg einreisende Passagiere anhand eines „Passenger Locator“-Formulars Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen. Zudem wird am Flughafen per Infrarotkameras die Körpertemperatur gemessen. Übersteigt diese 38 Grad, müssen Reisende mit weiteren Untersuchungen und Quarantäne rechnen.

Für die Azoren und Madeira gelten andere Regelungen. Hier wird bei der Einreise ein negativer Corona-Test verlangt, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer keinen Test hat, kann ihn bei der Ankunft machen und muss bis zum Testergebnis in Quarantäne bleiben.

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Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?

Aktuell gibt es für Einreisende aus Deutschland keine Quarantänepflicht, wenn sie das portugiesische Festland besuchen.

Ausnahmen gelten für Reisende, die sich in den 14 Tagen vor Einreise in einem Schengen-Land mit einer 14-Tages-Inzidenz von mehr als 500 Fällen pro 100.000 Einwohner, in Südafrika oder Brasilien aufgehalten haben. Sie müssen sich direkt nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

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Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt

Der Großteil des portugiesischen Festlandes gilt nicht mehr als Risikogebiet. Allerdings müssen Rückkehrer bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen. Dazu schreibt das Bundesgesundheitsministerium: „Alle Einreisende, die per Flugzeug ab 30. März 0 Uhr in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, müssen sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Crews sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen. Von der Testpflicht sind Personen ausgenommen, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben.“ Die dem Test zugrundeliegende Abstrichnahme dürfe grundsätzlich höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein.

Für die Azoren und Madeira gilt bei der Rückkehr nach Deutschland eine Testpflicht sowie eine digitale Einreiseanmeldung.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen möchte, verpflichtet sich zu einer zehntägigen Quarantäne direkt im Anschluss an die Einreise. Diese kann frühstens nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Reiserückkehrer müssen sich vor ihrer Abreise außerdem digital anmelden.

Die Corona-Infektionslage in Portugal

Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal

Aktuell gibt es in Portugal insgesamt 22.833 neue Covid-19-Infektionen (Stand: 4. Mai 2021). Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal nach Regionen im Überblick laut TRAVELBOOK-Berechnungen:

Region 7-Tagesinzidenz
Norden 27,80
Großraum Lissabon 75,72
Centro 15,20
Alentejo 22,00
Algarve 43,34
Madeira (Risikogebiet) 12,59
Azoren (Risikogebiet) 84,42
Portugal gesamt 45,75

Stand: 12. Juni 2021; Quelle: Direção-Geral da Saúde (Daten) / TRAVELBOOK (Inzidenzberechnung)

Auch interessant: Corona-Risikogebiete – die Regelungen in Europa im Überblick

Die Einstufung eines Landes oder einer Region als Risikogebiet erfolgt durch das RKI in einem zweistufigen Prozess. „Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab“, heißt es auf der RKI-Seite. In einem zweiten Schritt werde nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschritten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliege. Kriterien sind:

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  • Infektionszahlen
  • Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend)
  • Testkapazitäten und durchgeführte Tests pro Einwohner
  • ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens
  • Verlässlichkeit der Informationen

Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Was beinhaltet die Versicherung?

Da Portugal stark auf den Tourismus angewiesen ist, bietet das Land Reisenden gegen Gebühr nun auch eine Corona-Versicherung an – in Kooperation mit der Firma Bónus Seguros. Die Versicherung greift bei „unvorhergesehenen Ereignissen im Zusammenhang mit Covid-19“ und ermöglicht Rückerstattungen bei Flugstornierungen oder -unterbrechungen, heißt es auf der portugiesisch- bzw. englischsprachigen Webseite von Portugal Travel Insurance. Beim genaueren Blick auf die enthaltenen Leistungen fällt allerdings auf, dass diese recht allgemein gehalten sind. So wird beispielsweise eine Unterstützung bei Gepäckdiebstahl in Portugal zugesichert – was mit Covid-19 nichts zu tun hat.

Relevanter für Urlauber sind die unter dem Punkt „Vollständige Deckung bei unvorhersehbaren Situationen“ vermerkten Leistungen. Im Krankheitsfall bietet die Versicherung eine Deckung der…

  • … Arzt- und Krankenhauskosten in Portugal
  • … Kosten für die Nachsorge bei einem Krankenhausaufenthalt
  • … Rückreisekosten im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls

Die Preise der Corona-Versicherung für Portugal

Die Kosten für die Versicherung richten sich nach der Dauer des Aufenthalts in Portugal.

  • bis zu 10 Tagen: 37,20 Euro pro Person
  • 10 bis 15 Tage: 43,20 Euro pro Person
  • 16 bis 30 Tage: 48,20 Euro pro Person
  • 30 bis 60 Tage: 65,20 Euro pro Person

Quellen

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